Schön von A bis Z

O wie Olivenöl und Orangenhaut

Olivenöl

Beauty-Abc
Olivenöl gilt aufgrund seiner gesundheits-fördernden Eigenschaften als maßgebliches Geheimnis der hohen Lebenserwartung in den Mittelmeerländern, wo es als Zutat in der Küche nicht wegzudenken ist. Doch nicht nur auf Blutfettwerte und Cholesterinspiegel wirkt sich dieses pflanzliche Öl positive aus – auch der Schönheit kann es gute Dienste leisten. Olivenöl enthält nämlich von Natur aus das für die Haut so wichtige Vitamin E. Für alle, die sich geschmacklich nicht mit ihm anfreunden können (obwohl mittlerweile auch hierzulande viele das Olivenöl gerade aus kulinarischen Aspekten sehr schätzen), gibt es im Handel Olivenöl-Kapseln, die noch mit zusätzlichem Vitamin E angereichert sind.
Aber auch äußerlich angewendet hat das Öl seinen Nutzen: So sagt man, dass es gut gegen Fältchen an den Augenpartien wirkt, wenn man es dort leicht einmassiert. Aufgrund des bereits angesprochenen Vitamin E-Gehalts ist Olivenöl auch darüber hinaus zur Hautpflege empfehlenswert. Ein kleiner Tipp: Sie können daraus auch selbst Ölessenzen mit Kräutern oder Blüten herstellen und das Öl so mit deren Wirkstoffen kombinieren: Übergießen Sie einfach getrocknete Kräuter oder Blüten in einem großen, am besten dunklen Glas mit kaltgepresstem Olivenöl und stellen Sie das mit einem Küchentuch abgedeckte Behältnis für zwei bis drei Wochen an einen hellen, warmen Platz (aber nicht direkt auf die Heizung!). Hin und wieder sollten Sie das Ganze schütteln oder umrühren. Zum Schluss müssen Sie Ihre selbstgemachte Ölsessenz nur noch durch ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb seihen. Probieren Sie es z.B. mal mit Olivenöl-Kamillenessenz, die hervorragend bei rissiger Haut Abhilfe schaffen soll. Außerdem soll Olivenöl auch gegen sprödes Haar helfen. Am besten massieren Sie es dazu etwa zwei Stunden vor dem Waschen ein.

Orangenhaut

Orangenhaut ist das schöne deutsche Wort für Cellulitis, dieses berüchtigte, inbrünstig gehasste Problem eines Großteils aller Frauen. Orangenhaut ist zugleich auch eine bildliche Beschreibung besagten Phänomens: die Hautdellen an Oberschenkeln und Po erinnern im Aussehen an eine Orangenschale. Tja, und woran liegt es, dass die Haut so vieler Frauen in diesen Körperzonen eher einer Orange ähnelt als einem wunderbar glatten Pfirsich? Die Struktur des weiblichen Bindegewebes ist so angelegt, dass sich das Gewebe im Bedarfsfall problemlos ausdehnen kann, denn das ist in der Schwangerschaft von Vorteil. Diese Elastizität hat jedoch den Haken, dass sich aufgrund der recht labilen Struktur leicht Fettzellen durch die Gewebsfasern hindurchdrücken können – und dann eben nach außen hin als Knubbel sichtbar sind. In der Gewebsstruktur liegt auch der Grund dafür, dass selbst noch so dicke Männer keine Orangenhaut haben, denn ihr Bindegewebe ist anders aufgebaut. Auch was die Dehnbarkeit des Gewebes anbelangt, sind aber nicht alle Frauen gleich: wie dehnbar bzw. labil die Struktur genau ist, variiert von Frau zu Frau ein wenig und ist genetisch festgelegt. Das bedeutet auch, dass Frauen mit starker Cellulitis die ungeliebten Dellen nicht einmal durch die härtesten Diäten und Workouts vollständig verschwinden lassen können.
Dennoch sind eine fettarme Ernährung und Sport zur Straffung des Bindegewebes (am besten Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walking oder Radfahren) eine durchaus wirksame Anti-Cellulitis-Waffe. Übel mitspielen können uns Frauen bei dem Bemühen um einen ausgeglichenen Fetthaushalt allerdings die Hormone, namentlich das Hormon Östrogen. Dieses begünstigt nämlich die Fetteinlagerung und leistet zusätzlich auch noch Wassereinlagerungen Vorschub. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich bei etwa 50 Prozent der Frauen die Cellulitis in der Pubertät bemerkbar macht und bei weiteren 25 Prozent während der Schwangerschaft entsteht, also in Zeiten, in denen der Hormonspiegel in Aufruhr ist. Viele Frauen berichten auch von Cellulitis-Schüben kurz vor der Menopause. So weit, so gut (bzw. so schrumpelig...).
Aber was kann frau abgesehen von Pommes-Verzicht und Schinderei im Fitness-Studio noch gegen die Dellen unternehmen?

Eine Möglichkeit, im Kleinkrieg mit der Orangenhaut die Oberhand zu gewinnen, sind Lymphdrainagen. Diese Behandlungen unterscheiden sich von anderen Massagen dadurch, dass dabei nicht geknetet, sondern sanft gestrichen wird. Mit leichten Pumpbewegungen wird der Lymphfluss angekurbelt, Stauungen und Schwellungen werden beseitigt. Natürlich erzielen die nicht ganz billigen Drainagen (Kostenpunkt: ca. 40 bis 60 Euro) die besten Effekte bei regelmäßiger Wiederholung. Wenn Sie sich zu einer Lymphdrainage entschließen, sollten Sie einen extra dafür ausgebildeten Therapeuten aufsuchen.

Selbstverständlich hat sich auch die Beauty-Industrie des Themas Orangenhaut ausgiebigst angenommen, liegt doch darin ein hohes Einnahmepotential. Die meisten Anti-Cellulitis-Cremes setzen in ihrer Wirkweise auf Durchblutungsförderung und sollen Wasserausschwemmung und Fettabbau unterstützen. Dabei kommen zumeist Inhaltsstoffe wie Efeu, Rosskastanie, Gingko oder Koffein zum Einsatz.

Eine weitere Art von Anti-Cellulite-Cremes sind die Hormon-Cremes. Diese zählen allerdings nicht zu den Schönheitspflegeprodukten, sondern sind den Medikamenten zuzurechnen. Diese Cremes führen der Haut männliche Hormone zu, die von dort aus auch in den Blutkreislauf gelangen und auf das Bindegewebe so einwirken, dass sich seine Struktur sozusagen vermännlicht. Eine solche Hormonbehandlung muss unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Es ist wichtig, dass der Hormonstatus zwischendurch immer wieder kontrolliert wird, denn bei Überdosierung können auch andere, wohl ziemlich unerwünschte Vermännlichungs-erscheinungen auftreten... Benutzen Sie übrigens nie die Hormoncreme einer Freundin! Die Cremes müssen nämlich in ihrer Zusammensetzung auf den individuellen Hormonhaushalt der Anwenderin abgestimmt sein. Bei Interesse können Sie Ihren Frauenarzt nach dieser ziemlich kostspieligen Methode fragen.

Und was können Sie ohne Kostenaufwand gegen Orangenhaut tun? Sanfte Rubbelmassagen mit einem Luffaschwamm regen die Durchblutung an und stärken dadurch das Gewebe (wichtig: immer zum Herzen hin massieren). Auch kaltes Wasser und vor allem Eis wirken durchblutungs-fördernd – also schalten Sie doch beim Duschen zwischendurch mal auf „kalt“ oder packen Sie Eiswürfel in ein Handtuch und kreisen damit über die Problemzonen.
Wenn es sich in Ihrem Gewebe neben Fett- auch Wassereinlagerungen bequem gemacht haben, achten Sie auf kaliumreiche Ernährung: Das z.B. in Kartoffeln, Brokkoli und Spinat enthaltene Mineral hilft beim Ausschwemmen. Ebenso sind hierzu entwässernde Tees dienlich.

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