Selbstbräunungsmittel sind kosmetische Produkte, die zu einer Anfärbung der äußeren Hornhautschichten der Haut führen. Sie erfüllen diese Aufgabe ohne Aktivierung der Pigment-bildenden Zellen der Haut. Die meisten kommerziell angebotenen Selbstbräunungsmittel enthalten Dihydoxyazeton (DHA). DHA ist ein farbloses Kohlenhydrat pflanzlichen Ursprungs, das in die obersten Zelllagen der Hornschicht der Haut eindringt. Dort reagiert es mit dem Keratin der Hautzellen und es entstehen braune Farbstoffe (sog. Melanoide). Neben anderen Substanzen, die mit DHA verwandt sind, kommen aus der Naturkosmetik noch Henna, Eichenrinden- und Rosskastanienextrakte als Selbstbräuner zur Anwendung. Der chemische Prozess benötigt bis zu 8 Stunden, bis der endgültige Farbton erreicht ist. Da unsere obersten Hautschichten laufend als Schüppchen abgestoßen werden, muss die Anwendung des Produkts alle 3 bis 4 Tage wiederholt werden. Obwohl die mit einem DHA-hältigen Selbstbräuner vorbehandelte Haut gebräunt erscheint, vermittelt diese Art von Bräune keinen Schutz vor Sonnenbrand (UVB-Schutz).
Nachteile der Behandlung mit Selbstbräuner: Die Färbung kann ungleichmäßig sein und unnatürlich gelblich wirken; stärker verhornte Hautpartien (Ellenbeugen, Knie) können die Farbe stärker annehmen. Laut dem Magazin Ökotest enthalten fast alle Selbstbräuner Formaldehyd/-abspalter.
Für ein gutes Ergebnis empfiehlt es sich, vor der Anwendung zu duschen und ein Peeling zu machen. Mit einem Schwamm lässt sich der Selbstbräuner gleichmäßig und dünn auftragen. Knie, Ellenbogen und Fußknöchel sparsam behandeln! Nach dem Auftragen Haaransatz, Augenbrauen und Hände vorsichtig abwaschen.