Schön von A bis Z

U wie Umschläge, Unterwassermassagen und UV-Strahlen

Umschläge, oder auch Wickel

Beauty-Abc
Umschläge sind mit kaltem oder warmem Wasser getränkte Tücher. Sie werden an verschiedenen Körperstellen aufgelegt und sollen eine lindernde oder heilende Wirkung auf eine Erkrankung haben. Man wendet Umschläge bei Fieber, Entzündungen, Prellungen und Verstauchungen an. Je nach Erkrankung haben warme und kalte Umschläge verschiedene Wirkungsweisen. Sie können positiv oder negativ den Krankheitsverlauf beeinflussen. Bei einem ungewissen Krankheitsbild sollte immer zuerst der Arzt befragt werden.

Der ideale Umschlag besteht aus drei Tüchern: Das innere, auf der Haut aufliegende Tuch wird als Wickeltuch bezeichnet. Das mittlere Tuch, auch Zwischentuch genannt, ist aus Baumwolle und größer. Es ist luftdurchlässig und trocken. Das äußere Tuch ist ein Wolltuch, z. B. eine Wolldecke oder ein Badelaken. Die Tücher müssen stramm angelegt werden und zwar so, dass an das innere Tuch keine Luft herankommt, damit der Körper nicht auskühlt. Das Wickeltuch muss von den anderen Tüchern also allseitig überdeckt sein.

Für kalte Umschläge verwendet man zum Beispiel Leitungswasser. Sie eignen sich vorwiegend bei akuten fieberhaften Erkrankungen, örtlichen Entzündungen und Schwellungen. Sie werden sehr feucht aufgelegt und abgenommen, wenn sie der Haut Wärme entzogen haben. Die Liegedauer beträgt etwa 15-20 Minuten.
Weitere Formen von kalten Umschlägen sind die wärmestauenden und schweißtreibenden Wickel. Wärmestauende Umschläge werden bei Stoffwechselstörungen, Fettsucht und Hauterkrankungen angewendet. Die Verweildauer beträgt gut eine Stunde.
Schweißtreibende Wickel sind wärmestauende, die länger angewandt werden, nämlich 2 Stunden oder bis der Patient ca. 30 Minuten geschwitzt hat.

Während der kalte Umschlag dem Körper Wärme entzieht, führt der warme Wickel Wärme zu. Die Liegedauer des warmen Umschlags ist kurz, da er schnell abkühlt.
Warme Umschläge für das Gesicht sind häufig mit Kräutern, z.B. Kamille, getränkt und sind vor und auch nach kosmetischen Behandlungen sinnvoll, da sie die Poren öffnen bzw. nach der Behandlung die Haut beruhigen. Den Wickel können Sie einfach selbst zu Hause anwenden: Anstatt heißes Wasser nehmen Sie heißen Kamillentee. Ein kleines Handtuch darin tränken und auf das Gesicht legen. Das hilft bei Rötungen und beruhigt die Haut.

Unterwassermassagen

Die Unterwassermassage, auch Unterwasserdruckstrahlmassage genannt, ist eine manuelle Massage im Vollbad oder mit Hilfe eines gelenkten und regulierbaren Wasserstrahls durchgeführte Massage.
Die therapeutische Wirkungsbreite dieser Behandlungsform ist deshalb so groß, weil sich die Muskulatur im mild-warmen Wasser (ca. 37°) schon weitgehend entspannt. Durch die Entspannung des Körpers kann der Druckstrahl tiefer einwirken. So lassen sich bereits bei Anwendungen von geringen Druckwerten (bis zu 1,5 bar) bei entsprechender Düsenauswahl schonende, praktisch schmerzlose Tiefenauflockerungen erreichen. Anwendungsgebiete der Unterwassermassage sind unter anderem rheumatische und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, Muskelverpannungen, Narben und Versteifungen der Gelenke.
Unterwassermassagen bieten inzwischen viele Physiotherapeuten an und können vom Arzt verschrieben werden. Außerdem gibt es in Wellnesshotels und in Kurbädern ebenfalls die Möglichkeit in den Genuss zu kommen.

UV-Strahlen

Sonnenstrahlen setzen sich aus mehreren Elementen zusammen: Wärmespendende Infrarot-Strahlung (IR), sichtbare Strahlung (Licht) und ultraviolette Strahlung (UV). Zwar machen die UV-Strahlen nur sechs Prozent der auf der Erde auftreffenden Sonnenstrahlung aus, aber das ist genug, um die Haut zu belasten.
Biologisch und medizinisch haben UV-Strahlen eine große Bedeutung, denn sie rufen aufgrund ihrer Energie biochemische Veränderungen hervor. Die wohl bekannteste: Sie machen uns braun. Was weniger bekannt ist: durch UV-Strahlen wird das Vitamin D aktiviert – das einzige Vitamin, welches der Körper selber bilden kann. Vitamin D steckt zwar auch in verschiedenen Lebensmittel, vor allem im Fisch, doch 80% des benötigten Vitamins stellt der Körper selber in der Haut her. Es reicht aus, sich zweimal in der Woche 30 Minuten im Freien aufzuhalten, damit der Körper genug Strahlung bekommt, um die notwendige Menge Vitamin D zu produzieren. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau, indem es dafür sorgt, dass der Körper Kalzium aus der Nahrung aufnimmt.

Die UV-Strahlen werden nach ihrer Länge (von langwellig bis kurzwellig) in UV-A und UV-B und UV-C-Strahlen unterteilt. UV-C-Strahlen sind jedoch so kurzwellig, dass sie nicht bis auf die Erdoberfläche kommen. Somit sind die UV-A- und UV-B-Strahlen und ihre Wirkungen auf die Haut interessant. Lange Zeit hat man angenommen, dass UV-A-Strahlen harmlos sind. Dem ist aber nicht so, denn sie können ebenso Krebs auslösen wie die UV-B-Strahlen.

UV-A-Strahlung bewirkt in der Haut:
• eine sofortige, aber kurzfristige Bräune
• lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergie
• Hautalterung und Faltenbildung
• eine Veränderung der DNA

UV-A ist für die direkte, sofortige Bräune zuständig. Im Gegensatz zu UV-B baut die Haut durch UV-A -Strahlung keine Schutzschicht auf. Das heißt: der warnende Sonnenbrand bleibt aus und somit bleiben die Auswirkungen der UV-A-Strahlung auch lange Zeit unbemerkt, denn UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut.

UV-B-Strahlung bewirkt in der Haut:
• eine langsame, aber anhaltende Bräune (Hautpigmentierung durch Melanin)
• den Aufbau einer Schutzschicht (Lichtschwiele)
• Sonnenbrand und seine Spätfolgen wie Hautkrebs

Neben Krebs können UV-Strahlen noch eine Reihe anderer Schäden hervorrufen: Bindehaut- und Hornhautentzündungen am Auge bis hin zu Linsentrübungen (Grauer Star) außerdem Herpes, Bindegewebsschäden, frühzeitige Faltenbildung und Sonnenallergie.

Trotz aller Krebsgefahr besitzt UV-Strahlung in geringen Mengen auch positive Effekte. Neben der bereits angesprochenen Bildung von Vitamin D, ist Sonnenlicht gut für das Immunsystem und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Deshalb wird bei Depressionen und gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus oftmals eine Lichttherapie angewandt. Weiterhin werden UV-Strahlen zur Behandlung von Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne eingesetzt, sowie zum Abbau bestimmter Empfindlichkeitsstörungen verwendet.

In Sonnenstudios wird mit Hilfe geeigneter Lampen UV-Licht künstlich erzeugt. Dabei gibt es Ganzkörperanlagen und solche, die vor allem der Gesichtsbräunung dienen. Mit Hilfe geeigneter Filter kann das Verhältnis von UV-A zu UV-B festgelegt werden. Moderne Studios verzichten allerdings ganz auf die Krebs erregenden und Sonnenbrand auslösenden UV-B-Strahlen. Da diese jedoch für die langanhaltende Bräune zuständig sind, muss die Dosis der UV-A-Strahlen erhöht werden, was jedoch auch eine Erhöhung der schädigenden Wirkung zur Folge hat. Außerdem bleibt die Bildung hautschützender Lichtschwielen aus, die nur über UV-B-Strahlung erzielt werden kann.
Dennoch sollten Sie sich das Sonnenbaden nicht vermiesen lassen, solang Sie sich nur kurz und mit Sonnecreme, die einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor hat, in die Sonne legen.
Tipp für alle, die empfindliche Haut haben: Es gibt viele Tagescremes mit Lichtschutzfaktoren, die die Haut vor der täglichen Sonneneinstrahlung schützen.

(ed)

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