Sonnenstrahlen setzen sich aus mehreren Elementen zusammen: Wärmespendende Infrarot-Strahlung (IR), sichtbare Strahlung (Licht) und ultraviolette Strahlung (UV). Zwar machen die UV-Strahlen nur sechs Prozent der auf der Erde auftreffenden Sonnenstrahlung aus, aber das ist genug, um die Haut zu belasten.
Biologisch und medizinisch haben UV-Strahlen eine große Bedeutung, denn sie rufen aufgrund ihrer Energie biochemische Veränderungen hervor. Die wohl bekannteste: Sie machen uns braun. Was weniger bekannt ist: durch UV-Strahlen wird das Vitamin D aktiviert – das einzige Vitamin, welches der Körper selber bilden kann. Vitamin D steckt zwar auch in verschiedenen Lebensmittel, vor allem im Fisch, doch 80% des benötigten Vitamins stellt der Körper selber in der Haut her. Es reicht aus, sich zweimal in der Woche 30 Minuten im Freien aufzuhalten, damit der Körper genug Strahlung bekommt, um die notwendige Menge Vitamin D zu produzieren. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau, indem es dafür sorgt, dass der Körper Kalzium aus der Nahrung aufnimmt.
Die UV-Strahlen werden nach ihrer Länge (von langwellig bis kurzwellig) in UV-A und UV-B und UV-C-Strahlen unterteilt. UV-C-Strahlen sind jedoch so kurzwellig, dass sie nicht bis auf die Erdoberfläche kommen. Somit sind die UV-A- und UV-B-Strahlen und ihre Wirkungen auf die Haut interessant. Lange Zeit hat man angenommen, dass UV-A-Strahlen harmlos sind. Dem ist aber nicht so, denn sie können ebenso Krebs auslösen wie die UV-B-Strahlen.
UV-A-Strahlung bewirkt in der Haut:
• eine sofortige, aber kurzfristige Bräune
• lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergie
• Hautalterung und Faltenbildung
• eine Veränderung der DNA
UV-A ist für die direkte, sofortige Bräune zuständig. Im Gegensatz zu UV-B baut die Haut durch UV-A -Strahlung keine Schutzschicht auf. Das heißt: der warnende Sonnenbrand bleibt aus und somit bleiben die Auswirkungen der UV-A-Strahlung auch lange Zeit unbemerkt, denn UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut.
UV-B-Strahlung bewirkt in der Haut:
• eine langsame, aber anhaltende Bräune (Hautpigmentierung durch Melanin)
• den Aufbau einer Schutzschicht (Lichtschwiele)
• Sonnenbrand und seine Spätfolgen wie Hautkrebs
Neben Krebs können UV-Strahlen noch eine Reihe anderer Schäden hervorrufen: Bindehaut- und Hornhautentzündungen am Auge bis hin zu Linsentrübungen (Grauer Star) außerdem Herpes, Bindegewebsschäden, frühzeitige Faltenbildung und Sonnenallergie.