Schön von A bis Z

I wie Implantate, J wie Jojobaöl und K wie Kakaobutter, Keratin, Kieselerde und Kollagen

Implantate

Der Begriff Implantat ist eine allgemeine Bezeichnung für in den Körper eingepflanztes Material. In der Medizin wird mit vielen Arten von Implantaten gearbeitet, aber auch in der Schönheitschirurgie kommen sie zum Einsatz: Sie sind es, mit deren Hilfe sich viele Frauen ihren Wusch nach einer größeren Brust erfüllen. Für solche „Mogelpackungen“ stehen heute drei verschiedene Materialien zur Verfügung: Silikongel, Kochsalzlösung und Hydrogel. Zwischenzeitlich wurde auch mit Sojaölpräparaten gearbeitet, allerdings wurden diese 1999 wegen zahlreicher Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen.

Die Hülle der Brustimplantate besteht immer aus Silikon. Die Oberfläche kann sowohl glatt als auch rau sein. Raue Implantate verankern sich besser im umliegenden Gewebe. Innen mit Silikongel gefüllte Implantate haben den Vorteil, am natürlichsten auszusehen. Jedoch sind sie auch mit Nachteilen verbunden: Oft behindern sie die ab einem gewissen Alter regelmäßig anstehenden Mammographien zur Krebsvorsorge, weil sie die Röntgenstrahlen nur schwer durchlassen. In manchen Fällen treten auch Silikontropfen aus dem Implantat aus, die dann im umliegenden Gewebe eingekapselt werden. Dies gilt zwar als nicht gesundheitsschädlich, aber die Einlagerungen sind manchmal als Knoten ertastbar.

Kochsalz-Präparate enthalten eine Salzlösung, wie sie ähnlich auch im menschlichen Körper vorkommt. Bei Defekten in der Implantathülle kann der Körper die Füllung daher problemlos aufnehmen, die Füllung läuft dann wegen ihrer flüssigen Beschaffenheit allerdings innerhalb kurzer Zeit vollständig aus.
Hydrogel basiert auf einer Lösung aus Wasser und Mehrfachzuckern. 2003 wurde es in England vom Markt genommen. Begründet wurde die Maßnahme damit, dass über dieses Füllmaterial noch zu wenige Erkenntnisse vorliegen. Auch in Deutschland kommt Hydrogel seitdem selten zum Einsatz.

Prinzipiell können Brustvergrößerungen bei jeder Brustform außer der extremen Hängebrust vorgenommen werden. Bei den ca. 30minütigen Eingriffen wird die Patientin unter Vollnarkose gesetzt. Die Kosten liegen bei etwa 10.000 bis 20.000 Mark.

Jojobaöl

Jojobaöl ist ein beliebtes Pflegemittel für Haut und Haar. In Cremes wird es verwendet, um die Haut weich und geschmeidig zu machen und zu schützen. Jojobaöl erhöht das Rückhaltevermögen der Haut für Feuchtigkeit, zieht schnell ein und eignet sich für jeden Hauttyp. Zudem hat es von Natur aus den Lichtschutzfaktor 4. Jojobaöl hat viele Fettsäuren, einen hohen Gehalt an dem Hautvitamin E und an Mineralstoffen.
Für die Haarpflege eignet sich Jojobaöl besonders wegen seiner schuppenbekämpfenden Wirkung. Außerdem soll es das Haar kräftigen und ihm mehr Fülle verleihen.
Der Name Jojobaöl ist etwas irreführend, denn eigentlich handelt es sich gar nicht um ein Öl, sondern um Wachs, das in einem schonenden Verfahren aus der Jojobanuss ausgepresst wird. Bei dieser handelt es sich um die Frucht des Jojobastrauchs, der bis zu 3 Meter hoch wird und vorwiegend in den Wüstenstrichen von Kalifornien und Mexiko wächst. Wegen seiner vielen positiven Eigenschaften wird Jojobaöl in zahlreichen Kosmetikprodukten verarbeitet. Dabei wird auch von dem Vorzug profitiert, dass es nicht ranzig wird und daher lange haltbar ist.

Kakaobutter

Kakaobutter wird aus dem Fett gepresst, das in den Samen und Kakaobohnen der in Südamerika beheimateten Kakaopflanzen enthalten ist. In der Kosmetik-Branche wird die Kakaobutter in Cremes, Salben und auch Lippenstiften eingesetzt, denen sie die richtige Konsistenz verleiht. Sie erzeugt eine gleichmäßige Struktur und vermittelt ein hervorragendes Hautgefühl. Auch um die Haut selbst weich zu machen und wegen ihres angenehmen Duftes wird sie in Cremes angeboten. Kakaobutter zieht gut ein. Da sie auf der Haut einen Glanz hervorruft, ist sie bei Gesichtscremes eher für Nachtcreme geeignet; bei fettiger Haut ist sie nicht zu empfehlen.

Keratin

Keratin ist eine entscheidende Komponente von Haut, Haaren und Nägeln. Das Eiweiß Keratin ist für Stabilität und Form der Zellen verantwortlich und sorgt somit für Festigkeit und Elastizität. Diverse Produkte aus der Beauty-Industrie setzen auf die Wirksamkeit äußerlicher Keratin-Zufuhr. Vor allem im Haarpflegesortiment findet man Keratin als Produktbestandteil. So gibt es z.B. mit Keratin angereicherte Shampoos und Haaröle. Auch manche Hautkosmetika weisen Keratin auf. Zudem gehört es zur Zusammensetzung vieler Nahrungsergänzungspräparate.

Kieselerde

Kieselerde wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Wachstums von Haar und Nägeln verwendet, denn sie enthält neben viel Calcium und Magnesium auch reichlich Biotin. Ihr Hauptbestandteil ist Silicum, das in unserem Körper als Spurenelement vorkommt und auch für die Hautelastizität förderlich sein soll. Eingenommen wird sie in Form von Dragees oder in Flüssigkeit aufgelöst; auf dem Markt sind vielerlei Präparate erhältlich. Es gibt Hinweise, dass Kieselsäure zu Nierensteinen führen kann, allerdings steht dies nur bei hochdosierter Langzeiteinnahme zu befürchten.

Kollagen

Kollagen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Haut, der für ihre Elastizität eine wichtige Rolle spielt. Kollagen ist ein Eiweiß, und auch in Knorpeln, Knochen und Sehnen zu finden. Mit zunehmendem Alter nimmt der Kollagenanteil leider ab, weshalb die Elastizität abnimmt. Ursprünglich hatte die Kosmetik-Industrie gehofft, mit kollagenhaltigen Cremes ein wirksames Mittel zum Ausgleich dieses Defizits liefern zu können. Da die Moleküle des Eiweißes jedoch zu groß sind, um von außen in die Haut eindringen zu können, machen solche Produkte keinen Sinn. Stattdessen muss der Stoff direkt in die Haut injiziert werden.
In der Schönheitschirurgie kommen Kollagenspritzen zur Unterfütterung von Falten, aber auch zur Aufpolsterung der Lippen zum Einsatz. Die Wirkung hält allerdings nur begrenzt vor, denn nach einigen Monaten hat sich das von außen zugeführte Kollagen wieder abgebaut. Für die Injektionen wird hauptsächlich Kollagen aus Rinderhaut benutzt. Bei Patienten, die darauf allergische Reaktionen zeigen, kann auf Hahnenkammkollagen oder synthetisches Kollagen ausgewichen werden.

Für die Kollagenproduktion im Körper wird Vitamin C benötigt; daher kommt eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin unter anderem der Haut zugute.

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