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Piercing-Special

Piercing-ABC

Piercings im Gesicht und am Oberkörper

Schon lang wird nicht mehr nur der Nasenflügel oder das Ohrläppchen gepierct. Piercings sind an allen erdenklichen Körperstellen möglich und haben manchmal lustige Namen.

Wer hätte das gedacht: 12 (oder mehr) Stellen allein am Ohr lassen sich mit Schmuck verzieren. Eine Auswahl aus den zahlreichen Piercingarten haben wir hier zusammengestellt.

Anti-Tragus

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Das Anti-Tragus-Piercing am Ohr wird direkt gegenüber vom Tragus in die untere Knorpelfalte, die über dem Ohrläppchen sitzt, gesetzt. Abheilzeit: 3-6 Monate.

Augenbraue

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Das Piercing kann entlang der Augenbraue horizontal oder vertikal platziert werden. Allerdings neigt dieses Piercing zum Auswachsen. Abheilzeit: 4-8 Wochen.

Austin-Bar

Das Austin Bar Piercing wurde nach dem ersten Träger benannt. Es ist ein horizontales Piercing durch die Nasenspitze. Das Austin Bar Piercing geht nicht durch das Septum (die Scheidewand) der Nase. Abheilzeit: 2-3 Monate.

Bauchnabel

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Das Bauchnabelpiercing ist eines der häufigsten bei Frauen, aber auch eines der Piercings, die am längsten zum Abheilen benötigen. Durch die Lage in der Körpermitte ist dieses Piercing vielen äußerlichen Reizen wie Reibung, Druck und Spannungen nonstop ausgesetzt, was wiederum die Wundheilung stark beeinträchtigt und verlangsamt. Dieses Piercing kann im Prinzip um die Nabelöffnung gestochen werden, meist wird jedoch die obere Hautfalte gepierct. Abheilzeit: 3-6 Monate (jedoch stark vom Einzelnen abhängig).

Bridge

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Das Bridge-Piercing wird am oberen Ende des Nasenrückens in die Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen angebracht. Dieses Piercing ist stark anatomieabhängig und deshalb nicht bei jedem zu empfehlen. Außerdem können schwerwiegende Komplikationen auftreten: In dieser Körperregion verlaufen Hirnnerven. Wenn sich dieses Piercing entzündet, kann sich die oberflächige Entzündung relativ rasch zu einer Nervenentzündung ausbreiten, was bei Hirnnerven gravierende Folgen haben kann. Bei der Platzierung dieses Piercings muss darauf geachtet werden, dass kein Druck auf dem Ansatz des Nasenbeins ausgeübt wird, da sonst wichtige Nerven (nervus trigeminus) durch den Druck in Mitleidenschaft gezogen werden können. Abheilzeit: 4-8 Wochen.

Brustwarze

Das Brustwarzen-Piercing wird meist horizontal oder vertikal gestochen, kann jedoch beliebig ausgerichtet sein. Die oft geäußerte Befürchtung, dass ein Brustwarzen-Piercing bei einer Frau dazuführt, dass sie später kein Kind mehr stillen kann, ist laut erfahrenen Piercern unbegründet. Jedoch sollten Frauen bedenken, dass die gepiercte Brust schwillt in kurzer Zeit durch die Reizung stark an. Da die Reizquelle dauerhaft vorhanden ist, kann diese Größenveränderung auch bestehen bleiben, was die Brüste rein optisch asymmetrisch erscheinen lässt. Deshalb lassen sich viele Frauen gleich beide Brustwarzen stechen. Abheilzeit: 2-6 Monate.

Cheek

Das Piercing wird seitlich des Mundes in die Wange gestochen, oft an der Stelle wo die gepiercte Person ein Grübchen hat. Wird das Piercing nicht richtig gestochen, können wichtige Arterien und Nerven in der Wange verletzt werden. Das Piercing kann sehr stark und sehr lange anschwellen. Abheilung: mindestens 6 bis 8 Wochen.

Helix

Das Piercing wird durch den äußersten Knorpelrand des Ohrs gestochen. Dieses Piercing ist sehr weit verbreitet, wird aber oft unterschätzt: Knorpelgewebe hat keine eigene Blutversorgung und daher eine sehr verzögerte Wundheilung. Abheilzeit: 3-6 Monate.

Labret

Das Labret Piercing wird (meistens in der Mitte) unterhalb der Unterlippe gestochen. Dieses Piercing neigt zum starken Anschwellen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass es nicht an den Zähnen und am Zahnfleisch reibt. Abheilzeit: ca. 4 Wochen.

Labret vertikal

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Ein vertikales Labret Piercing fängt unterhalb der Lippe an und endet in der Mitte der Lippe (im Lippenrot). Vorteil dieses Piercings ist, dass keine Platte wie beim normalen Labret im Mundinnenbereich ist, die eventuell störend sein könnte. Abheilzeit: ca. 4 Wochen.

Lobe

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Das normale "Ohrloch" ist das am weitesten verbreitete Piercing. Fachleute raten vom "Ohrloch schießen" mit Ohrlochpistolen ab. Auch dieses Piercing sollte wie jedes andere gestochen werden. Die Abheilung ist sehr unkompliziert und geht schnell. Nachdem es verheilt ist, eignet es sich gut zum Aufdehnen, wobei das Dehnen sehr langsam und vorsichtig erfolgen sollte. Abheilzeit: 3-5 Wochen.

Madonna

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Das Madonna-Piercing ist vom Prinzip her ein Labret Piercing an der Stelle, an der einige Stars (z.B. Madonna) einen Schönheitsfleck haben. Die Platzierung erfolgt links oder rechts über der Oberlippe. Das Piercing schwillt stark an, weil diese Stelle durch die Muskelkontraktionen gereizt wird. Abheilzeit: 4 bis 8 Wochen.

Medusa

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Das Medusa-Piercing wird in der Mitte oberhalb des Mundes gestochen und ist damit eine weitere Variation des Labret-Piercings. Es ist schmerzhafter als ein Labret- oder Madonna-Piercing, da an dieser Stelle noch Nerven vom Septum (der Nasenscheidewand) auslaufen. Abheilzeit: 4 bis 6 Wochen.

Rook

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Das Rook-Piercing (am Ohr) ist praktisch das Gegenteil vom Helix-Piercing. Es wird in die obere Knorpel-Falte gestochen. Obwohl es harmlos aussieht, ist das wahrscheinlich eines der schmerzhaftesten Piercings, da es durch sehr dichte Knorpelstruktur gestochen wird. Knorpel ist sehr empfindlich. Durch das Piercen von Knorpel kann es zur Knorpelnekrose mit irreparablem Gewebsuntergang kommen (d.h. Knorpelstückchen lösen sich ab, die sich dann im angrenzenden Gewebe schließlich auflösen). Abheilzeit: 3 bis 4 Monate.

Septum

Das Septum-Piercing wird durch das Mischgewebe (Schleimhaut und Knorpel) am unteren Ende der Nasenscheidewand gestochen. Das Piercen in der Nase ist problematisch, da keine Nasenscheidewand gerade ist. Die Nase ist nach dem Stechen sehr empfindlich. Abheilzeit: 2-3 Monate.

Tragus

Das Tragus-Piercing wird durch den Knorpel gestochen, der direkt vor dem Gehörgang sitzt. Das Piercing ist wie alle durch Knorpel gestochenen Piercings sehr gefährlich und sollte nicht unterschätzt werden. So kann der Knorpel beispielsweise durch das Schießen mit einer Ohrlochpistole gespalten werden oder es kann zur Knorpelnekrose kommen. Deshalb sollte es auch nur von erfahrenen Piercern gestochen werden. Abheilzeit: 3-6 Monate.

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