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Piercing-Special

Woher kommt der Name

Der Name dieses Piercings kommt von dem Gatten der englischen Königin Viktoria (1837-1901 Königin von England), der den in diesem Fall praktischen Schmuck als erster getragen haben soll. Der Prinz Albert-Ring führt durch das Vorhautbändchen in die Harnröhre und tritt an der Harnröhrenöffnung wieder aus. Der Ring wurde eingesetzt um den Penis am Hosenknopf der damaligen Uniformen zu befestigen. Er zählt zu den klassischen und einfach durchzuführenden Intimpiercings und heilt schnell ab. Allerdings kann es in der ersten Zeit nach dem Stechen zu Nachblutungen kommen. Abheilzeit: 4-6 Wochen.

Piercing-Gefahren

Allgemeine Hinweise

Piercing-Special
Generell warnen Experten bei Piercings vor gesundheitlichen Folgeschäden wie chronischen Wundinfektionen, Allergien, Nervenverletzungen sowie Muskelschäden. Außerdem können erhebliche Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und Nachblutungen auftreten. Des Weiteren sind Gefühlsstörungen im gepiercten Körperbereich möglich.

Irritationen im Gesicht

Piercings an Nase und Ohren können beim Stechen Knorpelgewebe schädigen und zerstören, so dass es zu irreparablen Deformierungen z.B. an Nasenöffnung und Nasenflügel kommen kann. Außerdem kann durch das Piercen der Augenbraue oder der Nase der „Trigeminusnerv“, ein Gesichtsnerv, der direkt zum Gehirn führt, beschädigt werden. Piercings im Mundbereich (Zunge, Lippe, Lippenbändchen) bergen ein hohes langfristiges Gefahrenpotential für Zähne und Gebiss. So kann das Schmuckstück in der Zunge zu einer Traumatisierung der zungenwärts gelegenen Zahnhöcker führen, was wiederum Zahnfrakturen und Absterben des Zahnmarkes bedingen kann. Das Lippen- und auch das Lippenbändchenpiercing können, wenn sie ungünstig liegen, bei jeder mimischen Bewegung auf das Zahnfleisch und den darunter liegenden Alveolarknochen drücken. Da Knochen die Eigenschaft hat, durch Druck zu schwinden, kann es zu Zahnlockerungen bis hin zu Zahnverlust kommen.

Gefahren bei Intimpiercings

Besonders gefährlich sind Piercings im Intimbereich. Ein nicht vollständig abgeheiltes Intimpiercing erhöht, wie auch jede andere offene Wunde im Genitalbereich, die Gefahr einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten, z. B. Hepatitis B und C oder HIV.

Bei manchen Piercingarten kann es auch zum so genannten „Käseschneidereffekt“ kommen: das Piercing schneidet durch das Gewebe und reißt aus. Besonders bei Intimpiercings („Prinz Albert“) oder bei Augenbrauenpiercings besteht diese Gefahr.

Nervenschädigungen oder auch Infektionen treten oft erst nach Jahren in Erscheinung. Jeder 10. Piercingskunde muss wegen den Folgen seines Körperschmucks den Arzt aufsuchen.

Behandlungen beim Arzt

Auftretende Allergien kann der Arzt auf verschiedene Weise behandeln: zum Beispiel durch Antiallergika oder Eigenblutinjektionen, Antibiotika und Antiseptika. Notfalls muss der Facharzt das Piercing entfernen. Im schlimmsten Fall ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, nämlich dann, wenn die Haut mit kleinsten Eiterherden durchsetzt ist.

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