Piercings an Nase und Ohren können beim Stechen Knorpelgewebe schädigen und zerstören, so dass es zu irreparablen Deformierungen z.B. an Nasenöffnung und Nasenflügel kommen kann. Außerdem kann durch das Piercen der Augenbraue oder der Nase der „Trigeminusnerv“, ein Gesichtsnerv, der direkt zum Gehirn führt, beschädigt werden. Piercings im Mundbereich (Zunge, Lippe, Lippenbändchen) bergen ein hohes langfristiges Gefahrenpotential für Zähne und Gebiss. So kann das Schmuckstück in der Zunge zu einer Traumatisierung der zungenwärts gelegenen Zahnhöcker führen, was wiederum Zahnfrakturen und Absterben des Zahnmarkes bedingen kann. Das Lippen- und auch das Lippenbändchenpiercing können, wenn sie ungünstig liegen, bei jeder mimischen Bewegung auf das Zahnfleisch und den darunter liegenden Alveolarknochen drücken. Da Knochen die Eigenschaft hat, durch Druck zu schwinden, kann es zu Zahnlockerungen bis hin zu Zahnverlust kommen.