Sollen Bitterstoffe ihre gewünschte Wirkung erzielen, gibt es ein paar Regeln zu beachten: Zum einen spielen Art, Zeitpunkt der Einnahme und die Dosis eine Rolle. Nach der Devise weniger ist mehr, begünstigen kleine Gaben von Bitterstoffen die Verdauung, größere dagegen können das Gegenteil bewirken. Um die verdauungsfördernde Wirkung zu nutzen ist es zudem ratsam, die Bitterstoffe vor oder mit einer Mahlzeit zu sich zu nehmen. Auch in ihrer Anwendung sind die bitteren Geschmackskomponenten eigenwillig. Verantwortlich für die Reaktionen in unserem Organismus sind hier nämlich die Geschmacksrezeptoren auf unserer Zunge. Gerade bei bitter schmeckenden Speisen wird der Geschmack erst nach wiederholtem Verzehr toleriert und als angenehm empfunden. Und genau das ist wichtig, denn erst wenn die bittere Geschmacksempfindung Genuss hervorruft, lösen die Bitterstoffe auch die gewollte Kettenreaktion in unserem Körper aus. Empfinden wir die Geschmacksempfindung jedoch als unangenehm oder ekelig, unterbleibt die Produktion von Appetit- und Verdauungssäften sowie die Magen- und Darm anregende Wirkung.