„Sie hatten mich halbtot geschlagen“, erklärt Rebecca Lolosoli, die Gründerin des ersten Frauendorfes in Afrika. “Um mich zur Vernunft zu bringen und mir mehr Respekt vor den Männern und unseren Traditionen einzubläuen.“ Ein Schlägertrupp ihres Schwiegervaters versucht der selbstbewussten Kenianerin Angst einzujagen, doch sie hält fest an ihrem Frauennetzwerk und ihrem Glauben an die Gleichstellung von Mann und Frau in der traditionellen Samburu-Gesellschaft. Als ihre blauen Flecken verblasst und die Wunden verheilt sind, rappelt sie sich wieder auf. Sie schließt sich mit anderen Frauen zusammen, die ein ähnliches Schicksal teilen: geschlagen oder vergewaltigt, auf der Flucht vor Genitalverstümmelung oder Zwangsehen.