Katherine Heigl und James Marsden
WW: Da „27 Dresses“ sich ja permanent um Hochzeiten dreht, würde ich gerne wissen, was Deine Vorstellung von einer perfekten Hochzeit ist!
James: Ich bin ein bisschen voreingenommen, denn meine eigene Hochzeit war fantastisch. Nur die engste Familie und die engsten Freunde waren da, aber trotzdem war es eine große Feier. Es war sehr vertraut, obwohl doch ungefähr 65 Gäste dabei waren. Trotzdem war es nicht übertrieben. Meine Frau ist aus National Tennessee und wir haben in dieser schönen kleinen Union Station in der Stadtmitte geheiratet. Ich finde man sollte sich bei der Planung einer Hochzeit nicht zu sehr in die Idee hineinsteigern eine wirklich perfekte Hochzeit haben zu müssen. Viele machen sich wahnsinnig Sorgen über kleine Details, wie den verrückten Onkel, der auf keinen Fall neben der falschen Person sitzen darf oder, dass sich jemand schlecht benehmen könnte. Meine Frau und ich haben gefeiert und getanzt und hatten einfach eine tolle Zeit! Ihr Kleid war unten sogar voller Fußabdrücke. Viele Bräute wären deswegen wahrscheinlich völlig fertig gewesen. Aber meine Frau war begeistert! Es war wie ein Beweis dafür, dass alle unheimlich viel Spaß hatten. Eine Hochzeit muss einfach nur eine Party sein!
WW: Welche Szene in „27 Dresses“ war für Dich besonders schwierig zu spielen?
James: In einer Szene entschuldige ich mich bei Jane, die gerade sehr sauer auf mich ist. Ich gestehe ihr, dass ich denke, dass sie es verdient hat, geliebt zu werden und endlich einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen sollte. Es war schwierig diese liebevolle Szene zu spielen, weil es gerade der Figur Kevin nicht leicht fiel derartige Geständnisse zu machen. Bisher war er ja immer in der Lage Witze zu reißen und seine Gefühle hinter Humor und Sarkasmus zu verstecken. Als er schließlich beginnt mehr für Jane zu empfinden, fällt es ihm schwer die richtigen Worte zu finden. Deshalb war die Szene sehr knifflig für mich.
WW: Spielst Du eigentlich lieber ernsthafte oder eher lustige Rollen, wie jetzt in „27 Dresses“?
James: Mir macht beides Spaß! Beides ist eine Herausforderung. In einer Komödie gut zu sein ist sehr herausfordernd, genauso wie ernsthafte dramatische Rollen. Nachdem ich einige Komödien gedreht habe, bekomme ich immer Apetit darauf etwas Düsteres, Ernsthaftes oder Dramatisches zu machen. Jetzt habe ich zum Beispiel gerade „The Box“ mit Cameron Diaz abgedreht, ein sehr düsterer, psychologischer Thriller. Nun, nachdem dieser Film fertig ist, freue ich mich darauf weitere Komödien zu drehen (lacht). Das ist wie Essen für mich. Wenn ich drei Tage am Stück Sushi hatte, bin ich bereit für französisches Essen (lacht). Aber, ob Komödie, Drama oder Actionfilme – mir machen alle Genres Spaß!
WW: Also ist jetzt nach „The Box“ wieder eine Komödie in Planung?
James: Ja, ich spiele jetzt gerade eine kleinere Rolle in einem Film, der „Sexdrive“ heißt.