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Gerard Butler im Interview

Über Rache, Midlife-Crisis und Traumfrauen

"Es wäre nett eine Beziehung zu haben"

Gerard Butler in Gesetz der Rache - Das Interview
© Constantin Film
Wie reagieren denn die Leute in Ihrer Heimat Schottland auf Sie und Ihren Erfolg? Begrüßen Sie Sie total überschwänglich, wenn Sie sie besuchen?

(lacht) Der Ort, an dem ich auf der ganzen Welt wohl am wenigsten Aufmerksamkeit bekomme ist in Schottland. Ich bin in Glasgow aufgewachsen und habe mitten in der Stadt studiert. Aber wenn ich jetzt nach Hause komme, versuche ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen, die mittlerweile in den Highlands wohnt. Wenn ich also in Glasgow ankomme, nehme ich mir gleich einen Wagen und fahre direkt in die Highlands. Deshalb ist es schwer zu sagen, wie die Leute auf mich reagieren, weil ich dort gar nicht so vielen Menschen begegne. Aber ich sage Dir, jeder Teil von mir, alles von mir, das in meine Filme fließt, ist absolut schottisch.

Sie haben aber einiges von Ihrem schottischen Akzent verloren...Werden Sie deshalb zu Hause geärgert?

Ja. Es gibt niemanden, der besser oder schlimmer als die Schotten sein kann. Einen Landsmann zu sehen, der irgendwie von einer anderen Kultur beeinflusst wurde, hat es sich gleich ziemlich verscherzt. Besonders, wenn man mit einem amerikanischen Akzent spricht. Als ich vor anderthalb Jahren in einem Interview aus Versehen „soccer“ statt „football“ sagte, konnte ich für den Rest des Interviews kaum atmen und mein Gesicht war so rot, und sogar jetzt werde ich wieder rot. Ich kriege Panikattacken, wenn ich daran zurückdenke.

Sie sind vor kurzem vierzig geworden. Gibt es eine Midlife-Crisis, oder sind Sie mit Ihrem Leben völlig zufrieden, wie es ist?

Nein (lacht), aber das wird wahrscheinlich auch niemals der Fall sein. Ich glaube nicht, dass ich noch so viel in Frage stelle oder Dinge bereue, wie ich es mit dreißig tat. Heutzutage zweifle ich immer noch in meinem Leben an, aber eigentlich fühle ich mich in vielerlei Hinsicht wohler als je zuvor. Ich weiß mehr über mich, ich weiß in was ich meine Energie investieren sollte und in was nicht. Ich weiß, was mich immer noch reizt oder was mich reizen kann. Dann gibt es Dinge über die ich verschiedene Meinungen habe. Manchmal denke ich, Gott, ich wünschte, ich wäre verheiratet und hätte Kinder. Andererseits, denke ich wieder, man, bin ich froh, dass ich noch nicht verheiratet bin und Kinder habe (lacht) – das kann ich später noch haben.

Könnten Sie sich denn vorstellen verheiratet zu sein und Kinder zu haben?

Ja, aber das wäre ein Alptraum (lacht). Nein, das kann ich mir absolut vorstellen. Im Moment fühle ich mich gut, wo ich bin, aber es wäre nett eine Beziehung zu haben, es muss ja nicht unbedingt gleich Hochzeit sein. Und ich will auf jeden Fall eines Tages Kinder haben.
Kommentar
 
dani72mausi schreibt:
11.02.2011 15:19

... Respekt... Klasse Interview... ohne Worte, dass dieser Mann noch zu haben ist ;-)))

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