Danach ging es stetig aufwärts, bis er schließlich am 7. November 2003 sein Solodebüt in der ausverkauften Carnegie Hall in Manhattan in New York City spielte. Ein gefeierter Auftritt, der für viel Aufsehen sorgte. Mit welch einem Star man es seitdem zu tun hat, zeigt ein Blick auf drei seiner zahlreichen Engagements. So spielte Lang Lang nicht nur bei der der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking, sondern auch bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo am 10. Dezember 2009, der an niemand Geringeren als US-Präsident Barack Obama ging. Auf seinen Konzerten liefert das chinesische Ausnahmetalent ein Feuerwerk für die Ohren ab. Lang Lang reißt sein Publikum aber auch mit seiner auffälligen Mimik und Gestik mit. So wird das musikalische Geschehen noch lebendiger.
Dem Mann, der ihm die Liebe zum Klavier geschenkt hat und damit überhaupt erst seine beeindruckende Karriere ermöglichte, widmet Lang Lang nun zum 200. Geburtstag die CD „Liszt– My Piano Hero“. Held ist dabei übrigens ganz wörtlich zu verstehen: „Als ich Elvis Presley im Fernsehen sah, musste ich an Franz Liszt denken. Liszt war ein Rockstar − er war wild, und die Frauen schwärmten für ihn. In meiner Phantasie fuhr er rasant Motorrad und flog Düsenflugzeuge, die schneller als das Licht waren.“