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Rosenstolz im Interview

Das Gute am Schmerz...

Rosenstolz im Interview
Album Cover
Ihr steuert den Song „Gib mir Sonne“ zur Telenovela „Anna und die Liebe“ bei. Wie kam es dazu?

Das war ein Zufall. Die Produktionsfirma von Sat1 hat uns gefragt, ob wir einen Titelsong schreiben würden. Wir haben das eigentlich abgelehnt, weil wir sowas nicht können und auch nicht möchten. Die Single „Gib mir Sonne“ war allerdings schon fertig und wir haben ihnen dann diesen Song angeboten. Überraschenderweise konnten sie dann auch was damit anfangen.

Das Video zur Single ist stark an den Film „Little Miss Sunshine“ angelehnt. War das Eure Idee?

Ja, die Idee stammt von uns, weil wir den Film so schön finden und die Story so toll in die Stimmung passt. Man kann so schöne starke Bilder damit erzeugen.

Peter und Du seid beide jeweils glücklich liiert und im Job läuft auch alles bestens. Bei Euch scheint alles momentan perfekt zu sein. Woher nehmt Ihr die Inspiration für Eure traurigen Songs? Viele Künstler sagen ja, dass das Schreiben besser funktioniert, wenn man richtig leidet...

Naja, in jeder funktionierenden Beziehung gibt es ja auch ab und zu mal Probleme. Dann kann man sich erinnern, dann kann man sich umgucken im Freundes- und Familienkreis. Es sind einem ja im Laufe der Jahre auch viele Dinge passiert, die man verarbeiten kann, ganz klar. Und beruflicher Erfolg macht jetzt auch nicht zwangsläufig glücklich.

Eure Songs handeln viel von Schmerz und Liebeskummer. Trotzdem schwingt immer noch Hoffnung und Kraft mit. Schmerz kann also auch was Gutes sein?

Auf jeden Fall! Man wächst natürlich und manchmal kann es ja auch sein, dass alles nur so mittelmäßig lief und man weder große Glücks- noch große Unglücksmomente hatte. Dann verliert man sich manchmal auch ein ganz klein bisschen. Man glaubt dann vielleicht selber, dass man nichts mehr fühlen kann. Wenn dann ein großer Schmerz passiert, dann tut das weh und man merkt, dass man doch noch fühlen kann. Und wenn man das kann, dann kann man auch wieder glückliche Momente erleben.

Kennst Du das Problem „Schreibblockade“?

Ja, das passiert schon, aber meistens nicht für lange. Ich kann beispielsweise nicht gut schreiben, wenn ich gerade sehr traurig bin. Das funktioniert erst, wenn man wieder so ein bisschen raus ist und dann erst reflektieren kann.
Kommentar
 
unbekannter Gast
29.07.2011 16:30

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