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White Lies

Interview mit Englands neuer Rockhoffnung

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„Ich denke nicht, dass der Tod für uns eine wichtigere Rolle spielt als für jeden anderen“, sagt Harry McVeigh im Interview, „wir haben uns lediglich dazu entschlossen, Songs darüber zu schreiben“. Der Londoner ist Sänger der Band „White Lies“, die es im vergangenen Jahr mit Songs übers Sterben, blutverschmierte Hände und morbide Phantasien auf Platz 1 der britischen Album-Charts schaffte. Als Zucker-Pop kann man ihre Musik wirklich nicht bezeichnen. Das hat auch ihr PR-Management erkannt und kündigt die Jungs in einer Presseaussendung als „die aufgebrachte, gleißende, mürrische, knallharte und eiskalte Zukunft des Rock“ an.

White Lies
Harry McVeigh, Charles Cave, Jack Brown mit Redakteurin U. Hanel
Nun sitze ich in der Londoner O2-Arena, wo die Band am Abend als Vorgruppe von "Snow Patrol" auftreten wird, und vor mir sitzen zwei Zwanzigjährige, die mich mit großen Augen mustern. Die Schulfreunde Harry McVeigh und Jack Brown aus dem Stadtteil Ealing gründeten 2004 gemeinsam mit Charles Cave eine Band namens „Fear of Flying“, aus der 2007 die alternative Indie-Gruppe „White Lies“ wurde. Ihr Debütalbum „To Lose my Life“ schaffte es in England direkt auf Platz 1. Der Namenswechsel sei nötig gewesen, sagt McVeigh, um sich vom Bisherigen abzugrenzen: „Wir haben eine dramatische Veränderung durchgemacht – als Gruppe, als Personen und als Musiker.“ Der Kiddy-Punk-Rock ist begraben, das neue Image ist düsterer und tiefgründiger, die Outfits einheitlich schwarz. Titel der ersten Single ist „Death“. Es geht um Tränen und Ängste und – natürlich – um den Tod. Welchen besonderen Bezug haben die Jungs zu diesem Thema? Keinen, sagt McVeigh - aber die Liebe und der Tod seien nun mal sehr starke Aspekte des menschlichen Lebens und mit dem Tod meine er nicht nur das Sterben, sondern auch Verluste, ganz allgemein. Klingt reif und überlegt und diesen Eindruck macht auch das Debütalbum. Nicht nur der Sound, auch die Stimme von Harry McVeigh klingt nicht wie die eines Zwanzigjährigen. Erst recht nicht wie die eines Zwanzigjährigen, der noch bei seinen Eltern wohnt. Das tut er, wie alle seine Band-Kollegen. „Es würde sich für uns nicht lohnen, von zu Hause auszuziehen, wir sind ja kaum noch da“, sagt Brown, lacht etwas unsicher, aber durchaus sympathisch. Und fast könnte man vergessen, dass es die aufgebrachte, gleißende, mürrische, knallharte und eiskalte Zukunft des Rock ist, die einem da zum Abschied die Hand schüttelt.

Wann sie das letzte Mal geweint haben, ob es wirklich cool ist, depressiv zu sein und ob mit einem Nummer-1-Album auch der Erfolg bei Frauen steigt, verraten Sänger Harry McVeigh und Drummer Jack Brown im Videointerview.

Text und Interview: Ute Michaela Hanel



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