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Conchita Wurst triumphiert beim Eurovision Song Contest

Travestie-Star verzaubert Kopenhagen

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Am Samstag ist Conchita Wurst, der Grande Dame mit Bart, die Sensation gelungen: Nach 48 Jahren ist der Sieg des Eurovision Song Contest endlich wieder nach Österreich gegangen. Zuletzt war das Udo Jürgens.

Jubel für Österreich, Buh-Rufe für Russland

Conchita Wurst gewinnt den ESC
© Getty Images
Der österreichische Paradiesvogel Conchita Wurst hat in Kopenhagen alle Zweifler und Spötter eines Besseren belehrt und den Sieg beim Eurovision Song Contest eingestrichen. Mit ihrer Bond-esken Ballade „Rise Like A Phoenix“, die sie in atemberaubender Robe und mit Videoinstallation grandios performte, setzte sich die als Tom Neuwirth geborene Dragqueen gegen 26 Mitbewerber, darunter die ebenfalls sehr starken Niederlande und Schweden, durch.

Nach der im Vorfeld kontrovers diskutierten Nominierung der Dragqueen mit Vollbart freut es ihre Fans und Befürworter vor allem, dass die Zustimmung aus ganz Europa kam. Selbst aus eher als konservativ geltenden Ländern wie Israel, Aserbaidschan, Litauen bekam Conchita zum Teil die Höchstpunktzahl von 12 Punkten, sodass am Ende 290 Punkte für den klaren Sieg zusammenkamen.

Russland vergab übrigens 5 Punkte. Die Weltmacht musste sich den Unmut des Publikums gefallen lassen: Das übliche Punktegeschachere der ehemaligen Ostblockstaaten und die großzügige Punktevergabe an Russland wurden mit anhaltenden Buhrufen quittiert. Die Spaßveranstaltung ESC zeigte sich also mal politisch. Das ist wohl genauso eine Premiere, wie der Triumph einer bärtigen Dame. Ein bisschen unfair war das natürlich für die 16-jährigen Tolmachevy Sisters, die für Russland angetreten waren und mit Putins Politik sicher nichts am Hut hatten. Und das Punktegeschiebe macht ja auch nicht vor anderen Ländern halt. Gerade die skandinavischen Länder sind da keine Unschuldslämmer.

"Frieden, Liebe, Toleranz und Akzeptanz"

Udo Jürgens, der den Grand Prix 1966 mit seinem Liebeslied "Merci, Chérie" gewann, sieht den Sieg von Conchita Wurst  als „wichtiges Signal an die Welt". Er zeige, dass Europa ein toleranter Kontinent sei, in dem auch andere Lebensformen und Ideen ihre Chance hätten, so der Entertainer. Daran hatte man nach den Anfeindungen im Vorfeld so seine Zweifel. In Weißrussland wollte man mit einer Petition den "beleidigenden" Auftritt der Österreicherin gleich ganz verhindern und der St. Petersburger Lokalpolitiker Vitali Milonow beschimpfte den ESC sogar als "europaweite Schwulen-Parade" und nannte die Teilnahme der Dragqueen eine "unverhohlene Propaganda von Homosexualität und spirituellem Verfall".

Gerade wegen solchen Aussagen ist die Botschaft des Sieges von Conchita Wurst so wichtig, denn wie sie selbst nach ihrem Triumph zusammenfasst zeige er, dass es "da draußen" Leute gebe, die an eine von "Frieden, Liebe, Toleranz und Akzeptanz" geprägte Zukunft glaubten.

Ach, unsere deutschen Teilnehmer Elaiza haben es übrigens auf den 18. Platz geschafft. Dieser abgeschlagene Rang entspricht sicher nicht der guten Leistung des Trios, aber die Konkurrenz war groß und da wir gleich nach Österreich dran waren, konnten wir nur blässlich wirken. Schade eigentlich ...

Das waren die anderen Teilnehmer des Eurovision Song Contests

 

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  • Deutschland – Elaiza

    Deutschland – Elaiza

    © Getty Images

    Wir haben uns mit Elaiza und "Is it Right" beworben, leider sind wir mit unserem Startplatz zwischen Österreich und Schweden zwischen zwei Favoritinnen untergegangen. Schade eigentlich, der Song war gut und die Performance auch.
  • Niederlande – The Common Linnets

    Niederlande – The Common Linnets

    © Getty Images

    Die wunderschöne Country-Ballade "Calm After the Storm" war ein entspanntes und schlichtes Highlight.
  • Schweden – Sanna Nielsen

    Schweden – Sanna Nielsen

    © Getty Images

    Mit der astreinen ESC-Ballade "Undo" hat sich Schwedens Sanna Nielsen bis auf Platz 3 geschmettert. Ein bisschen was von Helene Fischer hatte sie ja ...
  • Armenien – Aram Mp3

    Armenien – Aram Mp3

    © Getty Images

    Aram Mp3 hat nur mit dem Singen angefangen, weil er als Kind so viel hustete und der Arzt ihm dazu riet. Diesem Rat verdanken wir den coolen Song "Not alone", eine bombastische Hymne mit Dubstep-Elementen.
  • Russland – Die Tolmachevy-Sisters

    Russland – Die Tolmachevy-Sisters

    © Getty Images

    Wegen der Anti-Russland-Stimmung hatten es die Tolmachevy-Sisters nicht leicht. Ihr Song "Shine" war solide, mit skurilen Haarflechteinlagen versehen und trotzdem gab's Buh-Rufe.
  • Norwegen – Carl Espen

    Norwegen – Carl Espen

    © Getty Images

    Norwegen schickt einen rockigen Bären mit der berührenden Ballade "Silent Storm" ins Rennen, ein Song mit autobiographischem Inhalt.
  • Dänemark – Basim

    Dänemark – Basim

    © Getty Images

    Einen Heimvorteil hatte natürlich der Dänische Kandidat Basim. Sein Song "Cliché Love Song" war eingängig, erinnerte aber stark an "You to me are everything" von The Real Thing. Ob das Absicht war?
  • Spanien – Ruth Lorenzo

    Spanien – Ruth Lorenzo

    © Getty Images

    Ruth Lorenzo schmetterte "Dancing in the rain" und prompt schien das Hallendach ein Loch zu haben. Hach, wer soll das nur immer alles reparieren und aufwischen ...
  • Finnland – Softengine

    Finnland – Softengine

    © Getty Images

    Ein bisschen Schülerband-Feeling kam bei den Jungs von Softengine auf. Der Song "Something Better" hat aber Hit-Potential. Da lag ein wenig Coldplay in der Luft.
  • Rumänien – Paula Seling & Ovi

    Rumänien – Paula Seling & Ovi

    © Getty Images

    Passend zum Titel "Miracle" präsentierten Paula Seling & Ovi ihren Song mit einem kreisrunden Klavier. Wild ...
  • Schweiz – Sebalter

    Schweiz – Sebalter

    © Getty Images

    Der hübsche Tessiner Sebalter bescherte der Schweiz mit seinem mitreißenden Song "Hunter of the Stars" einen tollen 13. Platz.
  • Polen – Donatan & Cleo

    Polen – Donatan & Cleo

    © Getty Images

    Für wallendes Blut und pochende Herzen sorgte das polnische Duo Donatan & Cleo mit dem Song "My Słowianie (We Are Slavic)". Daran waren sicherlich die zwei nicht gerade unattraktiven "Landfrauen" schuld, die auf der Bühne häuslich wurden. Man wird auf der ESC-Bühne ja wohl noch Waschen und Butter machen können ...
  • Island – Pollapönk

    Island – Pollapönk

    © Getty Images

    Island hat den ESC  zu Beginn gleich mal mit den bunt-punkigen Pollapönk und ihrem Song "No Prejudice" aufgemischt.
  • Griechenland – Freaky Fortune feat. Risky Kidd

    Griechenland – Freaky Fortune feat. Risky Kidd

    © Getty Images

    Einen der modernsten Songs haben Freaky Fortune und der englische Rapper Risky Kidd abgeliefert. "Rise Up" reißt mit und wird mit einer Trampolin-Einlage auch noch richtig sportlich.
  • Malta – Firelight

    Malta – Firelight

    © Getty Images

    Firelight mit "Coming Home" waren ein musikalisches Highlight auf Mumford & Sons Niveau, das unserer Meinung nach viel zu schlecht abgeschnitten hat.
  • San Marino – Valentina Monetta

    San Marino – Valentina Monetta

    © Getty Images

    Eurovision-Urgestein Ralph Siegel konnte der Veranstaltung natürlich auch mal wieder nicht fernbleiben und ging mit Valentina Monetta und dem Song "Maybe" an den Start. Die Sängerin erinnert stark an Nicole, aber das wars dann auch schon mit der Ähnlichkeit zum "Ein bisschen Frieden"-Erfolg.
 
 
 

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