Kann wirklich jede laufen? Oder gibt es Personengruppen, denen Sie abraten?
Generell kann jeder gesunde Mensch joggen. Und auch mancher kranke, denn wir wissen heute, dass Bewegung bei vielen der so unglaublich zahlreich verbreiteten Zivilisationskrankheiten das beste Gegenmittel darstellt. Aber die Frage, ob man gesund genug ist und oder nicht, muss natürlich individuell gestellt werden – gegebenenfalls in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Ein Beispiel, wie hilfreich Laufen sein kann: In Deutschland leiden unglaubliche 55 Prozent der Menschen zwischen 35 und 64 Jahren an Bluthochdruck. In den Anfangsstadien dieser Krankheit ist regelmäßige, sanfte Bewegung die beste Therapie – und könnte helfen, etwa 40 Prozent der Herzinfarkte und Schlaganfälle in Deutschland zu vermeiden, was etwa 200.000 Fälle pro Jahr wären!
Dürfen auch Schwangere joggen?
Für schwangere Frauen, die ohnehin regelmäßig joggen, gibt es zunächst keinen Grund, mit dem Laufen aufzuhören. Eine Schwangerschaft ist ja keine Krankheit. Selbstverständlich sollten Umfang und Tempo nach und nach zurück geschraubt und der Frauenarzt regelmäßig konsultiert werden, um Risiken auszuschließen. In den letzten zwei bis drei Schwangerschaftsmonaten sollte das Joggen in den meisten Fällen jedoch durch Walking oder Spazierengehen ersetzt werden. Aber einen prinzipiellen Ausschluss von Joggen in der Schwangerschaft gibt es nicht.
Viele haben weder weichen Waldboden noch einen schönen Park vor der Tür. Was ist zu beachten, wenn man auf Asphalt joggt?
Eigentlich gar nichts – außer dem persönlichen Wohlbefinden. Viele Menschen laufen sogar lieber auf glatten Asphaltwegen als im Wald. Man braucht nicht auf Unebenheiten oder Wurzeln zu achten, die Strecke ist abends vielleicht beleuchtet, man trifft Passanten oder andere Läufer usw.. Eine Gefahr für den Bewegungsapparat geht vom Laufen auf härteren Böden nicht aus.