Was hält Sie denn eigentlich davon ab, wieder mehr Sport zu treiben? Stress? Faulheit? Eher nicht. Es sind nur Ihre Gewohnheiten. Es kennt doch jeder von Ihnen diese innere Stimme, diesen inneren Widerstand, wenn es um Bewegung und Anstrengung geht. Das spüren Sie immer dann, wenn Sie etwas Neues lernen wollen oder Sie sich anstrengen müssen. „Lass das besser sein, kannst Dich nur wieder verletzen!“ Oder „Bewegen kannst Du dich doch später!“ sagen Sie vielleicht. Und wenn Sie vor spannenden Herausforderungen stehen, haben Sie vielleicht ein: „Das schaffst du sowieso nicht!“ im Kopf.
Diese Gedanken sind nicht hilfreich, da sie Sie vom aktiven Handeln abhalten. Ihre Ausreden halten Sie davon ab, Sport zu treiben. Und obwohl Ihnen auf der Treppe mal wieder die Puste ausgeht, der Hosenknopf als Geschoß durch die Küche in den Suppentopf fliegt, finden Sie gute Gründe dafür: „Du wirst eben älter!“, „Du hast keinen Bauch, das sind Liebeshanteln!“Dabei folgen Sie einem ganz einfachen Prinzip: Sie wollen schlechte Gefühle möglichst vermeiden und schöne erleben.
Also weg vom Schmerz, hin zur Lust. Das Problem dabei ist nur, wie Sie gute und schlechte Gefühle definieren: Was halten Sie für Lust, was für Schmerz? Doofe Frage werden Sie jetzt denken: „Klaro! Schmerz ist alles, was unangenehm ist: sich anstrengen, außer Puste kommen, schwitzen, auf etwas verzichten müssen und so weiter. Und Lust ist alles, was schön ist: Faulheit, Ruhe, Genuss, Entspannung …“ Das Problem an dieser Sichtweise ist uns klar: Die Perspektive ist nur kurzfristig ausgerichtet! Was langfristig wird, blenden Sie aus. Sie könnten zufriedener, stärker, ausgeglichener, glücklicher und stolzer sein, statt faul, inkonsequent und schlapp.