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Kampf der Orangenhaut

Die Gene und die Wundermittel

Eine Bindegewebsschwäche kann man erben. Lässt sich dann überhaupt etwas gegen dadurch auftretende Cellulite tun?

Cellulite ist zwar ein Problem, das 80-90 % der Frauen betrifft, aber trotzdem kein unabwendbares Schicksal ist. Jedoch bedarf es Zeit und Konsequenz, eine Verbesserung des Hautbildes zu erreichen. Am Besten ist natürlich, die Tipps schon vorbeugend zu beachten.
Ganz besonders wird Cellulite durch Bewegungsmangel begünstigt. Deshalb gilt: bewegen, bewegen, bewegen. Zum einen wird beim Ausdauersport, wie längeres Rad fahren, Joggen oder Skilanglauf, viel Fett verbrannt. Die Fettreserven in den Fettzellen können sich langsam leeren und werden kleiner. Natürlich nur, wenn man sich auch kalorienbewusst ernährt. Wichtig ist beim Ausdauersport, dass man nicht an die äußerste Leistungsgrenze geht, da dann der Körper die Energie aus den Kohlehydrate-Reserven holt. Ein mittlerer Pulswert von 120 und 140 gilt als empfehlenswert.
Sehr wirkungsvoll sind Kräftigungsübungen, die genau die Muskeln in den Problemzonen stärken und aktivieren, denn Cellulite entsteht bevorzugt da, wo Muskeln unterentwickelt sind. Außerdem verbrennen stärkere Muskeln auch im Ruhezustand mehr Fett, denn die Muskeln kann man sich wie kleine Verbrennungsöfchen vorstellen, in denen laufend Fett verbrannt wird.
Regelmäßiges und konsequentes Üben hat immer eine bessere Fettverbrennung, Fettreduzierung zur Folge und gleichzeitig eine Straffung des Bindegewebes und der Haut.


Die Werbung verspricht uns viel - was aber helfen Öle, Cremes und Lotionen wirklich?

Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut (tote Hornzellen, undurchlässige Schicht), der Lederhaut (lebendige Hautschicht) und der Unterhaut (Fettgewebe). Im Idealfall ist die Oberhaut glatt, die Lederhaut straff und die Fettzellen nicht überfüllt.
Die Cremes sollen die Oberhaut und Lederhaut so straffen, dass die vergrößerten Fettzellen in der Oberhaut nicht sichtbar werden. Das Problem ist, dass die Wirkstoffe der Cremes kaum eine Chance haben bis in die tiefen Hautschichten einzudringen und einzuwirken. In der Zeitschrift „Focus“ war deshalb zu lesen: „Hersteller von Anti-Celulite-Cremes und Gels setzen häufig auf Inhaltsstoffe wie Koffein, Ginkgo, Efeu, Algen und Vitamine. Sie Substanzen sollen die Durchblutung ankurbeln, den Fettabbau stimulieren und das Wasser aus dem Gewebe transportieren. Dermatologen bezweifeln, dass die Inhaltsstoffe überhaupt bis zu den vergrößerten Fettkammern und dem Bindegewebe gelangen.“ Auch die Stiftung Warentest beurteilte Cellulite-Cremes und Gels als wirkungslos.

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