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Mangelnde Hilfe für epilepsiekranke Kinder

Schutzlos im Alltag

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Studien der Perfect-Initative zeigen, dass Kinder mit Epilepsie in Deutschland nicht ausreichend geholfen wird. Dies bezieht sich vor allem auf den Alltag der kleinen Patienten, deren Umfeld sich oft nicht zu helfen weiß, wenn es zu einem Anfall kommt. Um diese Situation zu verbessern, hat das Pharmaunternehmen ViroPharma Incorporated eine Initative gegründet.

Leitlinien sind unabdingbar

Epilepsie
© Monkey/ shutterstock.com
Auf Grund des nicht zufriedenstellenden Ergebnisses empfiehlt die Perfect-Initative umfassende, soziale und medizinische Leitlinien für das Umfeld von Epilepsiekranken. Denn egal ob in der Schule oder im Familienleben viele wissen nicht, wie sie reagieren sollen, wenn es zu einem Anfall kommt.

Die wichtigsten Empfehlungen lauten:

1. Herstellung klarer Zuständigkeiten zwischen dem behandelnden Arzt, den Familien und dem Umfeld, in dem sich das Kind täglich bewegt (z. B. Schule), damit die Informationen über Epilepsie und Schulungen für den Umgang mit einem Krampfanfall unter den Personen, die für das Kind Verantwortung tragen, besser verbreitet werden können.

2. Neue und überarbeitete umfassende Leitlinien für die Behandlung von Kindern mit länger anhaltenden akuten Krampfanfällen nach dem von ihrem Arzt für sie festgelegten Behandlungsplan, unabhängig davon, wo der Krampfanfall auftritt.

3. Festlegung individuell angepasster Behandlungspläne für jedes Kind zwischen dem behandelnden Arzt und der Familie/den Betreuern, um auch außerhalb des Krankenhauses optimale Behandlungsstandards für das Kind zu gewährleisten.

Krampfanfälle im Überblick

Krampfanfälle sind das Resultat einer plötzlichen und abnormen elektrischen Gehirnaktivität. Bei pädiatrischen Patienten kommen für Krampfanfälle verschiedene Ursachen in Frage. Viele sind Epilepsie-bedingt, andere Auslöser sind z. B. bestimmte Arzneimittel, Schädel-Hirn-Traumata, bestimmte Krankheiten und hohes Fieber, so genannte „Fieberkrämpfe“.

Fieberkrämpfe sind die häufigste Art von Krampfanfällen bei Kindern. Ungefähr 1 von 25 Kindern macht mindestens einmal einen Fieberkrampf durch und mehr als ein Drittel dieser Kinder erleidet weitere Fieberkrämpfe, ehe es dem kritischen Alter entwächst.

Epilepsie gilt aber als schlimmste Krampfart und zieht häufig körperliche Folgen nach sich. Dazu gehören z. B. die Zerstörung von Nerven und Muskelgewebe sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion, und wirkt sich in vielerlei Weise negativ auf die kognitiven Fähigkeiten, das Verhalten und die neurologischen Funktionen aus. Die Dauer der Krampfanfälle reicht von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten und in manchen Fällen auch noch länger. Werden die Krampfanfälle nicht behandelt, können sie in einen Status Epilepticus münden und eine intensivmedizinische Behandlung des Patienten im Krankenhaus erforderlich machen.

Schnell und richtig reagieren

Epilepsie
© Hannes/ shutterstock.com
Bei einem epileptischen Anfall sollte man schnell und gekonnt reagieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Behandlung sofort durchgeführt werden sollte, wenn ein Krampfanfall länger als fünf Minuten andauert.

In der Schule ist diese aber leider oft nicht ausreichend, denn die Mehrheit der Lehrer ruft lieber einen Krankenwagen als zu Notfallmedikamenten zu greifen. Dadurch wird dem Kind aber noch später geholfen und je länger es dauert, desto mehr steigt das Gesundheitsrisiko. Zu solchen Fällen kommt es mitlerweile immer mehr, denn die Zahl der Epileptiker steigt und steigt. In Deutschland sind heute bis zu 130.000 Kinder und Jugendliche betroffen.

Wenn Sie mitbekommen, dass jemand einen Anfall hat sollten Sie den Betroffenen frei auf dem Boden lagern und einengende Kleidungsstücke öffnen.

 
 

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