Anaphylaxie-Patienten gehören unbedingt in die Hände eines Arztes! Häufig vergeht jedoch bis zum Eintreffen eines Notarztes zu viel Zeit. Die Betroffenen haben jedoch - mit den richtigen Medikamenten ausgestattet - die Möglichkeit, im Falle einer allergischen Schockreaktion selbst aktiv zu werden. Ein entsprechendes Notfallset besteht aus einem Adrenalin-Autoinjektor, einem Antihistaminikum und Kortison. Es wird von einem Allergologen verschrieben und gibt die Sicherheit, für den Notfall gewappnet zu sein. Bereits bei ersten Anzeichen einer anaphylaktischen Reaktion wie Enge im Hals und Rachen, Juckreiz an Lippen und Gaumen, Hitzegefühl und Rötung im Gesicht sollte der Adrenalin-Autoinjektor angewendet werden. Dazu wird einfach die Schutzkappe abgezogen und der Injektor für 10 Sekunden an die Außenseite des Oberschenkels gedrückt. Durch das so injizierte Adrenalin wird der Kreislauf stabilisiert und es kann eine starke allergische Reaktion mit schweren Folgeschäden verhindert werden. Ein Antihistaminikum bekämpft die allergische Grundreaktion. Das Kortison wirkt Reaktionen entgegen, die möglicherweise erst später auftreten. Ist die Anaphylaxie mit den Medikamenten aus dem Notfallset behandelt worden, sollte sofort medizinische Hilfe angefordert werden.