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Lärm als Stressfaktor

Doppelte Gefahr für Herz und Kreislauf

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Laubbläser, Verkehrslärm, Hundegebell – wir bekommen täglich ganz schön was auf die Ohren. Doch Lärm ist weit mehr als nur eine reine Belästigung! Wie Lärm uns schadet und was wir dagegen tun können, verraten Experten beim vierten Tag der inneren Balance.

Lärm als Stressfaktor: So schützen Sie sich
© Heel
Lärm nervt nicht nur – er ist ein ernst zu nehmender Stressfaktor. Denn er macht nicht nur die Seele krank, sondern kann zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Wird Lärm dazu noch ungünstig mit Stress kombiniert, kommt es zum Zustand, der mit dem Wort „Lärmstress“ zu beschreiben ist. Wir haben Experten gefragt, wie Lärm unserer Gesundheit schadet und wie wir uns am besten davor schützen können.

Lärm kostet Lebenszeit

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen europaweit jährlich 903.000 gesunde Lebensjahre durch lärmbedingte Schlafstörungen und 61.000 durch koronare Herzkrankheiten verloren.

Selbst wenn Stille herrscht, ist es nie ganz ruhig. Vor allem Städter sind permanent dem Lärmpegel von mind. 55 Dezibel ausgesetzt. Autohupen, Rasenmäher, startende und landende Flugzeuge: 83 Prozent der Bundesbürger fühlen sich von Umweltlärm belästigt. Dabei ist der Straßenverkehr der Störfaktor Nummer eins, gefolgt vom Fluglärm und dem Schienengeratter. Die Geräusche der Nachbarn stören immerhin noch 40 Prozent. Oft sind die Betroffenen dabei Lärmbelästigungen aus mehr als einer Lärmquelle ausgesetzt – das sind die Ergebnisse einer Untersuchung des Umweltbundesamtes in Dessau-Roßlau.

Lärm kann krank machen

Die unablässigen Schallattacken haben ihren Preis. So steigert etwa ein Anstieg von zehn Dezibel im Straßenlärmpegel bei Menschen über 65 Jahren das Risiko eines Schlaganfalls um mehr als 25 Prozent – das belegte jüngst eine dänische Studie. Wer in der Nähe eines größeren Flughafens lebt, muss mit einer kürzeren Lebenserwartung rechnen und wird um zehn bis 20 Prozent häufiger in ein Krankenhaus eingeliefert, beweist eine Studie des Imperial College in London.

„Lärm ist also nicht nur etwas, das uns nervt, sondern auch Krankheiten verursacht. Vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Infarkt, aber auch Schlaganfälle, Bluthochdruck und Diabetes mellitus“, unterstreicht der Kardiologe und Angiologe Professor Dr. med. Thomas Münzel, Ärztlicher Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, anlässlich des vierten bundesweiten Tags der inneren Balance (von Heel initiiert).

Lärm belastet das Herz

Lärm als Stressfaktor: So schützen Sie sich
© Maksim Halubchykau / Shutterstock.com
„Tatsächlich schaden bereits leisere Alltagsgeräusche dem Herz-Kreislauf-System“, so Münzel. Akustische Belastungen treiben demnach zum Beispiel den Blutdruck in die Höhe und können auf Dauer zu Bluthochdruck führen, einer der wichtigsten Auslöser für einen Herzinfarkt. Dafür reicht es bereits aus, wenn Flugzeuge mit weniger als 50 Dezibel Wohngebiete überfliegen.

Die Fähigkeit des Herzens, bei Bedarf blitzschnell mehr Blut in die Gefäße zu pumpen, unterstützte bereits in Urzeiten den bei Gefahr einsetzenden Flucht- und Kampf-Reflex des Menschen. Heute gilt eine niedrige Herzratenvariabilität als Risikofaktor für ungünstige kardiovaskuläre Ereignisse.

„Lärmstress“

Lärm und Stress bilden ein fatales Duo. Werden wir in ganz normalen Alltagssituationen dem permanenten Lärm ausgesetzt, den wir nicht „abstellen“ können, steigern wir uns herein, Stress-Hormone wie Cortisol oder Noradrenalin werden vermehrt produziert und wir kommen in den Zustand, der am besten mit dem Begriff „Lärmstress“ zu beschreiben ist.

„Auf leisere Geräusche, die den Schlaf, ein Telefonat oder konzentrierte Arbeitsprozesse stören, reagieren wir mit ausgemachtem Ärger“, beschreibt Professor Münzel den typischen Verlauf von „Lärmstress“.

Chronischer Stress sorgt nach den Worten des Experten dafür, dass sich vermehrt Gefahrenquellen für Herz und Kreislauf – wie etwa eine diabetische Stoffwechselstörung oder Veränderungen der Blutgerinnung – bilden.

„Wir können lernen, besser mit Lärm umzugehen“

Lärm als Stressfaktor: So schützen Sie sich
© Yuri Arcurs / Shutterstock.com
Auch unsere Seele "antwortet" auf Lärm mit heftigen Reaktionen: Ungewohnter – und vor allem dauerhafter Lärm ärgert, nervt und kann sogar wütend und aggressiv machen. Oft können wir die Lärmquellen leider nicht eliminieren. Doch wir können unsere Sicht auf den lästigen Lärm so verändern, dass wir mit ihm entspannter – und gesünder – umgehen. Das rät die Freiburger Diplom-Psychologin und Stress-Expertin Bettina C. Engemann im Rahmen des Tages der inneren Balance, der am 10. Oktober 2015 nun zum vierten Mal in Folge stattgefunden hat. Folgende einfache und gezielte Psycho-Strategien können uns bei der Lärmstress-Reduzierung helfen:

  • Alles ist reine Kopfsache: Können wir die „Lärm“-Situation nicht verändern, bleibt es nur übrig, unsere Einstellung dem Lärm gegenüber zu verändern. „In manchen Fällen lässt sich Lärm tatsächlich umdeuten – wir nennen das „reframen“. Das klappt, wenn wir dem Lärm etwa einen Sinn geben, wir uns klar machen, dass er einen Vorteil für uns hat oder zeitlich begrenzt ist“, erklärt Bettina Engemann.
  • Kurzfristige Strategien gegen Lärm: Treten Lärmstörungen unregelmäßig und kurzfristig auf, kann man zu folgenden SOS-Maßnahmen greifen: Handy, Fax und Telefon leise stellen, sich mit Ohrstöpseln gegen den Lärm im Großraumbüro schützen, bei lauter Gartenarbeit Kopfhörer aufsetzen, den Raum wechseln etc. Auch sind nach akustischen Belastungsphasen mindestens doppelt so lange Ruhepausen, Momente der Stille angesagt. „Sprechen Sie die „Lärmverursacher“ ruhig darauf an, dass es Sie stört! Oft lassen sich solche Spannungen durch Absprachen schnell beseitigen …“, empfiehlt die Stress-Expertin.
  • Langfristige Strategien gegen Lärm: Wenn die Absprachen nichts bringen und die Lärmquellen nicht abgestellt werden können, sollten wir versuchen, das Wohn- und Berufsumfeld durch Lärmstopp-Maßnahmen zu optimieren.  „Dazu gehören zum Beispiel als ideale Lärmschlucker Grünpflanzen auf und um den Schreibtisch herum, bodentiefe Vorhänge statt Rollos, Wände mit schallabsorbierender Farbe, Teppichboden statt Laminat. Und holen Sie sich leise Technik ins Haus …“, so die Psychologin.
  • „Love it, leave it or change it“: „Können Sie den Lärm nicht abstellen, machen Sie sich klar: Jeder ärgerliche Gedanke darüber ist reine Zeitverschwendung und stresst Sie oft mehr als der Lärm selbst.“

Mit natürlichen Wirkstoffen gegen Lärmstress gewappnet

Wenn sich gegen störende Alltagsgeräusche nur wenig ausrichten lässt, sollte man das eigene Nervenkostüm gegen Stressbelastungen stärken. Hilfreich können dabei natürliche Arzneimittel wie Neurexan® (rezeptfrei in der Apotheke) sein. Die einzigartige Wirkstoffformel vereint Extrakte aus Blüten und Blättern der Passionsblume (Passiflora incarnata), blühendem Hafer (Avena sativa), getrocknetem Kaffeesamen (Coffea arabica) in homöopathischer Dosierung mit der Wirkkraft von Kristallen eines Stoffes, der in der Baldrianwurzel vorkommt (Zincum isovalerianicum). Neurexan® stärkt die Nerven und bringt bereits nach kurzer Zeit die innere Balance zurück.

 
 

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