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Fasizinierende Migränetherapie

Ein neuer Meilenstein

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Wenn der Kopf vor Schmerzen fast zu platzen droht, wenn ein Kribbeln, Taubheitsgefühl oder sogar verschwommenes Sehen auftritt, dann sprechen Ärzte von Migräne. Weltweit leiden zehn Prozent aller Erwachsenen darunter. Jetzt gibt es eine neue, auf den ersten Blick etwas kuriose Methode, um Migränepatienten zu helfen. Was sich genau dahinter verbrigt, erkärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Wirbelsäulen-Klinik Berlin.

Wenn nichts mehr hilft

Migraenetherapie
Bei Migräne treten Schmerzen im Kopfbereich in extremer Form gemeinsam mit Übelkeit und Erbrechen sowie Lichtempfindlichkeit auf. Betroffene leiden zusätzlich unter Konzentrationsstörungen und können oftmals ihre täglichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Hinzu kommt, dass die mit der Erkrankung einhergehenden Gefühlsschwankungen auch Familie und Freunde belasten. Da die Möglichkeit einer vollständigen Heilung bisher nicht besteht, sorgen bei akuten Schmerzschüben neben speziellen Arzneimitteln nur Ruhepausen für immerhin kurzzeitige Linderung.

Weil Migräneanfälle in unregelmäßigen Abständen auftreten, gestaltet sich das Leben für Betroffene schwierig. Wenn Medikamente sowie Entspannungsübungen keine Erfolge erzielen, ziehen Migränepatienten sich oftmals aus der Öffentlichkeit zurück. „Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, haben Experten die Periphere Neurostimulation entwickelt, die direkt am Schmerz auslösenden Okzipitalnerv ansetzt“, beschreibt Dr. Sabarini das innovative Verfahren.

Impulse steuern den Schmerz

Bei der PNS handelt es sich um eine Unterkategorie der Neurostimulation, die bereits seit 40 Jahren gegen Beschwerden im Rücken-, Nacken- sowie Arm- und Beinbereich zum Einsatz kommt. Dabei nutzen Mediziner elektrische Impulse, um den Okzipitalnerv zu beeinflussen. „Im Nacken implantieren wir direkt unter der Haut Elektroden, die mit dem im Rückenbereich positionierten Neurostimulator in Verbindung stehen“, erklärt Dr. Sabarini. „Mithilfe einer externen Fernbedienung kontrollieren wir den Impulsgeber und passen diesen den jeweiligen Bedürfnissen der Patienten an.“

Im Gegensatz zur medikamentösen Behandlung reguliert dieser Vorgang nicht das chemische, sondern das elektrische System des Körpers: Impulse hemmen die Schmerzweiterleitung zum Gehirn und in der Folge sinkt die Anzahl der Migräneanfälle.

Für mehr Lebensqualität

Migraenetherapie
Welche Therapieerfolge bisher für Patienten bestehen, hält eine klinische Studie fest. Nach einem Jahr berichteten rund 65 Prozent der Patienten über hervorragende bis gute Schmerzlinderung, die Lebensqualität hat sich bei über 68 Prozent verbessert.

„Insgesamt nimmt also nicht nur die Anzahl der Attacken, sondern auch der Härtegrad von Kopfweh ab“, weiß Dr. Sabarini. So gibt das Verfahren vielen Menschen neue Hoffung!
 
 

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