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Sonnenbrand Tipps

Antworten auf Fragen zum Sonnenschutz

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Jeder kennt es: Sonnenbrand! Jeder weiß, dass er gefährlich ist, aber in welchem Maße? Dermatologe Prof. Volker Steinkraus gibt Antworten...

Man liegt in der Sonne und denkt sich nichts Böses. Man genießt es: Endlich ist der Sommer da! Dass das aber auch gefährlich werden kann, unterschätzen die meisten. Eincremen? Bei meinem Hauttyp? Nein, das brauch ich nicht! Da passiert schon nichts, ich will ja schließlich braun werden! Und meine beste Freundin ist eh schon viel bräuner und das geht ja mal gar nicht! Aber Sonnenbaden kann schwere Folgen für unsere Gesundheit haben, denn immer mehr Leute leiden an Hautkrebs. Der Dermatologe Prof. Volker Steinkraus, hat uns 5 wichtige Fragen beantwortet.

Meine Haut ist leicht gerötet. Ist das schon ein Sonnenbrand?

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© Monkey Business//shutterstock.com
Im Prinzip ja. Sonnenbrand gibt es in allen Schattierungen – von einer leichten, kaum spürbaren Rötung bis hin zu schwersten Verbrennungen mit Blasenbildung und Symptomen wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In den schwerwiegenderen Fällen sollte die akut verbrannte Haut mit kühlenden Cortisonlotionen, zum Beispiel Hydrogalen oder Betagalen Lotion, behandelt werden. Zusätzlich ist oft auch eine innerliche Therapie des Sonnenbrands nötig: zum Beispiel mit antientzündlichen Medikamenten wie etwa Indometacin-Tabletten oder Aspirin.

Wie gefährlich sind bräunliche Hautverfärbungen?

Beim Sonnenbrand handelt es sich um eine akute Entzündung der Haut, die darauf beruht, dass die Haut überfallartig einer „giftigen“ – das heißt zu hoch dosierten – Sonneneinwirkung ausgesetzt wurde. Einzelne Zellen der Oberhaut sterben ab und es kommt häufig zu dauerhaft sichtbaren Pigmentverschiebungen mit zahlreichen bräunlichen, sommersprossenartigen Verfärbungen – sogenannte sun-burn-freckles. Zusätzlich lässt sich mit dem bloßen Auge eine Alterung der Haut durch Flecken und Falten erkennen. Dies sind aber nur die milden Folgen eines Sonnenbrands. Die weit schwerwiegenderen sind zunächst nicht sichtbar.

Muss ich Angst haben vor Solaren Keratosen?

Solare Keratosen sind Verhornungsstörungen, die durch Schädigungen der Oberhautzellen entstehen. Es handelt sich um die frühe Form eines Tumors, aus dem sich im Verlauf ein weiter in die Tiefe wachsender, voll ausgebildeter Tumor bilden kann. Sie sollten deshalb immer, auch wenn sie im Frühstadium meist harmlos verlaufen, behandelt werden. Sie erscheinen in der Mehrzahl aller Fälle an Stellen, die der Sonne besonders häufig ausgesetzt sind, etwa im Gesicht, auf den Handrücken und gelegentlich auch an den Armen und Beinen. Menschen mit heller, sonnenempfindlicher Haut, vor allem ältere, die sich über viele Jahre ungeschützt der Sonne ausgesetzt haben, entwickeln solche Keratosen.

Ab wann sollte ich zum Hautarzt gehen und einen Hautcheck machen?

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© Andrese// shutterstock.com
Allen voran gilt, Veränderungen zu registrieren. Das kann jeder selbst oder mithilfe des Partners. Und wenn sich eine Veränderung der Haut zeigt, sofort zum Arzt. Im Übrigen ist es generell empfehlenswert, sich regelmäßig beim Hautarzt einem Hautcheck zu unterziehen. Dabei werden Muttermale mit einem Auflichtmikroskop oder mithilfe eines Computers stark vergrößert dargestellt und vermessen. So können Symmetrie, Ränder sowie unterschiedliche Farbnuancen des Muttermals genau beurteilt werden. Zudem können auffällige Veränderungen der Haut rechtzeitig erkannt werden

Sollte ich die Sonne meiden, weil Bräune so ungesund ist?

Das Thema Sonne ist sehr komplex. Es gibt doch nichts Schöneres, als in der Natur zu sein und die Sonne auf der Haut zu spüren. Wohl dosiert und richtig geschützt kann sie sogar die Befindlichkeit des Menschen und seine Gesundheit stärken. Einige Menschen werden unter dem Einfluss der Sonne geradezu euphorisch. Wie so häufig gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Medizinisch gesehen ist Bräune jedoch immer ein Zeichen dafür, dass sich unsere Hautzellen vor dem Stress der UV-Lichtstrahlung schützen wollen. Wenn die Bräune langsam erworben wurde, sind die Schäden in der Haut aber gering, da die Haut genügend Zeit hat, ihre zum Teil sehr wirkungsvollen Eigenschutzvorkehrungen zu entwickeln.

 
 

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