Die Borreliose ist das "Chamäleon" unter den Infektionskrankheiten: Da der Erreger jedes Organ angreifen kann, kommt es zu den unterschiedlichsten Symptomen, die auch auf andere Krankheiten passen. Deswegen erfolgt die Diagnosestellung meist sehr spät, obwohl der Nachweis der Borrelien im Blut relativ einfach ist.
Wie auch die FSME verläuft eine Borreliose meist in Stadien, wobei jedes Stadium individuell ausgeprägt ist. Behandelt wird die Infektion mit hochdosierten und über einen langen Zeitraum verabreichten Antibiotika.
Lokalinfektion: Bei etwa zwei Drittel der Patienten tritt an der Einstichstelle eine „Wanderröte“ (Erythema migrans) auf. Das ist eine meist kreisförmige Rötuung der Haut. Zusätzlich kann es zu allgemeinen Beschwerden wie leichtes Fieber und zu Muskelschmerzen kommen.
Ausbreitung: Nach etwa ein bis zwei Monaten verbreitet sich der Erreger im Organismus. Am häufigsten kommen hier neurologische Ausfälle vor – auch als Bannwarth-Syndrom (akute Neuroborreliose) bekannt.
Chronische Infektion: Nach mehreren Monaten oder sogar Jahren wird eine Borreliose chronisch, was bleibende Schäden an den betroffenen Organen zur Folge hat.