Zeckenalarm

Erkrankungserscheinungen und Impfung

Zeckenalarm
Ist eine Impfung notwendig?

Nicht nur Borrelien sind durch Zecken übertragbar. Die bekannteren FSME-Viren bedeuten ebenfalls eine Gefahr für die Menschen, die unschöne Begegnungen mit Zecken haben. Sie können zu einer Erkrankung des zentralen Nervensystems führen. Eine Impfung ist vorsorglich möglich, allerdings schützt diese nicht vor einer Infektion durch Borrelien. Vorbeugende Maßnahmen können hier durch die Anwendung spezieller Zeckenschutzprodukte (zum Beispiel von Autan) ergriffen werden. Ute Fischer, Sprecherin des Borreliose und FSME Bundes Deutschland e.V., klärt auf: „Der Begriff „Zeckenimpfung“ wird nach wie vor missverstanden. Die „Zeckenimpfung“ schützt nämlich nicht vor einem Zeckenstich an sich, sondern nur vor einer Infektion mit der gefährlichen Krankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalithis), auch als Hirnhaut- oder Gehirnentzündung bekannt. Empfehlenswert ist eine solche Impfung dann, wenn Wohn-, Arbeitsplatz oder Urlaubsort innerhalb der Risikogebiete liegen.

Wie äußert sich eine Erkrankung?

Zunächst einmal ist es wichtig einen Zeckenstich gut zu beobachten. Prof. Dr. Heinz Mehlhorn, Parasitologe und Institutsdirektor an der Universität Düsseldorf, erklärt gegenüber Autan: "In den meisten Fällen folgt auf den Stich eine Rötung an der Einstichstelle. Sie tritt nach einigen Tagen bis Wochen auf und ist zunächst etwa zwei Zentimeter groß. Diese Phase wird jedoch in 30 - 40 Prozent aller Fälle übersprungen und ist somit kein verlässliches Symptom. Wochen oder Monate nach dem Frühstadium können sich schwerwiegendere Krankheitssymptome einstellen. Die Erreger befallen wichtige Organe wie Herz, Leber, Augen, Muskeln und Gelenke sowie das Nervensystem. Dazu kommen Schmerzen an unterschiedlichen Stellen, Lähmungen und Müdigkeit treten auf und es kann zu Entzündungen der Hirnnerven, Hirnhaut oder des Herzmuskels kommen. Monate bis Jahre nach dem Stich leiden Patienten unter Krankheiten wie einer chronischen Arthritis oder einer chronischen Unterversorgung der Haut, bei der diese sehr dünn wird. Fortgeschrittene Entzündungen des Nervensystems und des Rückenmarks können schließlich zu heftigen Schmerzen und Lähmungen an den Gliedmaßen führen“.
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