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Zu viel Wurst macht krank

Trotzdem wollen viele nicht verzichten

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Wer zu viele verarbeitete Fleischprodukte isst, riskiert Krankheit und frühen Tod. Darauf weisen die Ergebnisse einer europaweiten Studie unter deutscher Beteiligung hin. Wie viel ist aber zu viel? Muss ich auf mein Wurstbrot zum Frühstück verzichten? Genaueres weiß der "Deutsches grünes Kreuz e.V."!

30 kg pro Kopf im Jahr

Zu viel Wurst macht krank
© Zhigelev/shutterstock.com
Sie wird abgebissen, aufs Brot gelegt oder geschmiert – die Deutschen lieben Wurst und Schinken. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir so eine große Vielfalt anbieten. Nun schlagen Forscher aber Alarm: Demnach könnte es schon ab 40 Gramm Wurst pro Tag ungesund werden. Das sind Mengen, die locker erreicht werden.

Laut Deutscher Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) sind die Bundesbürger mit über 30 Kilogramm pro Kopf und Jahr die Weltmeister im Verzehr von Bratwürstchen, Leberwurst, Schinken und andere verarbeitete Fleischprodukten. Umgerechnet verzehren die Deutschen also täglich 80,2 Gramm Wurstwaren – viel zu viel um gesund zu sein, wenn man der Untersuchung Glauben schenkt.

Mehr als 40 Gramm sind zu viel

Für die europaweite Studie haben Wissenschaftler aus zehn Ländern an fast 450.000 Teilnehmern im Alter zwischen 35 und 69 Jahren den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Sterberisiko untersucht. Die erhobenen Daten gaben Auskunft über die Ernährungsgewohnheiten und bestimmte Lebensstilparameter der Probanden.

Im Verlauf des Studienzeitraums von etwa 13 Jahren waren 26.344 der Studienteilnehmer verstorben. Der Vergleich der Ernährungs-Informationen mit den Todesfällen und ihren Ursachen machte deutlich: Personen, die jeden Tag mehr als 40 Gramm verarbeitete Fleischprodukte wie Schinken, Salami oder Leberwurst verzehren, haben ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs zu sterben.

Die Herstellung ist schuld

Zu viel Wurst macht krank
© Viktor Draches/shutterstock.com
Die Ursache findet sich in der Wurstherstellung: Durch Salzen, Pökeln oder Räuchern bilden sich gesundheitsschädliche Stoffe wie Nitrosamine. Sie können, wie man spekuliert, erbgutschädigend sein und sind damit eine der vielen Ursache für Krebsfälle, bei Wurstliebhabern. Wurst enthält zudem besonders viele gesättigte Fette, was man oft nicht sofort sieht.

Streichfähige Wurst führt dabei die Liste an! Sie hat nicht selten einen Fettgehalt von über 50 Prozent. Wurstaufschnitt und Würstchen liegen bei ca. 30 %. Bekanntermaßen wirken sich diese gesättigten Fette negativ auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Auf so viel Fett sollte man also lieber verzichten.

Ganz brauchen Sie nicht verzichten

Aber auch wenn man sich gesund ernähren will,  braucht man sich die Wurst nicht ganz vom Brot nehmen zu lassen: „Ein mäßiger Konsum bis zu 40 Gramm pro Tag hat kein erhöhtes Sterberisiko zur Folge“, fasst die Studienleiterin Prof. Dr. Sabine Rohrmann, Leiterin Abteilung Epidemiologie und Prävention von Krebs an der Universität Zürich die positive Botschaft der Studie zusammen.

Sie fragen sich wie viele Scheiben Wurst das sind? 40 Gramm entsprechen beispielsweise zwei Scheiben Cervelatwurst mit einem Durchmesser von 10 cm. Unser Fazit: Sehen Sie Ihre geliebte Wurst eher als Highlight, statt als Massenprodukt und greifen Sie auch mal zu einem fettarmeren, leichten Scheibchen Putenbrust und genießen Sie!

 
 

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