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Bioidentische Hormone in den Wechseljahren

Auf das richtige Präparat kommt es an

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Vor den Wechseljahren braucht sich heute keine Frau mehr zu fürchten. Viele gute Tipps helfen, das Wohlbefinden zu steigern. Zudem kann die vom Arzt verschriebene Hormontherapie in schwereren Fällen die unangenehmen Symptome mildern. Das sollte man dabei wissen ...

Bioidentische Hormone in den Wechseljahren
© Yuri Arcurs / Shutterstock.com
Auch wenn fast jede Zweite von Wechseljahresbeschwerden wie nächtlichen Hitzewallungen, unvermittelten Schweißausbrüchen, Niedergeschlagenheit und Gereiztheit betroffen ist – vor den Wechseljahren braucht sich heute keine Frau mehr zu fürchten. Viele gute Tipps helfen, das Wohlbefinden zu steigern. In schwereren Fällen können vom Arzt verschriebene Hormone die unangenehmen Symptome mildern. Bei der Wahl der Therapie steht vor allem die Sicherheit der Patientin im Vordergrund. Diesem hohen Anspruch tragen nur von der Arzneimittelbehörde zugelassene und industriell gefertigte Präparate Rechnung, die ständigen Qualitätskontrollen unterliegen.

Lange Zeit wurde die Hormontherapie kritisch hinterfragt. Daraus resultierte eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen. Dank Langzeitstudien weiß man heute: Unter den richtigen Bedingungen sind die Risiken einer vom Arzt verordneten Hormontherapie zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden relativ gering. Für viele Patientinnen mit starken Symptomen ist sie daher eine gute Empfehlung und kann die Lebensqualität spürbar steigern.

Therapie möglichst früh beginnen

Insbesondere ein rechtzeitiger Beginn der Behandlung ist für die Sicherheit der Hormontherapie von großer Bedeutung. Während ein später Therapie-Start das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigert, kann eine frühzeitig begonnene Hormontherapie mit Östrogen vermutlich die Gefäße sogar vor Ablagerungen schützen und so Infarkten vorbeugen. Frauen sollten daher möglichst bald nach Eintritt der Wechseljahresbeschwerden den Frauenarzt aufsuchen und sich über die zur Verfügung stehenden Therapie-Optionen beraten lassen.

Bioidentische Hormone in den Wechseljahren
© djd / Progestogel

Natürliches Östradiol über die Haut

Anders als Hormontabletten, scheint transdermal über die Haut angewendetes Östrogen das Thrombose-Risiko nicht zu erhöhen. Anders als bei der Einnahme von Tabletten, bei der der Wirkstoff die Leber passieren muss, nimmt der Körper bei der transdermalen Anwendung deutlich weniger Hormon auf. Deshalb verordnen einer Umfrage zufolge rund drei Viertel der deutschen Frauenärzte verstärkt Hormone über die Haut.1 Eingesetzt werden natürliche Östrogene wie Östradiol als Pflaster oder Gel (wie Gynokadin® Dosiergel).

Kapseln mit natürlichem Progesteron

Um die Gebärmutterschleimhaut so gut wie möglich vor Wucherungen zu schützen, benötigen Frauen mit intakter Gebärmutter eine kombinierte Hormontherapie mit oralem Progesteron. Zugelassene Präparate mit natürlichem Progesteron in Form von Weichkapseln (wie Utrogest®) erlauben – zusammen mit transdermalem Östradiol – eine optimal angepasste und relativ risikoarme Behandlung.

Qualitätsstandards zum Schutz der Patientinnen

Geht es um den eigenen Körper, sollte man keine Experimente eingehen. Bei patentierten, von der Arzneimittelbehörde zugelassenen Präparaten mit den bioidentischen Sexualhormonen Östradiol und Progesteron ist die Haltbarkeit garantiert und die Wirksamkeit geprüft. Die Arzneimittelsicherheit ist in Studien dokumentiert, die konstant gleichbleibende Qualität der industriell gefertigten Präparate wird durch laufende Kontrollen sichergestellt.

Bioidentische Hormone in den Wechseljahren
© Sean Prior / Shutterstock.com

Risiken von „Mischungen“ nicht unterschätzen

Ganz anders verhält es sich mit bioidentischen Hormonen, die vor allem im Internet vielfach beworben und in den Apotheken hergestellt werden können. Experten warnen davor, die Risiken der Mischungen zu unterschätzen. So könnte es zum Beispiel zu Über- oder Unterdosierungen kommen. Bei einer Überprüfung in den USA2 fiel ein Drittel der untersuchten bioidentischen Hormon-Gemische bei mindestens einem Standard-Qualitätstest durch.

Transdermales Progesteron bietet keine Sicherheit

Eine deutliche Warnung sprechen Experten vor der transdermalen Anwendung von Progesteron im Rahmen einer Hormontherapie mit Östrogen aus. Das äußerliche Auftragen von Progesteron auf die Haut schützt demnach die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend vor möglicherweise bösartigen Wucherungen.

1 Renaissance der Hormontherapie: Sehr viel mehr Ärzte verordnen Östrogene jetzt transdermal, Gyn-Depesche 1/2013
2 American College of Obstetricians an Gynecologists Committee on Gynecologic Practice, American Society for Reproductive Medicine Pracitice Committee: Compounded bioidentical menopausal hormone therapy. Fertil Steril 98 (2012) 308-312.doi:10.1016/j.fertnstert.2012.06.002

 
 

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