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Hilft Sport gegen Krebs?

Ja, sagen jetzt neue Studien

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Dass Krebspatienten in der Berliner Charité schon während der Chemotheratpie aufs Laufrad gesetzt werden, ist ein völlig neuer Schritt. Noch vor einigen Jahren riet man ihnen zur unbedingten Schonung. Jetzt zeigen aktuelle Studien: Bewegung ist mehr als ein Mittel zur Prävention. Denn auch den Verlauf einer bestehenden Krebserkrankung kann Sport positiv beeinflussen.

Besonders bei Brustkrebs wirkt Bewegung

Hilft Sport gegen Krebs?
© James Blinn/Shutterstock.com

Brustkrebs ist mittlerweile die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken 46.000 Frauen neu, zunehmend sind auch jüngere betroffen. Jetzt konnten Studien der Uni Heidelberg den schützenden Effekt durch vermehrte Aktivität nachweisen: 24 von 36 Studien zeigten eine durchschnittlich dreißig- bis vierzigprozentige Risikoreduktion.

Schonung war gestern

Dass man Krebspatienten nun unter anderem in der Berliner Charité noch während der Chemotheratpie aufs Laufrad bringt, ist ein völlig neuer Schritt: Noch vor einigen Jahren hielt man es für gefährlich, Patienten zu Bewegung zu raten. Man glaubte, es sei besser, den ohnehin strapazierten Körper zu schonen. Eine Vermutung war, Sport könne womöglich die Bildung von Metastasen begünstigen.  Erfolge während und nach der Behandlung mit einer Bewegungstherapie brachten das alte Dogma ins Wanken.  Inzwischen weiß man:  Ein Mangel an körperlicher Aktivität schränkt die Beweglichkeit ein und wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Kurz: Er schwächt den gesamten Körper.

Inzwischen zeigen Brustkrebs- und Darmkrebsstudien: Mit körperlicher Aktivität lassen sich positive Effekte schon während oder unmittelbar nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung erzielen. Behandlungsbedingte Beschwerden wie Übelkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Schmerz können reduziert werden. Auch gibt es Hinweise darauf, dass sich durch ein tägliches Ausdauertraining die geschädigte Blutbildung nach intensiver Chemotherapie schneller erholt. In der Krebsnachsorge verbessert Bewegung das allgemeine Wohlbefinden, steigert die Lebensqualität und senkt das Risiko einer Neuerkrankung. Mit Verbesserung der Leistungsfähigkeit nehmen das Selbstwertgefühl und die Selbstständigkeit der Teilnehmer zu. Sport kann zudem die Muskelfunktion verbessern und Strukturen des Halteapparats stärken. Das ist besonders bedeutsam, weil die Muskelmasse und Knochendichte durch die Chemotherapie abnimmt.

Uni Heidelberg zeigt: Sport unterstützt auch die Psyche und Belastbarkeit bei Krebs

Eine Studie, die im Rahmen eines Bewegungsangebotes für an Brustkrebs erkrankten Frauen an der Universität Heidelberg durchgeführt wurde, belegt, dass sich nicht nur die Psyche der Frauen stabilisiert, sondern sie sich auch sozial aufgehoben fühlen und positiver an das Leben heran gehen können. Derzeit werden in fast allen Rehabilitationszentren Bewegungsprogramme für Patienten mit einer Krebserkrankung angeboten. Bundesweit gibt es über 800 Krebssportgruppen, davon sind 90 Prozent Brustkrebspatientinnen aktiv. Viele Landessportbünde bilden gezielt und fachkundig Übungsleiter aus.

(uh)

Ansprechpartner, den Erfahrungsbericht einer Krebspatientin, sowie ein Interview mit der Psychoonkologin Kirsten Sahling finden Sie auf den nächsten Seiten.
 

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