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Honeymoon-Zystitis: Liebe kann schmerzhaft sein

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Diese Form der Blasenentzündung ist auch unter Flitterwochen- oder Brautkrankheit bekannt und tritt vermehrt nach häufigem Geschlechtsverkehr auf. Bakterien gelangen aus der Scheide in die Harnröhre, wo sie zu unangenehmen und häufigen Harndrang, gelegentlich auch zum Jucken oder Brennen führen können.

Die sexuell bedingte Blasenentzündung

Honeymoon-Zystitis: Liebe kann schmerzhaft sein
© Shutterstock/Artem Furman
Es ist eine Infektionskrankheit, die in der Regel nach wenigen Tagen von selbst vergeht und sich durch Brennen beim Wasserlassen äußert. Der unkomplizierte Harnwegsinfekt lässt sich nicht direkt mit sexueller Aktivität in Verbindung bringen, hat seinen Namen aber erhalten, da junge und sexuell aktive Frauen häufiger davon betroffen sind. Auch wenn im medizinischen Sprachgebrauch von einer Entzündung der Harnblase die Rede ist, kann es sich bei der Honeymoon-Zystitis (zu Deutsch: Flitterwochen-Blasenentzündung) weiter um eine durch sexuelle Aktivität begünstigte Harnwegsreizung handeln.

Die Verbindung mit den Flitterwochen nahm ihren Ursprung in der traditionellen Vergangenheit, in der die sexuelle Aktivität in der Hochzeitsnacht und den sich anschließenden Flitterwochen besonders hoch war. Trotz verschiedener Ursachen, die diese mechanische Irritation oder Infektion hervorrufen, spielt die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs eine primäre Rolle.

Im Gegensatz zu anderen Harnwegsinfekten mit schleichender Symptomatik spürt die Frau das Brennen und den Schmerz bei einer Honeymoon-Zystitis bereits unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr. Die Zystitis ist keine Geschlechtskrankheit, auch wenn sie im direkten Zusammenhang mit sexueller Aktivität vermehrt auftritt.

Ursachen einer Flitterwochen-Blasenentzündung: Bakterien und Keime

Honeymoon-Zystitis: Liebe kann schmerzhaft sein
Escherichia coli. © Shutterstock/Tatiana Shepeleva
Die Honeymoon-Zystitis basiert im Primären auf zwei Ursachen. Zum einen kann es sich um eine mechanische Irritation durch gesteigerte Sexualität handeln. Als zweiter Faktor sind Bakterien (etwa Escherichia coli) oder Keime für die Entzündung der Harnwege verantwortlich.

In der Symptomatik kann die Betroffene keinen Unterschied erkennen, da das Brennen in beiden Fällen unmittelbar beim Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr bemerkt wird. Durch die kurze Harnröhre finden Bakterien und Keime ihren Weg in die Harnblase bei Frauen schneller, als es vergleichsweise beim Mann der Fall ist. Weiter spielt der kurze Abstand zwischen Harnröhrenöffnung und After eine wichtige Rolle.

Hierin begründet sich die Ursache, warum die Zystitis bei sexuell aktiven Frauen häufiger auftritt. Durch eine Schmierinfektion werden Bakterien aus dem Darm zur Harnröhrenöffnung gebracht und steigen auf. Die Zystitis ist in diesem Fall meist akut und geht mit starken Schmerzen beim Wasserlassen einher.

Die richtige Intimhygiene

In Anbetracht der Ursachen spiegelt sich die Wichtigkeit der Hygiene im Intimbereich wider und ist bei mangelnder Beachtung als weitere Ursache zu betrachten. Eine umfassende Intimhygiene kann vor der Flitterwochenkrankheit schützen und vermindert das Risiko von Schmierinfektionen, die als häufigste Ursache der Zystitis gelten. Gelangen Darmbakterien in die Scheide und so auf direktem Weg in die Harnröhre, wird die Infektion durch den Geschlechtsverkehr begünstigt und äußert sich daher besonders zeitnah nach der sexuellen Aktivität.

Blasenentzündungen nach Sex vorbeugen

Honeymoon-Zystitis: Liebe kann schmerzhaft sein
© Shutterstock/absolutimages
Die Prävention gegen eine Honeymoon-Zystitis ist einfach. Viel trinken und bei Harndrang sofort auf Toilette gehen, sowie der Verzicht auf parfümierte Seifen oder Tücher zur Intimreinigung beugen der Blasenentzündung vor.

Bei der Reinigung nach dem Stuhlgang sollte das Papier immer von der Scheide zum After, nicht umgekehrt geführt werden. Das richtige "Abwischen" lässt eine Schmierinfektion bei der täglichen Hygiene im Vorfeld vermeiden und schließt die Übertragung von Darmbakterien auf die Harnröhre aus.

Nach dem Geschlechtsverkehr empfiehlt sich der zeitnahe Gang auf Toilette, der sich nicht nur im vermehrten Harndrang begründet. Eventuell eingeführte Bakterien oder Keime werden beim Urinieren ausgeschieden und der Blaseninfektion kann effektiv vorgebeugt werden.

Ein Wechsel der Sexualpraktiken stellt ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Bakterien dar. Entweder sollten Kondome, oder eine zwischendurch vorgenommene Intimreinigung ins Augenmerk geraten. Wenn alle vorbeugenden Maßnahmen nicht helfen und sich das Brennen beim Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr einstellt, ist nicht unbedingt ein sofortiger Arztbesuch notwendig.

Nur wenn sich die Symptome nach 24 Stunden nicht verbessert, sondern verschlechtert haben, wird die Honeymoon-Zystitis mit Antibiotika behandelt. Hier kann die orale Einnahme oder eine lokale Behandlung mit Vaginaltabletten angeordnet werden. Von einer präventiven Einnahme von Antibiotika zur Vermeidung einer Blasenentzündung ist abgeraten. Lediglich bei einem chronischen Verlauf, der jeden Geschlechtsverkehr mit einer Zystitis beenden lässt, sollte eine zeitweilige Dauereinnahme von Antibiotika in Erwägung gezogen werden.
 
 

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