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Menstruationszyklus beeinflusst den Insulinspiegel

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Allein individuelle Erfahrungen von Frauen können bestätigen, welch enormen Einfluss der weibliche Zyklus auf den Körper nimmt. Wie weitreichend die jeweiligen Auswirkungen sind und welche Prozesse betroffen sind, überrascht immer wieder. So beeinflussen die zyklusbedingten Hormonschwankungen auch den natürlichen Insulinspiegel.

Die Menstruation lässt den Insulinspiegel sinken

Menstruationszyklus beeinflusst den Insulinspiegel
© Shutterstock / Andrey Popov
Häufig ist zu beobachten, dass der Blutzucker bereits 3 bis 5 Tage vor der Regelblutung erhöht ist. Während der eigentlichen Menstruation verhält es sich dann meist umgekehrt und der Spiegel sinkt unter das normale Niveau. Nur im seltenen Fall sinkt der Blutzucker sowohl vor als auch nach der Blutung auf ein niedrigeres Maß.

Der Grund für die Blutzuckerschwankungen liegt im veränderten Hormonhaushalt während der Menstruation. Denn sowohl der Insulinhaushalt auch der Menstruationszyklus werden durch Hormone gesteuert. Die Annahme liegt also nahe, dass ein wechselseitiger Einfluss besteht. Die Monatsblutung wird durch eine veränderte Konzentration an weiblichen Hormonen ausgelöst,
 Progesteron wird von den Eierstöcken ab Mitte des Zyklus vermehrt produziert. Die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin kann dadurch erhöht oder gesenkt werden, dies ist jedoch von Frau zu
 Frau unterschiedlich.

Insulinschwankungen durch PMS

Menstruationszyklus beeinflusst den Insulinspiegel
Grafik: euroclinix
Stress ist ein weiterer Faktor, der erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt ausüben kann. So nehmen sehr wahrscheinlich auch Stresshormone Einfluss auf den Insulinhaushalt.

Weit verbreitet ist auch das sogenannte prämenstruelle Syndrom. Betroffene leiden vor ihrer Menstruation unter Schlafstörungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen oder Heißhunger. Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, sind meist auch von menstruationsbedingten Schwankungen des Blutzuckerspiegels betroffen.

Der umgekehrte Fall: Menstruationsbeschwerden durch Diabetes

Die Kausalkette zwischen Insulin- und Hormonspiegel ist ebenfalls in umgekehrter Richtung möglich. So wie die Menstruation den weiblichen Hormonhaushalt und somit die Blutzuckerwerte durcheinander bringt, so kann auch die Diabetes den monatlichen Zyklus beeinflussen. Diabetes-erkrankte Frauen leiden öfter unter ausgeprägten Menstruationsbeschwerden. Dazu gehören längere Zyklen und stärkere sowie länger anhaltende Blutungsphasen.

Zudem tritt bei Mädchen mit Typ-1-Diabetes im Schnitt ein Jahr später die erste Regelblutung sowie die Menopause ca. 10  Jahre früher ein.
Generell besitzen Typ-1-Diabetikerinnen ein doppelt erhöhtes Problemrisiko mit und während ihrer Menstruation bis zu ihrem 29. Lebensjahr. Frauen ab 30 können diesem Risiko mit der "Pille" positiv entgegenwirken. Diese Art der hormonellen Behandlung wird von Frauenärzten jedoch skeptisch betrachtet, da auch das Thrombose-Risiko - welches bereits durch die Diabetes vorhanden ist - durch Hormonpillen potentiell erhöht wird. Forscher gehen davon aus, dass die Störungen von einer geminderten Aktivität des Hypothalamus herrührt, welcher maßgeblich für den Hormonhaushalt zuständig ist.

Aus den Schwankungen lernen und die Therapie anpassen

Während bei gesunden Frauen die zyklusbedingten Insulinschwankungen unproblematisch sind, kann für Diabetikerinnen eine zusätzliche gesundheitliche Gefährdung entstehen. Es ist daher sinnvoll, über die täglichen Blutzuckerspiegel
 Protokoll zu führen, sodass Schwankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.
 Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt kann so eine individuelle Therapie geplant werden.

Frauen, die unter Typ-1-Diabetes leiden, können über geänderte Insulinmengen und -zusammensetzungen den stärkeren Schwankungen entgegenwirken, eventuell ist auch eine Insulinpumpe sinnvoll. Bei
 Typ-2-Diabetes kann mit mehr Bewegung den Schwankungen abgeholfen werden. Prinzipiell müssen jedoch vor jeder Therapie und Therapieanpassung andere Hormonstörungen ausgeschlossen werden.

Diese Blutzuckerwerte sind gesund

Der Blutzuckerspiegel ist generell natürlichen Schwankungen unterlegen. Diese Schwankungen werden vor allem durch die Nahrungsaufnahme und körperlichen wie geistigen Leistungen beeinflusst. Entscheidend sind die Messungen zweier Werte, die Aufschluss über eine gesunde Entwicklung des Spiegels geben.

Der sogenannte Nüchternblutzuckerwert wird morgens vor dem Frühstück gemessen und sollte unter 100 mg/dl liegen. Der postprandiale Blutzuckerwert ist jener Zuckerspiegel, der sich zwei Stunden nach dem Essen einstellt. Bei gesunden Menschen liegt er bei
 unter 140 mg/dl. Menschen mit Diabetes haben in beiden Fällen erhöhte Werte, da aufgrund des 
niedrigen Insulinspiegels die Glucose nicht so schnell aus dem Blut wieder abgebaut werden kann.

 
 

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