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Schönheitsoperation: Brustvergrößerung

Wichtige Fakten rund um Brustvergrößerungen

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Dr. med. Ludger JM Meyer ist Facharzt für Plastische Chirugie und weiß alles über Risiken und Erfolge bei Brustvergrößerungen.

Soll ich mich operieren lassen?

Schönheitsoperation Brust-OP
© Yuri Arcurs/shutterstock.com
Es sind vor allem Frauen im Alter von 25 bis 30 Jahren und frisch gebackene Mütter. Eine junge Frau, die sich wünscht „zum ersten Mal im Leben eine richtige Brust zu haben“ oder eine Mutter, deren Körper sich nach Schwangerschaft und Stillzeiten verändert hat. Täglich fragen sich immer mehr Frauen: Kann ich meine Brust vergrößern lassen? Eine Frage, viele Antworten.

Tatsächlich kreisen hunderte Fragen in den Köpfen und werden in den Sprechstunden plastischer Chirurgen angesprochen. Die betroffenen Frauen möchten wissen: Was ist möglich? Welche Methode eignet sich am besten? Was ist möglichst risikofrei, vielleicht sogar nicht mit einer Operation verbunden? Und was kostet das?

Eine Brustvergrößerung ist keinesfalls nur eine Frage des Preises. Was die Krankenkasse übernimmt, wird zwar im Einzelfall geklärt – unabhängig davon muss der Wunsch nach einem Brustaufbau aber mit individuellen Risiken, Chancen, tatsächlichen Motiven der Patientin und berufsethischen Pflichten des Operateurs abgeglichen werden. Der Lebensgefährte zum Beispiel kann auf keinen Fall eine Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Eingriff spielen. Ästhetische Chirurgie im Allgemeinen und die Brustvergrößerung im Speziellen sind heute zwar keine öffentlichen Tabus mehr. Aber OP bleibt OP – verbunden mit Chancen und Risiken.

Die selbstbewusste Frau von heute weiß, was sie will

Dass Frauen öffentlich zu einem geplanten oder erfolgten ästhetischen Eingriff stehen, war nicht immer so. Denn die Brust als eines der Hauptattribute für weibliche Attraktivität war, wie alle anderen der Sexualität zugeordneten Themen auch, über viele Jahrzehnte vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Im Zuge der 68er-Generation änderte sich das schlagartig. Zumal während dieser Zeit auch die ersten marktreifen Silikonimplantate entwickelt wurden. Frauen in Beratungsterminen sind heute selbstbewusst, nachdenklich und meist realistisch in ihren Erwartungen. Die Gleichberechtigung ermöglichte also überhaupt erst, dass die moderne Frau auch in diesem Punkt frei über ihren Körper bestimmen kann, und - nebenbei bemerkt - sich diesen Wunsch auch finanziell selbst erfüllen kann.

Welche Frauen werden in der Regel behandelt?

Schönheitsoperation Brust-OP
© Kristian Sekulic/ shutterstock.com
Das heutige Gros der freiwilligen, also ästhetisch motivierten Patientinnen von Schönheitspraxen stellen überaus emanzipierte, geschäftlich erfolgreiche Frauen dar, die ziemlich genau wissen, was sie wollen. Und nicht etwa, wie manch einer immer noch vermutet, das Sexsternchen oder die willensschwache Teenager-Braut, die von ihrem „Promi“-Partner zur Verdoppelung ihres Brustumfanges gedrängt wird.

Unter verantwortungsbewussten Chirurgen hat diese Klientel nach wie vor die geringste Chance auf Behandlung. Nimmt man alle Schönheitsoperationen zusammen, können bei den Frauen die Altersgruppen der 41- bis 50-Jährigen sowie die über 61-Jährigen die höchsten Zuwachsraten verzeichnen. Das Durchschnittsalter der Patienten lag 2012 mit knapp 41 Jahren rund zwei Jahre höher als noch im Jahr 2011. Angesichts zunehmender Lebenszeit, Verlängerung der sexuellen Aktivität und der steigenden Zahl von Singles in unserer Gesellschaft, dürfte diese leichte Verschiebung des Durchschnittsalters nach hinten sogar erst der Anfang einer Entwicklung sein.

Auch spielen kurzlebige Beauty-Trends oder ein angeblich medial aufgebauter Schönheitswahn für eine Brustvergrößerung offenbar lange nicht die Rollen, die man ihnen zuschreiben möchte. Die meisten Frauen äußern lediglich den Wunsch, einen durch Schwangerschaft, Alter oder Stillzeit verloren gegangenen Zustand wieder herzustellen. Oder aber einen bestehenden Zustand maßvoll zu optimieren. Es geht heute um Natürlichkeit und Zeitlosigkeit, nicht um Auffälligkeit um jeden Preis. Dass sie dabei nach einem Ideal streben, ist nur allzu menschlich. Denn den Drang nach Perfektionierung hat es immer gegeben. Er ist uns wahrscheinlich in die Gene geschrieben. Attraktivität hat ja durchaus Vorteile: angefangen bei der Jobsuche, bis natürlich zur Partnerwahl. Ausschlaggebend für eine Entscheidung pro Brust-OP dürfte heute sein, dass sich dieses wohl jedem Menschen innewohnende Streben nach Schönheit heute an vielen Orten gefahrloser und erschwinglicher denn je realisieren lässt. So belegte die Brustvergrößerung im Jahre 2011 mit 24% Platz 1 der beliebtesten Operationen. Das entspricht immerhin rund 25.000 Eingriffen.

Wann ist eine Brustvergrößerung sinnvoll und möglich?

Wann ist also eine Brustvergrößerung möglich, vielleicht sogar zu empfehlen? Aus biologischer Sicht sollte das natürliche Brustwachstum in jedem Falle abgeschlossen sein. Handelt es sich ferner um einen rein kosmetischen Eingriff bei sehr jungen Interessentinnen, wird der Chirurg noch intensiver als sonst die Motivation für die gewünschte OP hinterfragen. Nicht selten treten persönliche oder psychische Probleme und sogar fremdbestimmte Gründe zutage, die besser auf anderem Wege gelöst werden sollten. Der Partner hat kein Mitspracherecht, wenn es um Veränderungen und Eingriffe am eigenen Körper geht. Leider ist das in Wirklichkeit nicht immer der Fall und sollte vom Chirurgen im Vorfeld unbedingt ausgeschlossen werden.

Nicht nur der Arzt, sondern auch die Krankenkasse ist bei jungen Patientinnen eher von der Sinnhaftigkeit einer Brust-OP zu überzeugen, wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Darunter fallen angeborene Deformitäten wie Asymmetrien oder schlauchförmige Brust-Ausprägungen. Solche Fehlbildungen bringen häufig erhebliche psychologische Beeinträchtigungen mit sich und Korrekturen werden deshalb oft von der Krankenkasse mitfinanziert. Liegt schließlich eine eindeutig medizinische Indikation vor, übernehmen sie häufig sogar die gesamten Kosten eines Brustaufbaus. Das gilt beispielweise bei starken Unfallverletzungen oder dem Verlust der Brust aufgrund einer Brustkrebs-OP. Unabhängig von der Frage, ob eine vorsorgliche Brustamputation sinnvoll ist, hat nicht zuletzt der Fall Angelina Jolie deutlich gemacht, was die Plastische Chirurgie zu leisten imstande ist. Wäre sie nicht selbst offensiv an die Öffentlichkeit getreten, wäre die Totaloperation mit anschließendem Wiederaufbau eventuell nie jemandem aufgefallen. Vielleicht hätte sie ohne die Möglichkeit der Plastischen Chirurgie die OP sogar aus Angst vor Verlust von Weiblichkeit und Karriere gefährlich weit hinausgeschoben? So aber fühlt sie sich nach eigenem Bekunden in der New York Times heute nicht weniger weiblich als zuvor. Und exakt das ist das Ziel der Brust-Chirurgie.

 

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