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Wechseljahre Früherkennung:

Auf diese Checks sollte man nicht verzichten

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Wie schnell es mit dem früher so selbstverständlichen Wohlbefinden vorbei sein kann, stellen viele Frauen mit Beginn der Wechseljahre fest. Etwa ein Drittel hat mit heftigen Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Doch auch weniger geplagte Mid-Agerinnen sollten verstärkt auf ihre Gesundheit achten. Medizinische Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen helfen, Risiken zu erkennen und vorzubeugen!

Es ist der Wunsch aller Frauen: Bei maximaler Gesundheit und Wohlbefinden älter zu werden. Doch mit guten Genen allein ist das nicht zu schaffen. Vor allem nicht im Klimakterium! Denn wenn der Körper immer weniger weibliche Sexualhormone produziert, wird das schwache Geschlecht anfällig für typische „Männerleiden“ wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wechseljahre Früherkennung
© Thinkstock/Schuster PR

Weniger Östrogen – mehr Risiko

Mit den Auswirkungen von Sexualhormonen auf die Gesundheit beschäftigt sich die noch junge Wissenschaft der Gender-Medizin. Aktuellen Erkenntnissen zufolge steigt für Frauen mit den Wechseljahren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn insbesondere das weibliche Hormon Östrogen ist für den Schutz der Blutgefäße verantwortlich. Sinkt mit den Wechseljahren der Östrogen-Spiegel, steigt die Gefahr für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Hormontherapie positiv für die Gesundheit

Frauen, die aufgrund starker klimakterischer Beschwerden im Rahmen einer vom Arzt verordneten Hormontherapie ihrem Körper Östrogene zum Ausgleich des Hormonspiegels zuführen, können daher nicht nur von einer zuverlässigen Linderung ihrer Beschwerden profitieren. Die Behandlung kann zudem auch positive Effekte auf die Gefäße, den Stoffwechsel und die Knochen haben. Verschiedene Untersuchungen zeigen: Die Anwendung einer Hormontherapie kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Osteoporose senken.

Wechseljahre Früherkennung
© serezniy/123rf.com/Schuster PR

Gynäkologen empfehlen meist Gel

Immer mehr Frauenärzte empfehlen bevorzugt Gel zur transdermalen Anwendung auf der Haut. Das Gel wird täglich auf die Haut aufgetragen. Es ist unsichtbar, lässt sich gut verteilen und zieht rasch ein. Ein wichtiger Vorteil ist die Möglichkeit der differenzierten Dosierung: individuell nach dem persönlichen Bedarf und so niedrig wie möglich. Durch die äußerliche Anwendung wird das Thrombose-Risiko im Gegensatz zu Hormontabletten kaum erhöht.

Generell auf gesundheitliche Prävention setzen

Doch nicht nur bei starken Wechseljahresbeschwerden, sondern ganz allgemein sollten Frauen in der Lebensmitte ein besonderes Augenmerk auf ihre Gesundheit legen: Um mögliche Risikofaktoren rechtzeitig zu entschärfen, sollten sie sich regelmäßig vom Arzt durchchecken lassen. Insgesamt acht wichtige kostenlose Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen für Frauen ab 50 stehen auf dem Plan der gesetzlichen Krankenkassen. Doch auch in jüngeren Jahren schon ist es ratsam, auf Prävention zu setzen. Diese Untersuchungen sollten Frauen unbedingt wahrnehmen:

Wechseljahre Früherkennung
© Yuri Arcurs / Shutterstock.com
  • Zahnmedizinische Vorsorge: Einmal jährlich ab dem 18. Lebensjahr. Wichtig für schöne Zähne – aber nicht nur: Entzündungsherde im Mund können die Gesundheit des Herzens oder der Nieren beeinträchtigen.
  • Gebärmutterhals- und Muttermund-Check: Zwischen 20 und 22 Jahren einmalig. Unter dem Mikroskop wird der Abstrich auf verdächtige Zellen untersucht.
  • Brustabtasten: Jährlich ab dem 30. Lebensjahr. Tastuntersuchung der Brust und der Lymphknoten der Achselhöhlen auf Verhärtungen und Knoten durch den Gynäkologen. Auch selbst sollten Frauen ihre Brust regelmäßig auf Veränderungen abtasten. Praktische Hilfe: die kostenlose App „Monatliche Selbstuntersuchung der Brust“ für iOS und Android, die neben praktischen Tipps auch eine Erinnerungsfunktion bereithält.
  • Mammographie: Alle zwei Jahre kostenlos zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr. Davor und danach kostenpflichtig für circa 60 bis 80 Euro. Röntgenaufnahmen zeigen die Feinstrukturen der Brust. Mit einer zusätzlichen Ultraschalluntersuchung werden bis zu 30 Prozent mehr Tumoren entdeckt.
  • Check-up 35: Der Hausarzt begutachtet alle zwei Jahre den allgemeinen Gesundheitszustand: Ganzkörperuntersuchung mit Blutdruckmessung, EKG sowie eine Laboruntersuchung von Blut und Urin. Getestet werden unter anderem Gesamtcholesterin, Glukose, Eiweiß, rote und weiße Blutkörperchen.
  • Hautkrebs-Screening: Alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr. Der Hautarzt nimmt den ganzen Körper in Augenschein. Eine Dermatoskopie mit Mikroskop und Licht ist in der Kassenleistung nicht vorgesehen.
  • Dickdarm-Krebs-Check: Einmal jährlich ab dem 50. Lebensjahr jährlich. Mithilfe eines Labortests wird der Stuhl auf nicht sichtbares (okkultes) Blut untersucht. Tastuntersuchung von Anus und Enddarm.
  • Darmspiegelung: Alle zehn Jahre ab dem 55. Lebensjahr. Endoskopische Inspektion des gesamten Darmtraktes auf krankhafte Veränderungen. Die Untersuchung dauert circa 20 Minuten und wird in leichtem Dämmerschlaf durchgeführt.
Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de
 
 

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