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Wechseljahresbeschwerden?

Keine Angst vor einer Hormontherapie!

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Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen ziehen sich oft über Jahre und schränken die Lebensqualität stark ein. Wirksame Linderung verspricht häufig allein eine vom Frauenarzt verordnete Hormonersatztherapie. Diese haben viele betroffene Frauen in den vergangenen Jahren gescheut — aus Angst vor Risiken, vor denen 2002 die Womens Health Initiative (WHI) Studie warnte. Wie der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) jüngst mitteilte, gaben die Autoren der Studie nun selbst zu: Die Ergebnisse wurden jahrelang falsch interpretiert.

Wechseljahresbeschwerden?  Keine Angst vor einer Hormontherapie!
© Thinkstock/Schuster PR
„Es fühlt sich an, als hätte jemand in meiner Brust einen heißen Fön angemacht.“ So und ähnlich beschreiben Frauen Hitzewallungen in den Wechseljahren. Die Adern weiten sich ganz plötzlich, das Gesicht rötet sich und den Betroffenen steht — für jedermann sichtbar — der Schweiß auf der Stirn. Damit nicht genug, kommt es im Klimakterium häufig zu heftigen Schweißausbrüchen. Vor allem nachts schrecken die Betroffenen nass geschwitzt und mit rasendem Puls aus dem Schlaf. Manchmal ist sogar mehrmals pro Nacht ein Wechsel von Nacht- und Bettwäsche nötig.

Für jede dritte Frau ist das Klimakterium eine Qual

Wie drastisch sich die hormonelle Umstellung der Wechseljahre bemerkbar macht, ist von Frau zu Frau verschieden. Während manche weitestgehend von Beschwerden verschont bleiben, durchlebt rund ein Drittel der Frauen das reinste Martyrium. Ihre Lebensqualität ist oft über viele Jahre hinweg durch die typischen Beschwerden Hitzewallungen und Schweißausbrüche aber auch durch starke Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit stark beeinträchtigt. Und das mit gerade mal 45 bis 55 Jahren — für heutige Frauen die Mitte ihres Lebens!

Medizinische Behandlung oft aus Angst verweigert

Trotzdem massiver gesundheitlicher Erschränkungen scheuten sich bislang viele Betroffene, ihre Wechseljahresbeschwerden mit rezeptpflichtigen Hormonen zu behandeln. Zu groß war ihre Angst, damit unkalkulierbare gesundheitliche Risiken einzugehen. Ohnehin verordneten auch die meisten Frauenärzte eine Hormonersatztherapie nur zögerlich. In ihren Ohren hallten noch die Warnungen der WHI-Studie, die 2002 eine Reihe von Nebenwirkungen angeprangert hatte — zum Beispiel ein erhöhtes Brustkrebs-, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Forscher bekennen Fehlinterpretation der Studiendaten

Doch jetzt gaben die Autoren der Studie selbst zu: Die Daten wurden jahrelang fehlerhaft interpretiert. Die Studie war zur Untersuchung des Nutzens einer Hormontherapie zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen durchgeführt worden. Die Teilnehmerinnen waren im Durchschnitt 63 Jahre alt gewesen und bei knapp der Hälfte lagen gesundheitliche Risiken vor. Die Ergebnisse dieser Studie waren fälschlicherweise auf die Hormontherapie zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei jüngeren, gesunden Patientinnen übertragen worden. Nach Einschätzung des Berufsverbandes der Frauenärzte wurde deshalb wohl Millionen von Frauen großes, unnötiges Leid aufgebürdet. Denn gute Ratschläge zur Lebensführung und rezeptfreie pflanzliche Präparate allein genügen laut BVF nicht, um massive, die Lebensqualität einschränkende Wechseljahresbeschwerden effektiv zu behandeln.

Heute gibt es individuelle Therapiekonzepte für jede Frau

Wechseljahresbeschwerden?  Keine Angst vor einer Hormontherapie!
© Thinkstock/Schuster PR
Dennoch hat die fehlerhafte Studie ihr Gutes: Sie hat dazu geführt, dass die Hormonbehandlung kritisch hinterfragt und zum Wohle der einzelnen Patientin verbessert wurde. So wird heute eine Hormontherapie nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip praktiziert. Im Gegenteil: Nutzen und etwaige Risiken der Frau werden sorgfältig abgewogen, um die individuell am besten geeignete Therapie zu ermitteln. Vor allem Frauen unter 60 ohne Risikofaktoren können von einem Hormonausgleich profitieren. Immer mehr Frauenärzte empfehlen dabei die transdermale Hormontherapie z. B. mit Gynokadin® Dosiergel (rezeptpflichtig). Da die Östrogene über die Haut aufgenommen werden, wird die Leber etwa 50-mal weniger belastet als durch die Einnahme von Hormontabletten. Auch die Gefahr von Blutgerinseln erhöht sich nicht, ganz im Gegensatz zur Tabletteneinnahme. Das ist insbesondere auch bei Risikofaktoren wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und erhöhter Thromboseneigung von Vorteil.

Körperidentisches Progesteron gut verträglich

Um ihre Gebärmutter vor unkontrollierten Blutungen und Wucherungen zu schützen, sollten Frauen bei einer Hormonersatztherapie zusätzlich ein Gestagen einnehmen. Viele Frauenärzte verordnen bevorzugt naturidentisches mikronisiertes Progesteron in Form von Weichkapseln wie Utrogest® (rezeptpflichtig). Weil das aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnene Hormon dem natürlichen Gelbkörperhormon der Eierstöcke entspricht, wird es vom Organismus, anders als synthetische Präparate, wie eigenes Progesteron behandelt und ist damit besonders gut verträglich.

Weitere Infos gibt es unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und im neuen Portal www.gynolog.de

 
 

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Unbekannter Gast  am 08.06.2016 18:27

Also! Die Pubertät läutet bei uns Frauen die fruchtbaren Jahre ein. Denn biologisch ist bei uns Frauen die fruchtbaren Jahre ein. Alles wunderbar und keiner spricht von einer Mangelerscheinung oder Krankheit. Die Wechseljahre bei uns Frauen läuten die unfruchtbaren Jahre ein. Auch versucht der Körper sein Hormonausgleich zu finden. Nur braucht er das nicht mehr wie in Zeiten der Fruchtbarkeit. Nicht mehr und nicht weniger. Viele Grüße Annemarie von Gradowski Wechseljahrestherapeutin.

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