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Alles zum Thema Aberglauben

Weihnachtsaberglaube Nr. 1 - Miraculix lässt grüßen

Aberglaube
In den nächsten drei Wochen steht der Aberglaube ganz im Zeichen der Weihnacht! Den Auftakt macht ein allseits bekannter wie beliebter Brauch: das Küssen unter einem Mistelzweig.

Ursprünglich geht der Aberglaube mit den gespitzten Lippen auf die Saturnalien im alten Rom zurück. Eine andere Herkunftsmöglichkeit scheint Skandinavien zu sein, wo die Pflanze einen heiligen Status besaß. Deshalb schlossen Krieger, die unter einer Mistel aufeinander stießen, für diesen Tag Waffenstillstand.

Warum das Wettküssen in unseren Gefilden insbesondere an Weihnachten Hochkonjunktur hat, ergibt sich aus der Natur der Mistel: Ihre Beeren reifen nur im Dezember. Das Küssen soll Glück bringen - nicht nur in der Liebe. Doch mit der Mistel verbinden sich auch andere Mysterien. So sagte man schon in alten Zeiten dieser Pflanze nach, dass sie böse Geister sowie Blitzschlag und Feuer von Haus und Hof abhalte, Schlösser öffnen und Schätze finden könne. Und man vergesse nicht die Druiden, die aus dem weihnachtlichern Immergrün vielerlei Hausmittel, unter anderem den Zaubertrank für ein kleines gallisches Dorf, herstellten. Es gibt jedoch auch Spielregeln, die es zu beachten gilt: Jedes Mal, wenn ein hübsches Mädchen oder ein netter Junge unter dem Zweig mit den weißen Beeren steht und geküsst wird, muss eine Beere gepflückt werden. Gibt es keine Beeren mehr, dann ist Schluss mit der Küsserei!

Aberglaube
In England und Wales sagt man auch „No mistletoe, no luck“ – kein Mistelzweig, kein Glück. Um für das Eheglück zu sorgen, wurden die Halbschmarotzer, die auf Laubbäumen wachsen, in Brautkränze eingeflochten. Als Beschützer gegen überirdische und irdische Gefahren, wie Dämonen und Blitzschlag, schmückt die Mistel seit jeher Hauseingänge. Da die Pflanze arzneimitteltechnisch nicht nur zur Opiat-Familie gezählt wird, sondern auch als natürliches Potenzmittel gilt, das gewisse Blockaden aufhebt, steht es außer Frage, warum gerade sie das bevorstehende Glück eines Paares symbolisiert. (ip)
Kommentar
 
unbekannter Gast
23.12.2010 16:29

Salz verstreuen gegen ungeliebte personen

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