In einem Tiefentraum kommen Inhalte aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche, die teilweise dorthin verdrängt wurden, weil sie unserem Bewusstsein aus irgendeinem Grund zu heikel waren oder wir uns bislang nicht in der Lage sahen sie aufzuarbeiten. Das bedeutet aber keineswegs, dass es sich notwendigerweise um unangenehme Dinge wie Ängste handeln muss.
Im Gegenteil: Am häufigsten kommen Wünsche zum Ausdruck. Um die unbewussten Vorgänge zu Tage zu fördern, muss der Traum sie allerdings an der Zensur des Bewusstseins vorbeischmuggeln. Dazu bedient er sich einer Art Geheimsprache, die mit Symbolen arbeitet. Um zu entschlüsseln, was der Traum uns sagen will, müssen wir also seine Einzelheiten als Symbole begreifen und herausfinden, wofür diese jeweils stehen. Haben wir die einzelnen Komponenten des Traums durchschaut, können wir das Ganze wie ein Puzzle zusammensetzen. Was zunächst wirr und absurd erschien, ergibt dann ein sinnvolles Mosaik.