Zurück zum Artikel
 

Was Jungen brauchen

Interview mit Alexander Bentheim

Diplom-Pädagoge und Autor

Was jungen brauchen
Alexander Bentheim
WomenWeb: Wie wurden Sie selbst erzogen und was halten Sie heute von dieser Art der Erziehung? Welche Rollenklischees wurden Ihnen dabei rückblickend vermittelt?

Bentheim: Sehr klassisch: Vater beruflich viel abwesend, Mutter Hausfrau und Erziehungsverantwortliche, ansonsten nur weibliche Aufmerksamkeit in Kindergarten und Grundschule. Viele Rollenklischees waren damit grundsätzlich präsent. Interessant fand ich immer, dass viele Mütter die eigentlich Dominanten waren, eben weil sie präsent waren. Die Väter dagegen waren eher die Unscheinbaren, kaum greifbar. Ich hätte meinen Vater damals gern mehr erlebt, als Ausgleich, Ergänzung, Korrektiv zur Mutter. Heute freue ich mich über jeden Vater, der sich ganz normal, alltäglich, partnerschaftlich um die Anliegen seiner Kinder kümmert und nicht nur spektakuläre Wochenendaktionen unternimmt. Insofern ist die frühere Art der Erziehung ein Anachronismus, der überwunden werden sollte – und auch kann. Heute stehen mehr geschlechterpädagogische Erkenntnisse und damit Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, Väter und Mütter brauchen nur gemeinsam zugreifen. Ich selbst kümmere mich ebenso ums Geldverdienen wie um den Abwasch, was nicht zuletzt unabhängiger macht.
Kommentar
 

 

Stichworte aus Kinder

Neueste Forenbeiträge
Mehr aktuelle Forenbeiträge

Gewinnspiele

Amy Macdonald: Life in a beautiful light - ab 08.06.!

Gewinnen Sie 5 Alben und 2 Ticket für "Schlag den Raab"!

Teilnehmen Gewinnspielübersicht
Amy Macdonald: Life in a beautiful light - ab 08.06.!
Ähnliche Artikel
Kinder-Artikel
Hier finden Sie alle Artikel aus dem Bereich "Kinder" im Überblick. Kinder-Artikel
 
[x] schließen
WomenWeb ist nun auch über Ihr soziales Netzwerk erreichbar. Folgen Sie uns und bleiben Sie immer top informiert.