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Eizellen aus dem Gefrierschrank

Kinder? Ja, aber nicht sofort

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Immer mehr Frauen in Deutschland verschieben den Kinderwunsch auf einen späteren Zeitpunkt. Waren die Mütter bei der Erstgeburt vor vierzig Jahren im Schnitt noch 24, sind sie aktuell um die 30 Jahre alt. Die Gründe für die veränderte Lebensgestaltung: Frauen wollen und müssen heute genauso top im Job sein wie ihre männlichen Kollegen. Das bedeutet längere Ausbildungszeiten, Studium und Weiterbildung, um sich im Beruf dann irgendwann richtig etablieren zu können. Auch gibt es nicht wenige Frauen, die sich erst ein solides finanzielles Polster zulegen möchten, bevor sie überhaupt anfangen an Kinder zu denken. Ein weiterer nicht unwesentlicher Aspekt: Viele haben in dieser Lebensphase auch noch nicht den geeigneten Partner für die spätere Familiengründung gefunden.

Wenn Mutterglück zum Rechenexempel wird

Eizellen aus dem Gefrierschrank
© Monkey Business Images/shutterstock
Bevor man sich jedoch umsieht, ist für viele Frauen die biologische Uhr abgelaufen oder zumindest so gut wie. Irgendwann stellt man fest, dass es wesentlich leichter ist, eine Schwangerschaft zu verhindern, als schwanger zu werden. Verfügt man bei der Geburt als Frau noch über eine Million Eizellen, sind es bis zur Pubertät nur noch etwa 250.000. Die biologisch beste und fruchtbarste Zeit einer Frau liegt demnach um das 25. Lebensjahr. Ab dann lässt die Fertilität nach, denn die Anzahl und Qualität befruchtungsfähiger Eizellen verringert sich kontinuierlich. Lässt man sich deshalb zu lange Zeit mit der Babyplanung, könnte es problematisch werden. Bereits ab dem 30. Lebensjahr sinken die Chancen, schwanger zu werden, ab 35 wird es schon sehr schwierig ein Kind zu bekommen. Und ab dem 40. Lebensjahr geht es vielfach überhaupt nur noch mit medizinischer Hilfe. Wobei selbst die Chancen einer künstlichen Befruchtung dann bereits eingeschränkt sind.

Top-Eizellen frühzeitig einfrieren und konservieren

Eizellen aus dem Gefrierschrank
Ein Ausweg aus diesem Dilemma könnte ein neues Verfahren, die Eizell-Konservierung sein. Das Einfrieren ohne medizinische Gründe wird englisch „Social freezing“ genannt. Dabei werden die Eizellen bei der Frau zu einem Zeitpunkt entnommen, wenn diese noch in ausreichender Anzahl und guter Qualität vorhanden sind. Mithilfe eines neuen speziellen Verfahrens, der „Vitrifikation“ wird den Eizellen zunächst Wasser entzogen, um sie dann schonend einzufrieren und in mit Stickstoff gefüllten Kryobehältern bei minus 196 Grad aufzubewahren. Unter diesen Bedingungen können die Zellen über lange Zeit in den Spezialbehältern lagern, ohne dass die Lebensfähigkeit und Funktion beeinträchtigt wird. Ist der richtige Zeitpunkt gekommen, werden die Eizellen wieder aufgetaut, mit den Samenzellen des Mannes befruchtet und mithilfe reproduktionsmedizinischer Techniken in die Gebärmutter eingesetzt. Je jünger dabei eine Frau bei der Entnahme von Eizellen zum Einfrieren ist, desto besser eignen sie sich für eine spätere Schwangerschaft. Eizellen von 25-jährigen Frauen seien nach dem Auftauen fast zu 100 Prozent intakt, darauf wies erst kürzlich die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hin.
 

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