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Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

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Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft bildet die Grundlage für die gesunde Entwicklung des Kindes. Das Verantwortungsgefühl der werdenden Mutter kann Stress und Verunsicherung hinsichtlich der richtigen Ernährung auslösen. Dieser Artikel will aufzeigen, dass viele Sorgen unnötig sind. Denn die zuträgliche Nahrungsaufnahme während der Schwangerschaft muss nicht studiert werden. In vielem gleicht sie der ausgewogenen Ernährung eines gesund lebenden Menschen außerhalb der Schwangerschaft.

Gurken und andere Legenden

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft
© Monkey Business Images/Shutterstock
Um die kompliziert-kapriziösen Essgewohnheiten schwangerer Frauen ranken Legenden: Ehemänner sollen mitten in der Nacht Jagd auf ein Glas Gurken oder eine Tafel Haselnussschokolade gemacht haben. Und nicht nur die Art der Nahrung, auch ihre Menge wird unter die Lupe der Übertreibung genommen - schließlich müsse die Schwangere für zwei essen: je dicker sie sei, desto gesünder wachse die Leibesfrucht heran. Das sind Dorfgeschichten. Heißhungerattacken sind bekannt, begleiten aber nicht die gesamte Schwangerschaft. Und eine dramatische Zunahme des Körpergewichts ist kein Indikator für eine gesunde Kindesentwicklung - im Gegenteil. Übergewicht kann Mutter und Kind Schaden zufügen - Stichwort Schwangerschaftsdiabetes. Das Bundesministerium für Ernährung rät zu einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Tierische Lebensmittel sollten maßvoll konsumiert werden, Fisch hingegen darf mindestens zweimal wöchentlich auf der Speisekarte stehen. Snacks, Süßigkeiten, Frittiertes und Fettiges müssen im Ernährungsplan die Ausnahme bilden.

Vorübergehend tabu

Ein paar Dinge sollten in der Schwangerschaft vermieden werden. Alkohol und Nikotin gehören selbstverständlich dazu. Koffein nicht. Im Falle des geliebten Alkaloids gilt: die Menge macht das Gift. 200 mg pro Tag sind erlaubt. Das entspricht einem großen Becher Filterkaffee. Gemieden werden sollte Rohmilchkäse (wegen der fruchtschädigenden Listeria-Bakterien). Rohes Fleisch, roher Fisch und ungekochte Eier sind wegen der Bakterien- und Parasitengefahr verboten. Fisch kann es fast nicht genug geben. Außer Hai, Merlin und Schwertfisch - denn diese Tiere enthalten zu viel natürliches Quecksilber. Thunfisch sollte auf zwei bis vier Dosen pro Woche beschränkt werden.

Wissenschaftliche Untermauerungen

Ideal ist eine langsam-kontinuierliche Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Die neunmonatige ungezügelte Esslust ist eine Legende. Tatsächlich treten solche Phasen vor allem in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten auf. Kontraindiziert, weil schädlich für den Fötus, ist eine Diät. Eine Studie im Rahmen des Nutritional Programming, der ernährungsbedingten Programmierung, hat sich mit den Kindern niederländischer Frauen aus den Hungerjahren 1944/1945 befasst und eine überdurchschnittliche Häufigkeit von Fettsucht, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Hypertonie festgestellt. Auch für die positiven Auswirkungen einer ausgewogen-gesunden Ernährung gibt es wissenschaftliche Belege. Amerikanische Forscher haben im Fachblatt "Archives of Disease in Childhood" eine Beobachtungsstudie an 19.000 Teilnehmerinnen veröffentlicht. Das Ergebnis: Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist gut für das Baby-Herz. Die Gefahr eines Vorhofseptumdefekts ("Loch im Herz") liegt um 23 Prozent niedriger, wenn die Ernährung stimmt. Das von der Europäischen Union geförderte EARNEST-Projekt (Early Nutrition Pogramming Project) betont die stärkende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf das Immunsystem.

Nahrungsergänzung mit Sinn

Omega-3-Fettsäuren sind unverzichtbare Bausteine für die Entwicklung von Gehirn und Augen. Das referiert Ebba Loeck von Doppelherz in ihrem Fachartikel. Gleichzeitig stellt sie fest, dass deutsche Frauen durchschnittlich nur 105 Gramm Fisch und Krustentiere wöchentlich essen - zu wenig für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft. Hochwertige Omega-3-Nahrungsergänzungen können den Bedarf unterstützen. Das gleiche gilt für die Folsäure. Dieses Vitamin ist ab Beginn der Schwangerschaft für Zellbildungs- und Zellteilungsprozesse essentiell wichtig. Der menschliche Körper kann aus seiner Nahrung nicht den Bedarf einer Schwangeren decken, wie Loeck erläutert. Eine Nahrungsergänzung ist im Fall der Folsäure notwendig. Sie wird auch vom Bundesministerium für Ernährung empfohlen.

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist weder kompliziert noch voller Verzicht. Für manche Schwangere mag sie ein Anlass zur Umstellung auf ein ausgewogeneres Essverhalten sein, das auch nach der Schwangerschaft beibehalten wird. Wenn die abwechslungsreiche Kost durch Folsäure und Omega-3-Fettsäuren ergänzt und von einem leichten Sportprogramm unterstützt wird, kann einer gesunden Schwangerschaft nichts im Wege stehen.

 
 

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