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Kekse machen glücklich!

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Leben und schreiben für den Keks: Die „Mischungsmacherin“ Anita Freitag-Meyer arbeitet in dritter Generation daran, die beste Keksmischung Deutschlands auf den Markt zu bringen und schreibt auf www.keksblog.com.

Eine echte Keks-Familie

Kekse schmecken jedem gut – zu jeder Zeit! Ursprünglich ist ein Keks (aus dem Plural cakes von engl. cake ‚Kuchen‘) ein englisches Gebäckstück. Kekse werden traditionell zu Kaffee oder Tee serviert und sind auch als Reiseproviant beliebt. Es gibt Kekse mit Schokolade oder Zuckerguss, mit Nüssen oder mit Früchten, Butterkekse, Keksmischungen, gefüllt oder ungefüllt. Das 1x1 des Kekse-Backens ist im Norden Deutschlands zu Hause. Denn in Verden an der Aller gibt es eine Familie, die ihr Leben bereits in dritter Generation dem Keks gewidmet hat: Es ist die Familie Hans Freitag, dessen gleichnamiges Familienunternehmen seit 66 Jahren Kekse mit Herz und Verstand backt.

Drei Generationen Kekse

1949 wurde dafür der erste Grundstein gelegt: Dabei wollte Hans Freitag sen. – der Gründer des Unternehmens – im Jahr 1948 gar keine Kekse backen, sondern eine Brotfabrik gründen, und hatte den Ofen dafür auch schon bestellt. Die Bäcker der Verdener Innung stellten sich aber quer und die Brotfabrik erhielt keine Genehmigung. Kurzerhand ließ Hans Freitag den Ofen umbauen und begann, Kekse herzustellen.

Und das mit Erfolg: Das Unternehmen nimmt in den 50er-Jahren einen rasanten Aufschwung! Nach dem frühen Tod des Gründers 1960 übernimmt seine Witwe die Leitung. Ihr Sohn Hans tritt schon mit 14 Jahren in die Firma ein, lernt Zuckerbäcker und Kaufmann. 1973 übernimmt Hans Freitag junior mit erst 27 Jahren die Geschäftsführung.

Verdener Keks- und Waffelfabrik
Auslieferung der ersten Produkte
der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag
1990 tritt Anita Freitag-Meyer in das Unternehmen ein, sie hat wie ihr Vater die Ausbildung im Familienbetrieb absolviert und früh Verantwortung übernommen. Heute ist Anita Freitag-Meyer die geschäftsführende Gesellschafterin der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag. „Als älteste Tochter war ich immer für die Nachfolge vorgesehen“, sagt Freitag-Meyer und ergänzt: „Mein Vater hat einen zweiten Stuhl hinter seinen Schreibtisch gestellt, und ab dem Zeitpunkt haben wir alles gemeinsam gemacht."
Verdener Keks- und Waffelfabrik
Die erste Konditorei
der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag
Freitag-Meyer ist in der Produktion genauso zu Hause wie im Geschäftsführungsbüro. Wenn sie in ihre Backstube will, geht sie von ihrem Büro nur ein paar Schritte, und schon steht sie zwischen Keksöfen und Wohlgeruch. Hier kommen Mehl, Kakao und Fett aus großen Tanks, die Backbleche sind etliche Meter lang und die Öfen backen Tausende von Keksen – in der Minute. Gerade noch hat die Chefin Zeit, ihren Kittel überzuziehen und die vorgeschriebene Haube aufzusetzen, schon prüft sie die Qualität von frisch gebackenen Butterkeksen, Schokoplätzchen, Waffelröllchen und Haselnussschnitten.

Auf die Frage, wo denn die Produktentwicklung sei, lacht sie: „Die steht vor Ihnen!“ und meint damit sich selbst und ihren Betriebsleiter. Neue Kreationen tüfteln die beiden in einer kleinen Küche aus, Tester finden sich stets genug in der Familie Freitag, unter den 350 Mitarbeitern, oder auch unter den Blogleser/innen und Facebookfans, die regelmäßig an Produkttests teilnehmen können.

130 Tonnen Waffeln und Kekse täglich

Verdener Keks- und Waffelfabrik
Diese Maschine sortiert hunderte Kekse pro Minute
Energiegeladen und spritzig springt Freitag-Meyer zwischen den Bändern und ihrem Büro hin und her, führt stolz die Maschinen vor. Ihr Motto „Wenn man eine Arbeit mag, dann ist es keine Arbeit” (Anders Jonas Angström) merkt man ihr bei jedem Schritt an. 130 Tonnen Waffeln und Kekse produzieren die Verdener Keksbäcker täglich in zwei Schichten – Tendenz steigend. Jährlich macht das fast 26.000 Tonnen Gebäck.

Die Produkte heißen Schokotatzen, Mini-Prater, Mozart-Stäbchen, Mignon Waffeln, Kaffee-Gebäck-Kränzel – und schmecken so herrlich, wie es in der Produktion riecht. Die Firma stellt viele Produkte als Mono-Produkte her, vor allem aber Mischungen, die im Beutel oder in der Dose der "Brot-und-Butter-Artikel“ im Süßwarenregal sind, so Freitag-Meyer.
Verdener Keks- und Waffelfabrik
Kekse werden hier am laufenden Band gebacken
Kekse werden hier am laufenden Band gebacken. Es gibt Schnitt-, Form- oder Spritzgebäck, je nachdem wie der Teig auf das Stahlband kommt, also entweder durch eine Schablone gepresst und geschnitten, über Formwalzen aus Messing oder wie bei Muttern aus der Spritztülle – allerdings spritzt die Maschine hier die Kekse gleich zu Hunderten aufs Blech. Das Stahlband läuft dann durch einen 40 bis 60 Meter langen Ofen, in dem die Kekse bei etwa 185 Grad Celsius gebacken werden.

Die Waffeln des Familienunternehmens gibt es mit und ohne Füllung. Dazu wird zunächst das Waffelblatt in einem überdimensionalen Waffeleisen gebacken. Heraus kommen tischplattengroße Waffelblätter, die es in verschiedenen Rezepturen, Dicken und Prägungen gibt – je nach Füllung sind sie hauchdünn oder dick und süß. Für Vanillecreme-Waffeln werden sie mit Creme bestrichen und zu fünfen gestapelt, die Haselnussschnitte dagegen besteht aus zwei dickeren Platten und einer Schicht Haselnuss-Schoko-Creme. Vor dem Schneiden wird der Waffelblock gekühlt, weil die Creme sonst herausgedrückt würde.

Zurück zu den Wurzeln

Verdener Keks- und Waffelfabrik
Das neue Logo der
„Hans Freitag Keks- und Waffelbäckerei“
Kaufen kann man die fertigen Kekse praktisch in jedem deutschen Supermarkt, zum einen unter der Marke „Hans Freitag“ und als Handelsprodukt. „Wir sind aus Tradition ein starker Handelsmarkenlieferant“, betont Freitag-Meyer. Mehr als 60% der Produktion füllt ihr Werk in Tüten ab, auf denen eine Marke des Handels prangt. Alles, was im deutschen Handel Rang und Namen hat, findet sich in der Kundenliste. 30 Prozent der Produktion gehen in den Export. Die eigene Marke weiter aufzubauen, ist für Anita Freitag-Meyer ein wichtiges Ziel.

Sie möchte zurück zu den Wurzeln ihres Traditionsbetriebs und die alte Geschichte von Hans Freitag ganz neu entdecken. Dazu präsentiert sie ihre eigene Herstellermarke seit Januar 2013 stolz mit der aktualisierten Markenbezeichnung „Hans Freitag Keks- und Waffelbäckerei“, mit einem neuen Logo, einem neuen Design und neuen Produkten. Nach dem Motto „Für immer gut“.
Verdener Keks- und Waffelfabrik
Anita Freitag-Meyer ist Familienunternehmerin aus Leidenschaft
Besonders spannend sind auch die Rückseiten ihrer neuen Verpackungen: Dort ist die Firmen- und Familientradition der Familie Hans Freitag nachzulesen, umrahmt von einem Foto der ersten Hans Freitag Bäckerei und einem Portraitfoto von Anita Freitag-Meyer. Ferner erzählt ein Clip, der durch einen QR-Code auf der Packung generiert wird, die Geschichte von „Hans Freitag“. Für weitere Transparenz sorgt ein Hinweis auf www.keksblog.com, dem prämierten Blog des Unternehmens.

Knackiges Blog

Verdener Keks- und Waffelfabrik
Butterkeksmischung: Lecker Schmecker Mischung
Denn tatsächlich ist Anita Freitag-Meyer nicht nur geschäftsführende Gesellschafterin der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag, sie betreibt auch (gemeinsam mit Linda Grohe) das „knusprigste Blog der Welt”, das Keksblog. Dazu sagt sie: „In einem Blog sah ich die Möglichkeit, über das, was ich am allerliebsten habe (neben meiner Familie natürlich!), nämlich unsere Keksfabrik, zu sprechen. Darüber, was wir hier tagtäglich machen, wie es hinter den Kulissen des Unternehmens aussieht, was uns bewegt und uns antreibt. Unser Blog gibt mir eine Plattform, all das loszuwerden, was mir wichtig ist. Außerdem schreibe ich sehr gern; im jugendlichen Leichtsinn wollte ich mal Journalistin werden. Der Name „Keksblog“ war einfach eine logische und eingängige Kombination – kein Schnickschnack drumrum, Keksblog und gut.“

Köstliche Neuprodukte

Verdener Keks- und Waffelfabrik
Knusprige Kekssorte: Crunchette
Genauso sind auch ihre drei Neuprodukte: einfach gut und ohne Schnickschnack! Diese präsentierte sie erst im Januar.

„Lecker Schmecker Mischung" – mit Butter wie hausgemacht

Die „Lecker Schmecker Mischung" ist eine bisher einzigartige Mischung reiner Butterkekse, die wie hausgebacken mit Butter gebacken werden und als erste Mischung in Deutschland ohne den Zusatz von Aromen auskommt. Die Rezepte für die „Lecker Schmecker Mischung" stammen aus dem 66 Jahre alten Rezeptbuch von Hans Freitag. Die „Lecker Schmecker Mischung" bietet, was der ganzen Familie schmeckt: Vielfalt und beste Zutaten. Die neue Mischung ist für einen UVP von 1,79 € für den 300-g-Kompakt-Beutel erhältlich.

„Crunchette" – knusprige Kekssorten für neue Zielgruppen

„Crunchette" ist ein neuer, sehr dünner Keks, der in zwei Sorten für den besonderen Knuspermoment überall und zwischendurch auf der Welt sorgt: Die eine Variante begeistert mit knusprigen Toppings aus karamellisierten Erdnüssen sowie zarter Vollmilch-Schokolade, die andere Geschmacksrichtung ist die perfekte Wahl für Liebhaber von Reis-Crispies und Schokolade. Der neue Lifestyle-Snack wird im 135-g-Beutel für einen UVP von 1,29 € angeboten.
Verdener Keks- und Waffelfabrik
Feine Mischungen: Desiree und Noblesse
„Desiree“ und „Noblesse" – erneuerte Bestseller
„Desiree“ steht für Waffelgenuss in allen Variationen, mit und ohne Schokolade, cremiger Vanille- oder Kakaofüllung! „Noblesse" ist seit Jahren eine bewährte Gebäckwahl aus dem Hause Hans Freitag, mit der man die schönen Momente des Lebens genießen kann. Jetzt auch mit dem neuen „hf“-Look. Die Bestseller sind in der 400-g-Packung für einen UVP von 1,29 € - 1,49 € erhältlich.

Anita Freitag-Meyer knuspert am liebsten ihre neue „Lecker Schmecker Mischung“ – am Tag etwa fünf Stück – immer so gegen 10:30 Uhr, wenn der kleine Hunger kommt… Wenn neue Produkte gebacken werden, dann – so sagt sie – natürlich weitaus mehr, manchmal beiße sie auch nur einmal ab, denn frau achtet ja auf die Linie.

Privat kocht und backt sie auch gerne für ihre beiden Kinder und ihren Mann. Das Familienleben ist ihr ganz besonders wichtig. Ob ihre Kinder die Keksfirma in vierter Generation weiterführen werden, ist noch offen. Das wäre zu Hause noch kein Thema, so Anita Freitag-Meyer. Aber natürlich ist es ein Wunsch, dass der Betrieb in der Familie bleibt. Es gibt Tee und Butterkeks für die Chefin. Sie sieht glücklich bei allem aus – gleich muss sie zurück in die Produktion, und dann zu einem Kundentermin und wenn noch etwas Zeit ist, einen Artikel für das Keksblog schreiben – es scheint, als bliebe alles "für immer gut".

So süß ist Keksgeschichte ...



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