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Traumfrau sucht Traummann

Warum wir gerne übertreiben...

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Es könnte alles so schön sein. Im Beruf sind wir erfolgreich, in der Freizeit aktiv und im Freundeskreis beliebt. Doch der Traumpartner, der fehlt. Er sollte natürlich perfekt zu uns passen, der Mister Right: denn eine Traumfrau möchte auch einen Traummann haben. Umgekehrt gilt das genauso. Aber trotz aller Bemühungen bleiben wir allein. Muss das sein?

Häufig sind die Gründe für die schmerzenden Misserfolge unsere eigenen Ansprüche bei der Partnersuche, mit denen wir es gerne übertreiben. Unser Traumpartner soll all unseren Fantasien zu Aussehen, Bildung und Charakter, Sport, Hobbys und Kommunikationsfreude ohne Wenn und Aber genügen. Der Idealmann oder die Idealfrau muss damit ganze Kataloge von Eigenschaften mitbringen, was kaum gelingen kann.

Überzogenes Idealbild

Traumfrau sucht Traummann - Übertreibung?
© maksval/Fotolia
Mister Right soll uns die Wünsche von den Augen ablesen, zuvorkommend und rücksichtsvoll sein, aber auch männlich und durchsetzungsfähig, sportlich und muskulös, feinsinnig und gebildet, im Haushalt helfen und im Anzug eine gute Figur machen, ein guter Unterhalter sein und auch zuhören können. Dieser Endlossatz ließe sich fortsetzen. Denn muss er sich nicht auch voll und ganz auf die Beziehung einlassen und doch nicht klammern, damit wir noch Luft zum Atmen haben? Groß soll er sein, gepflegt, charmant, etwas älter vielleicht und erfolgreich. Ginge es um ein Täterprofil, hätte die Polizei spätestens jetzt keinen einzigen Verdächtigen mehr. Und so haben auch wir mit diesem Wunschprofil keinen Partner.

Den perfekten Partner gibt es nicht

Wir erwarten den Himmel auf Erden und den Traumprinz der unser Herz erobert, um dann doch festzustellen, dass die Augenfarbe nicht ganz stimmt, dass er Golf spielt und wir Tennis, dass er sich lieber lässig kleidet und wir adrett-konservativ. Dann ist er zu jung – oder zu alt, hat Kinder, zwei Ex-Frauen und keinen Waschbrettbauch. Es findet sich immer ein Manko, das einen potentiellen Partner ungeeignet erscheinen lässt. Die Folge sind Frust und Verzweiflung, da wir immer aufs Neue feststellen müssen, dass es offenbar keinen Partner für uns gibt. Und das ist beileibe kein Frauen-Problem, auch Männer kämpfen mit Idealvorstellungen, die eine Partnerin kaum je erfüllen kann.

Träumen ist erlaubt

Traumfrau sucht Traummann - Übertreibung?
© konradbak/Fotolia
Natürlich ist es sinnvoll, sich Gedanken zu machen, welche Eigenschaften ein künftiger Partner haben sollte. Auch Träumen ist erlaubt. Doch die Liste der Voraussetzungen sollte nicht endlos sein. So mancher Psychologe rät dazu, sich zwei, drei Punkte zu wählen, die unbedingt sein müssen beziehungsweise keineswegs sein dürfen. Jenseits dieser Grundkriterien sollte jedoch eine gelassene Offenheit herrschen. Muss Mister Right wirklich Tennis spielen? Muss er reich und erfolgreich sein? Sind Kinder ein No-Go? Je mehr Ausschlusskriterien wir kritisch überprüfen und mit gutem Gewissen aus unserem Anforderungsprofil streichen, umso größer wird die Chance, auf einen Partner zu treffen, bei dem es funkt. Schließlich wollen wir ja einen Menschen aus Fleisch und Blut kennenlernen und keine perfekte Figur aus einer Telenovela oder dem jüngsten Hollywood-Blockbuster.

Lebenserfahrung als Hindernis

Traumfrau sucht Traummann - Übertreibung?
© Jiri Miklo/Fotolia
Die Folgen überzogener Erwartungen sind fatal. Lernen wir einen vielversprechenden Mann kennen, gehen wir nicht mehr richtig auf ihn ein, sobald wir kleine Abweichungen von unseren Idealen feststellen. Schnell wenden wir uns dem nächsten Kandidaten zu, nach dem Motto: keine Zeit verschwenden, der nächste könnte ja besser sein. Vielleicht sind wir einfach zu wählerisch geworden, weil es heute scheinbar leicht ist, über das Internet Gleichgesinnte kennenzulernen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir generell häufiger nach einem Partner suchen, denn noch nie gab es so viele Single-Haushalte und Trennungen wie heute. Umso mehr Lebenserfahrung Frauen und Männer gesammelt haben, desto höher sind ihre Ansprüche und Erwartungen. Denn unsere Ichbezogenheit wächst mit der Zeit. Wir neigen dazu, uns auf die eigenen Wünsche zu fixieren, statt auf die liebreizenden Eigenheiten des Menschen, den wir gerade kennengelernt haben. Dabei ist es durchaus zweifelhaft, ob wir selbst unsere Ansprüche erfüllen könnten.

Offenheit wagen

Hat es beim ersten Mal nicht gleich geknistert, lohnt manchmal auch ein zweiter Blick. Ohnehin sollten wir eine Suche nach Schema F vermeiden. Häufiger als man denkt, scheinen Menschen zunächst nicht füreinander bestimmt, um sich dann doch für ein ganzes Leben zu verlieben. Mit Offenheit und Toleranz ist das viel leichter.

 
 
 
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