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Geheimnisse in Beziehungen

Buchtipp I

Geheimnisse in Beziehungen
Der Ratgeber „Lass mir mein Geheimnis!“ von Ursula Nuber verrät, „Warum es gut tut, nicht alles preiszugeben“.

Positive, sogenannte „konstruktive“ Geheimnisse haben laut der Diplom-Psychologin positive Auswirkungen auf den Wahrer der geheimen Sache: Sie schützen etwa die Privatsphäre, stärken die Liebe oder geben Kraft.
Was Ursula Nuber unter „konstruktiven Geheimnissen“ versteht, erläutert am besten ein Beispiel:

Margret und ihr Partner wünschten sich mit Mitte Zwanzig ein Kind. Es klappte aber leider nicht. Der zuständige Arzt konnte keine medizinische Ursache feststellen. Margret beschloss daraufhin, zu einer Selbsthilfegruppe für ungewollt kinderlose Frauen zu gehen. In dieser Gruppe waren die Frauen aber so verzweifelt und die Stimmung so deprimierend, dass sie nichts mehr mit dem Thema zu tun haben wollte. Keiner außer ihrem Partner, von dem sie sich später aus anderen Gründen trennte, wusste etwas von der Tatsache, dass Margret keine Kinder bekommen konnte. So entschied sich Margret dafür, den Leuten zu erzählen, sie wolle keine Kinder haben. Damit ist sie zufrieden, setzt sich selbst nicht mehr unter Druck und schmettert zermürbende Nachfragen ab. Jetzt ist sie mit einem Partner zusammen, der eigene Kinder in die Beziehung mitgebracht hat, so stellt sich ihr die Kinderfrage ohnehin nicht mehr.
Ihr Geheimnis ist ein Art Schutzschild für Margret. Sie schadet niemandem damit, sondern schützt nur sich selbst.
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