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Ursprung und Gegenwart - Wie wichtig ist der Valentinstag für Paare noch?

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Am Valentinstag schenken sich Verliebte traditionsgemäß Blumen. Doch woher stammt dieses Ritual und wer verbirgt sich hinter dem Namensgeber Valentin?

Laut einer Sage stammt die Tradition des Valentinstags aus der Zeit des italienischen Bischofs Valentin von Terni, der im dritten Jahrhundert nach Christus gelebt haben soll. Der Bischof Valentin soll ein leidenschaftlicher Gärtner gewesen sein, der heimlich und gegen ein damaliges bestehendes Verbot verstoßend, verliebte Menschen in seinem Klostergarten christlich traute. Dabei soll er die frisch vermählten Paare mit Blumen beschenkt haben. Dieses Handeln missfiel dem damaligen Kaiser Claudius, der tapfere und kräftige Soldaten für seine Armee brauchte, keine Familienmänner, die sich zu Hause um Frau, Kinder und Hof kümmerten.

Valentinstag Paare
pixabay.com © dimschu (CC0 1.0)
Der genaue Todestag des Heiligen Valentin kann nicht genau belegt werden. Der Sage nach wurde er am 14. Februar 269 auf Befehl des römischen Kaisers Claudius enthauptet. Die Katholische Kirche soll später Valentins Todestag mit dem altrömischen Fest Lupercalia verknüpft haben. An diesem Feiertag wurde „Das Fest der Wölfin“ der römischen Göttin Lupa (Die Wölfin) gefeiert. Anlässlich dieses Festes wurde sie in Gestalt der Göttin Juno Februata, Göttin der Ehe und der Geburt, verehrt. Während die Damen an diesem Tag das Liebesorakel befragten, zogen die Männer Lose, auf denen die Namen der noch ledigen Mädchen verzeichnet waren. Viele der zugelosten Paare sollen den Ehebund geschlossen haben. Im Mittelalter passte die Kirche die bestehenden Feiertage und traditionellen Bräuche dem christlichen Glauben an, von da an wurde der Tag der Verliebten „Valentinstag“ genannt. Das alte Brauchtum wurde unter einem neuen Gewand fortgeführt, von seinem religiösen Charakter hat sich dieser Tag zunehmend entfernt.

In Deutschland tauchte der Valentinstag erst wieder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt. Fest steht, dass der Tag der Verliebten durch den zunehmenden Wohlstand wieder an Bedeutung gewann. Die Konsumgüterindustrie hat diesen Tag dann auch im Laufe der Zeit zunehmend für sich entdeckt: Pralinenhersteller, Blumenhändler, Hotels und Restaurants – um nur einige Beispiele zu nennen - haben ihre jeweiligen Produkte auf diesen Tag ausgerichtet. Nicht umsonst ist heutzutage die Rede vom „Tag der Floristen“.

Geschenke am Valentinstag – Von kreativ bis klassisch

Verliebte lassen sich am Valentinstag bei ihren Geschenken und Dates einiges einfallen, um dem/der Liebsten oder dem zukünftigen Partner eine Freude zu bereiten. Grundsätzlich sollen an diesem Tag die Männer ihre Partnerinnen mit Aufmerksamkeiten erfreuen und Pläne für diesen besonderen Tag haben. Seit vielen Jahren ist es auch bei immer mehr Paaren üblich, dass sie sich gegenseitig beschenken. Laut folgender Umfrage stehen besonders Blumen, Restaurantbesuche und andere Geschenke hoch im Kurs. Hierbei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Vom romantischen Picknick, ein Candle-Light-Dinner bis hin zum entspannten Aufenthalt im Wellness- und Sparesort oder eine Städtetour – das Spektrum der Möglichkeiten ist groß; jetzt gilt es, das Geschenk an die Interessen und Wünsche des Partners anzupassen.

Valentinstag Paare
pixabay.com © Prawny (CC0 1.0)
Wenn der Partner auf „althergebrachte“ Romantik steht, lohnt sich ein Blick auf diese Webseite, auf welcher unterschiedliche Geschenkideen und Bastelmöglichkeiten zu finden sind. Klassische Artikel wie Herzen aus verschiedenen Materialien, Bilderrahmen, Valentinskarten können individuell gestaltet und verziert werden. Sollte sich abzeichnen, dass der Valentinstag für den Traummann eine (große) Rolle spielt, sollte dies der Partner akzeptieren. Um beim Schenken nicht in ein Fettnäpfchen zu treten, empfiehlt es sich, rechtzeitig die Erwartungen der geliebten Person herauszufinden. Diese können stark auseinander gehen.

Hoher Stellenwert im englischsprachigen Raum

Grundsätzlich gilt, dass der Valentinstag in Europa nicht den gleichen (hohen) Stellenwert wie in England, den USA oder Kanada hat. Dies hat ebenso wie der vermeintliche Ursprung des Valentinstags historische Gründe. Seit dem Mittelalter war es beispielsweise in England Brauch, sich am 14. Februar „Valentine“-Karten mit Liebesgedichten zu schenken. Im Jahr 1383 veröffentlichte der britische Dichter Geoffrey Chaucer das Gedicht „Parlament der Vögel“, in dem er mit Verweisen auf die Vogelwelt die Höhen und Tiefen bei der Partnersuche beschrieben. Damals war der Glaube verbreitet, dass die Paarungszeit der Vögel üblicherweise im Februar begann. Fortan nahmen sich immer mehr Menschen vor, in dieser Jahreszeit ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen. Im 17. Jahrhundert wurden die Valentine-Karten mit dem Verschenken von Blumen kombiniert – eine Tradition, die noch heute zelebriert wird.
 
In den USA und Kanada gehören wie in England Karten, Blumen und/oder Pralinen in Herzform wie selbstverständlich zum Tag der Liebenden. Auf verzierten Karten mit persönlichen und netten Wort wird der Dame beziehungsweise dem Herrn der Wahl die Zuneigung mitgeteilt. Dies kann in den USA größere Ausmaße annehmen – jährlich werden etwa 200 Millionen Valentinskarten verschickt. Romantische Dinner verbunden mit einem Kinobesuch stehen auf der Beliebtheitsskala oben. Die großen amerikanischen Filmstudios haben diesen Trend schon lange erkannt und legen den Kinostart vieler romantischer Komödien auf den Valentinstag.

Unterschiedliche Wahrnehmungen zum Valentinstag in Deutschland

Laut einer Umfrage gaben die befragten Männer in Deutschland im Jahr 2015 durchschnittlich 10,70 Euro für Blumen am Valentinstag aus, bei Frauen waren es 3,95 €. Die Preisspanne ist bei Geschen-ken nicht so groß. Hier gaben die Männer im Durchschnitt etwas mehr als vier Euro mehr als die Damen. Beim Essen bzw. Ausgehen ist der Unterschied am größten: Die Herren gaben an, durchschnittlich 30,95 Euro auszugeben, die Frauen 21,69 Euro.

Neben der Konsumgüterindustrie weisen die Medien und PR-Agenturen in regelmäßigen Abständen zu Beginn eines jeden Jahres auf die Bedeutung des Valentinstags hin. Einige Zeitschriften widmen ihre Titelgeschichte diesem Anlass und geben zahlreiche Tipps und Geschenkideen.

Kritiker des Valentinstags entgegnen, dass der Sinn des Schenkens verfehlt ist, wenn sich eine Person genötigt fühlt, an einem festgelegten Tag etwas schenken zu müssen. Zudem freuen sich Menschen in der Regel mehr, wenn sie unerwartet beschenkt werden, da die Überraschung größer ist. Kleine Aufmerksamkeiten außerhalb des Geschenke-Kalenders oder schöne gemeinsame Abende sind für eine Partnerschaft häufig förderlicher als feste Tage, an denen der Partner mit einem Geschenk rechnet.

 
 

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