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Business-Knigge fürs Ausland: Japan

Tischsitten

Business-Knigge
Die Geschäftsessen mit Besuchern aus Deutschland laufen in der Regel nach westlicher Art ab, das heißt man sitzt auf Stühlen am Tisch und isst von Tellern. In jedem internationalen Restaurant bekommt man auf Wunsch Besteck gereicht. Beherrscht man das Essen mit Stäbchen nur unzureichend, sollte man dieses Angebot annehmen, denn die Japaner finden die deutschen Übungen mit Stäbchen meist peinlich, weil sie darin eine Überanpassung an ihre Gebräuche sehen. Im Restaurant übernimmt der Gastgeber die Bestellung. Es wird gern mit "Kampai" zugeprostet, Trinksprüche müssen erwidert werden. Die Rechnung bezahlt, wer als erster nach ihr verlangt, und das ist natürlich in der Regel der Gastgeber.

Zu einem (Abend-) Essen nach japanischer Sitte wird man eigentlich nur als besondere Aufmerksamkeit und nicht bei der ersten Begegnung eingeladen. Ein solches Essen wird auf Bodenkissen sitzend eingenommen.

Vor dem Essen werden heiße oder kalte Tücher – je nach Jahreszeit serviert - damit man sich die Hände noch einmal reinigen kann. In Japan werden alle Speisen gleichzeitig aufgetragen. Als wichtige Regel beachtet man beim Essen, dass warme nicht vor kalten Speisen verzehrt werden. Wenn mit Stäbchen gegessen wird, werden diese mit den Spitzen auf einem Porzellanbänkchen abgelegt. Beim Essen selbst hält man sich vornehm zurück. Höflich ist, wenn Sie von allem ein bisschen nehmen und sich natürlich lobend äußern.

Und so isst man Suppe in Japan, die die ganze Mahlzeit begleitet: Die Schale wird in die rechte Hand gegeben. Dann nehmen Sie die Schale in die linke Hand und können anfangen, die festen Teile mit dem Stäbchen zu essen. Dann darf die Flüssigkeit getrunken werden. Männer ist es auch erlaubt, Suppennudeln geräuschvoll einzusaugen, Frauen sollten hier auf jeden Fall dezenter vorgehen! Die Porzellanlöffel, die man in China für die Suppe nimmt, kennt man in Japan nicht.

Reis ist in Japan das Hauptnahrungsmittel und den ganzen Tag über verfügbar, beispielsweise als Reis-Sandwich, außen von Algen gehalten, oder als Grundlage für allerlei Gewürz- oder Gemüsebeigaben, vergleichbar etwa unserem Umgang mit Brot.

Als Getränk wird meistens grüner Tee gereicht, den man immer ohne Milch und Zucker trinkt. Während des Essens mit Freunden wird dagegen häufig Sake (Reiswein) nachgeschenkt, wobei man immer seinem Nachbarn eingießt, aber nicht sich selbst.
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