Diese Unterschiede schlagen sich am Arbeitsplatz nieder. Männer kommunizieren dort hauptsächlich, um Inhalte und Informationen zu vermitteln. Wenn ein Mann sich mit einem Problem befasst, grübelt er zumeist erst mal für sich alleine. Je weniger Worte ein Mann für seine Aussagen braucht, desto kompetenter gilt er für andere Männer. Selbstzweifel und Unsicherheit zu zeigen ist in der Männerwelt tabu.
Frauen kommunizieren natürlich auch, um Informationen zu vermitteln und Aufgaben zu lösen. Sie tun es nur anders. Sie nutzen Sprache nämlich auch, um Stress abzubauen, Beziehungen und die Kreativität am Arbeitsplatz zu stärken. Ihre Worte vermitteln neben Inhalten auch Emotionen. Bevor eine Frau auf den Punkt kommt, äußert sie vielleicht noch Nebensächlichkeiten, um Interesse zu wecken und Nähe aufzubauen. Frauen äußern zudem häufiger ihre Selbstzweifel. Sie hinterfragen die eigenen Ideen, holen sich gerne die Meinung von Kolleginnen und Kollegen ein. Dabei haben sie nicht das Gefühl, an Souveränität zu verlieren. Denn wenn man andere bei der Problemlösung einbezieht, zeigt man viel Kooperationsbereitschaft, aber auch Achtung und Wertschätzung für das Gegenüber.