Manuela Olhausen nimmt Stadtratsaufgaben wahr
Die Stadt München verantwortet einen Haushalt von 5 Milliarden Euro. In der städtischen Verwaltung arbeiten rund 40.000 Mitarbeiter. Sie sind quasi der verlängerte Arm des Stadtrats, denn die Mitarbeiter setzen deren Entscheidungen und Beschlüsse um. Manuela Olhausen übt ihr Amt als Stadträtin ehrenamtlich aus. Für Ihren Einsatz erhält sie eine Aufwandsentschädigung, die bei weitem nicht derjenigen eines Berufspolitikers entspricht.
Eigentlich arbeitet die junge Frau in ihrem Amt in Teilzeit. Trotzdem verlangt ihr die politische Arbeit mehr wöchentlichen Einsatz ab. Die Stadtratssitzungen der Stadt München finden tagsüber statt. Das bedeutet, zwei Sitzungstage pro Woche sind Usus. Montag ist ab Mittag den Fraktionssitzungen vorbehalten. Dazu kommen noch Vorbesprechungen und Ausschusstätigkeiten. Eine weitere Aufgabe der Stadträtin ist die Zusammenarbeit mit den Bezirksausschüssen und die Teilnahme an Kommissionen und Beiratsgremien. Es gibt 25 Bezirksausschüsse in München. Laut Olhausen sind das sozusagen Stadtviertelgremien, von denen die Stadträtin eineinhalb Ausschüsse betreut. Olhausen ist für die Themen Gesundheit, Schule und Sport zuständig. Sie bringt als Expertin Themen anhand von Anträgen und Anfragen in die Fraktionen und anschließend in den Ausschuss ein, stellt sie dem Plenum vor, diskutiert, recherchiert. Der Stadtrat stimmt dann teilweise über ihre eingebrachten Anträge ab und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung setzen schließlich die Beschlüsse um.
Neben der Gremienarbeit beschäftigt sich die CSU-Politikerin mit anderen konkreten Stadtratsaufgaben. Repräsentationen vor Ort bei den Bürgern zählen beispielsweise zum Tagesgeschäft, ebenso Vorträge zu stadtpolitischen Themen. Als Vertreterin der Stadt für diverse Veranstaltungen ist sie angehalten, Grußworte zu sprechen und den Oberbürgermeister zu vertreten. An zwei bis drei Abenden in der Woche nimmt Manuela Olhausen darüber hinaus noch an Sitzungen von Orts- und Kreisverband und der Frauen-Union teil, einem Frauenspezifischen Gremium der CSU. Alles in allem beträgt ihr politischer Zeitaufwand zwischen 15 und 30 Wochenstunden.