Luise Klemens im Interview
Redaktion: Wie haben Sie es geschafft, sich in diese verantwortungsvolle Position hoch zu arbeiten?
Luise Klemens: Ich kann mit Veränderungen gut umgehen, also neue und für mich interessante Aufgaben übernehmen und dafür auch Ortswechsel in Kauf nehmen.
Vermutlich besitze ich auch ein gutes Maß an Selbstdisziplin. Das heißt, dass ich auch die weniger interessant erscheinenden, neuen Aufgaben genau so annehme wie die Dinge, die frau gerne tut.
Redaktion: Was ist Ihre persönliche Zielsetzung im Beruf?
Luise Klemens: Ich möchte, dass unsere Gesellschaft sozial gerecht und diskriminierungsfrei ist. Das ist die Triebfeder für mein politisches Tun.
Redaktion: Können Sie uns kurz Ihren beruflichen Lebenslauf skizzieren?
Luise Klemens: Ich bin 1963 geboren. und aufgewachsen in einer Familie mit vier Schwestern. Schon während meiner Ausbildung zur Schauwerbegestalterin wurde ich in den Betriebsrat gewählt. Das war eine prägende Zeit und die Grundlage für mein folgendes gewerkschaftspolitisches Engagement. Hauptberuflich für eine Gewerkschaft zu arbeiten, hat mir viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen eröffnet. Ich kenne die gewerkschaftliche Arbeit sowohl vor Ort als auch auf Bundesebene.
Vor dem Beginn der hauptamtlichen gewerkschaftlichen Tätigkeit war ich mehrere Jahre in meiner Heimatstadt Weiden in der Oberpfalz Schauwerbegestalterin und Betriebsrätin im Kaufhaus Hertie. Dort engagierte ich mich ehrenamtlich in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit und als Mitglied der bayrischen Tarifkommission für den Einzelhandel. Daneben war mein kommunalpolitisches Engagement prägend, ich kandidierte für den Bezirkstag.
Meine hauptamtliche gewerkschaftliche Tätigkeit startete ich 1990 bei der Hauptverwaltung einer der ver.di Gründungsorganisationen im Bereich der Jugendpolitik. Darauf folgte die Arbeit beim Landesbezirk Rheinland-Pfalz mit dem Schwerpunkt im Betreuungsbereich des Einzelhandels und der Gewerkschaftlichen Bildungsarbeit und eine Station als Projektleiterin für ein internes Personalentwicklungskonzept. Nach Gründung von ver.di arbeitete ich als Personalleiterin im Landesbezirk Nordrhein-Westfalen auf.
Ende 2005 wurde ich schließlich stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern gewählt und nun im April Landesbezirksleiterin.