Paula Bosch im Tantris Weinkeller
Paula Bosch begreift sich selbst als verantwortungsvolle Gastgeberin: „Es gibt keinen Handgriff, bei dem ich sage, das ist nicht meine Aufgabe. Es bedeutet mir sehr viel, wenn sich der Gast umsorgt und wohlfühlt. Er muss kompetent und fachlich feinfühlig beraten werden. Ich versuche, ihm zu geben, was er erwartet. Ich möchte ihm das Gefühl vermitteln, dass er in jedem Moment im Mittelpunkt steht. Er darf einfach „nur“ Gast sein und ist im Tantris herzlich willkommen.“
Die disziplinierte Frau trägt im Tantris große Verantwortung. Das Auffüllen des 50.000 Flaschen umfassenden Weinkellers inklusive der regelmäßigen Überarbeitung der Weinkarte ist ihr Tagesgeschäft. Daneben erledigt sie Büroaufgaben wie Post- und Mailbeantwortung. Es folgen unter anderem zahlreiche Vorschläge für die Begleitung der Menüanfragen und zwischen zwölf und vierzehn Uhr dann die eigentliche Weinberatung der exklusiven Klientel als Empfehlung zu den ausgewählten Speisen. Sie verwaltet einen Weinkeller, dessen Wert bei rund 2,5 Mio. Euro liegt. Die teuerste Flasche auf der Weinkarte liegt bei 6.000 Euro, ein Romanee–Conti aus dem Burgund.
Der Job der Businessfrau bedeutet Knochenarbeit. Sie ist jeden Tag minimal zwölf Stunden auf den Beinen und kommt häufig erst nachts um zwei Uhr ins Bett. Paula Bosch ist weiterhin viel auf Reisen und in Sachen Wein unterwegs, selbst in ihrer Freizeit. Eines ihr Erfolgsmotti hat sie von Hans Haas übernommen: “Wer bremst, verliert!“ Für Paula bedeutet das, sie möchte noch immer wissen, was die internationale Creme de la Creme der Spitzenweine ist und die Tropfen noch vor allen anderen exklusiv anbieten.
Drei Gründe nennt sie selbst als die wesentlichen für Ihren Erfolg: Fleiß, Disziplin und Genussfähigkeit. Genuss ist gerade in ihrem Job besonders wichtig, denn er bedeutet nicht nur Leidenschaft für das lebendige Produkt Wein, sondern auch den Genuss der exklusiven Umgebung, der Gäste, der Atmosphäre.