Stellen wir uns eine Fahrt mit der Achterbahn vor. Beim Rauftuckern kann man denken: "Mann, jetzt geht es ganz langsam rauf. Wie öde!" Und beim Runterdonnern: "Mist, jetzt geht es ruuuuunter! Wie furchtbar! Dieser Druck und diese Aufregung! Das ist mir alles zu viel."
Wer eine solche Einstellung hat, für den ist die ganze Fahrt eine einzige Qual. Und er tut nichts anderes, als sich das Ende herbeizusehnen.
Ähnlich ist es in der Arbeit, wenn man sich als Spielball zwischen Stress und ätzenden Routinearbeiten fühlt. Dabei kann man die Sache auch ganz anders sehen und angehen. Wenn mal wieder echt viel los ist, wenn die Gäste nur so reindrücken in die Bude oder das Telefon gar nicht mehr stillsteht, dann kann man das ja auch als das Salz in der Suppe sehen. Als willkommenen Kick, als besondere Herausforderung, in die man sich reinstürzt. Ist doch gleich ganz was anderes!
Und zu den Routinearbeiten: Sie sind eine wunderbare Möglichkeit, sich von solchen Hochphasen oder überhaupt von anstrengenden Tätigkeiten zu erholen. Gerade wenn man sich kopfmäßig sehr angestrengt hat oder ausgepowert aus einem endlosen Meeting kommt, tut mal was Handfestes gut. Etwas, wo man sofort ein Ergebnis sieht und was voranbringt. Etwas, das zwar auch Konzentration erfordert, aber ganz einfach von der Hand geht.