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Älter werden ist nicht schwer ...

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... alt sein umso mehr! Das könnte wohl der Leitspruch vieler Menschen sein. Denn die Angst vor Altersarmut und sozialer Ausgrenzung überschattet in der Regel unsere Vorstellungen vom Älterwerden. Anti-Aging-Cremes versprechen uns Jugend bis ins hohe Alter. Und warum? Weil die bloße Vorstellung vom Altsein nackte Panik in uns auslöst. Wir denken dann an Falten und Bauchspeck, sinkende Vitalität und eingeschränkte Mobilität. Und was sollen wir nur mit all unserer Zeit anfangen, wenn wir einmal in Rente gehen?

Doch jede Lebensphase hat ihre guten Seiten. So auch die Rentenzeit. Dies wird im allgemeinen Jugend- und Schönheitswahn unserer Gesellschaft allzu oft vergessen. Anlass genug, dass wir uns einmal der sonnigen Seite des Tabu-Themas Alter widmen. Statt uns Sorgen zu machen, ob wir einmal genug Rente bekommen oder von der Jugend abgehängt werden, zählen wir einmal ein paar gute Gründe dafür auf, sich auf das Alter zu freuen.

 

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  • 1. Jung sein wird überbewertet

    1. Jung sein wird überbewertet

    ©Gernot Krautberger

    Von vorne anfangen und sich wieder beweisen müssen: Das hieße auch, sich wieder hochzuarbeiten und das in einer Welt, die immer verrückter wird, in einer Gesellschaft der ewigen Praktikanten und Umschulungen, in der man ständig umziehen muss, weil man für den Beruf ja flexibel sein soll ... Wollen Sie das wirklich noch? Oder freuen Sie sich nicht auch auf die Zeit, in der Sie sich aus dem Spiel des Lebens herausnehmen können? In der Sie nicht mehr über "Los" gehen, sondern endlich ankommen und die Dinge tun, für die Sie nie Zeit hatten? Was das für Dinge sein können, erfahren Sie im nächsten Punkt.
  • 2. Endlich seine Träume verwirklichen

    2. Endlich seine Träume verwirklichen

    ©Fotolia/ Mandy Godbehear

    Wollten Sie nicht schon immer mal ein Kibbutz in Israel besuchen oder einen Ashram in Indien? Nein? Dann vielleicht einen Pullover nähen oder ein Buch schreiben? Gibt es nichts, was Sie immer schon einmal machen wollten, aber aus zeitlichen Gründen nie angegangen sind? Wenn Sie älter sind und nicht mehr arbeiten, haben Sie endlich Zeit, den Malkurs zu besuchen, den Sie schon immer machen wollten oder "Für Elise" auf dem Klavier zu lernen. Oder doch lieber in einem Waisenhaus als ehrenamtliche Mitarbeiterin aushelfen? Oder alles zusammen?

    Langeweile oder Eintönigkeit müssen auch im höheren Alter nicht sein. Es kommt ganz darauf an, was Sie draus machen.
  • 3. Arbeit ist nur das halbe Leben

    3. Arbeit ist nur das halbe Leben

    ®Shutterstock/Mandy Godbeahera

    Zugegeben: Ein erfülltes Arbeitsleben ist etwas Schönes. Schließlich verbringt man einen großen Teil seiner Zeit in der Firma und sollte sich dort wohl fühlen. Dennoch sollten Sie nicht Ihr ganzes Selbstwertgefühl nur durch die Arbeit beziehen. Wenn die Rente naht, können Sie endlich wieder auf Ihre indivduellen Bedürfnisse als Mensch eingehen. Einfach mal die Seele baumeln lassen und ohne schlechtes Gewissen Nichtstun. Einfach sein können, ohne etwas leisten zu müssten. Sich wertvoll fühlen, indem man einfach nur existiert. Das ist wonach Zen-Meister streben und wenn Sie nicht mehr durch einen stressigen Arbeitsalltag abgelenkt werden, können auch Sie sich endlich auf die Entfaltung Ihrer Seele konzentrieren.
  • 4. Das Rad dreht sich nur vorwärts

    4. Das Rad dreht sich nur vorwärts

    ©Shutterstock/Mimagephotography

    Das ändert auch die beste Anti-Falten-Creme nicht. Und das ist auch gut so. Denn es ist doch so: Wenn Sie einmal gehen, wird das Rad sich weiter drehen, auch ohne Sie. Grund genug zu lernen, dass man nicht für alles verantwortlich sein kann, dass auch andere Ihre Arbeit übernehmen können und die Welt (oder die Firma) davon nicht untergeht. Wie wir in Punkt drei gelernt haben, sollte Ihr Wert sich nicht daran messen, was Sie leisten, sondern wer Sie sind. Wer das einmal begriffen hat, der lebt entspannter und kann sich auch auf das Alter und die beginnende Rentenzeit freuen. Sollen doch die Yolos von morgen arbeiten! Sie machen Yoga am Strand und lesen endlich mal wieder ein gutes Buch – und zwar bis zum Ende.
  • 5. Stillstand ist nicht negativ

    5. Stillstand ist nicht negativ

    ©Shutterstock

    Der Mensch ist auf Forstschritt und Entwicklung ausgerichtet: Wir werden geboren, wachsen, lernen sprechen, schließen die Schule ab und machen dann vielleicht Karriere oder gründen eine Familie. Es geht immer weiter hinauf, bis wir an einen Punkt kommen, an dem es nun mal nicht mehr weiter geht. Die Kinder sind aus dem Haus, die Karriere ist zu Ende. Stillstand kehrt ein und mit ihm ein seltsamer Zustand von Rastlosigkeit und Unzufriedenheit. Doch das muss gar nicht sein. Mal innezuhalten ist nichts Schlechtes. Dabei kann man lernen, sich mit dem zufriedenzugeben, was man hat und nicht permanent nach mehr zu streben. Denn letztlich sind es die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen: Der morgendliche Kaffee, den man im Bett genießt, der vertraute Atem des Partnes, der noch schläft, ... Stillstand kann so schön sein.
  • 6. Endlich ausschlafen

    6. Endlich ausschlafen

    ©Pixabay

    Mit zunehmendem Alter ist man nicht mehr gefangen im ewigen Kreislauf des täglichen Lebens. Das heißt: Sie müssen die Tage nicht mehr damit beginnen, den Wecker klingeln zu hören und sich aus dem Bett zu quälen. Stattdessen können Sie morgens nach Ihrem eigenen Biorythmus aufwachen, sich erst einmal genüsslich räkeln und dann so langsam zu sich kommen. Dann vielleicht einen guten Kaffee auf dem Balkon trinken und ein bisschen Yoga machen – oder wie wäre es gar mit einem heißen Bad und einem leckeren Früchtecocktail? Sollte nicht jeder Morgen so beginnen?

    Wenn man älter wird, hindert einen nichts und niemand mehr daran, das zu tun, wonach einem wirklich der Sinn steht. Man muss nur den Mut haben, sich aus alten Strukturen zu lösen und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen … 
  • 7. Den Partner neu entdecken

    7. Den Partner neu entdecken

    ©Facebook/Relationship Goals

    Wenn man älter wird und nicht mehr so viel arbeitet, verbringt man plötzlich wieder viel mehr Zeit mit seinem Liebsten. Dies sollte nicht dazu führen, dass man sich gegenseitig anödet. Vielmehr sollt man das als Chance nutzen, seine Ehe oder Beziehung wieder neu zu entdecken. Wollte man nicht schon immer mal das Kamasutra ausprobieren? Oder wieder an die Orte der Jugend reisen? Zum Beispiel dahin, wo er Ihnen einst den Antrag machte. Dies ist die Zeit, sich die Frage zu stellen: Mit wem war ich eigentlich die ganzen Jahre verheiratet? Hat dieser Mensch sich im Laufe der Zeit verändert? Und wenn ja, was für neue Eigenschaften hat er entwickelt? Die Wiederentdeckung des Partners kann eine spannende Sache sein, wenn man sich darauf einlassen will ... 
  • 8. Urlaub im Winter

    8. Urlaub im Winter

    ©Petra Dirscherl_pixelio.de

    Wer kennt sie nicht? Die braungebrannten, immer gut gelaunten Dauerurlauber – auch genannt: Renter. Mit ihrem Wohnmobil fahren sie der Sonne entgegen und lassen sie sich auf den Bauch scheinen. Eile und Hast kennen sie nicht. Denn schließlich wartet zu Hause ja keine Arbeit auf sie. Spätestens hier, sollten Sie endgültig davon überzeugt sein, dass das Älterwerden auch seine guten Seiten mit sich bringt.
  • 9. Auf das Wesentliche besinnen

    9. Auf das Wesentliche besinnen

    ©Shutterstock/Sandra G.

    Im Alter weiß man, was man will und das bedeutet: Viel Unnötiges fällt weg. So wie Partys, auf die man eigentlich keine Lust hat, modische Klamotten, die einem nicht gefallen, Urlaubsziele, die man nur angepeilt hat, um hinterher sagen zu können, man war dort ... Wenn man älter wird, hat man auch den Mut zu sich selbst zu stehen und nur noch zu machen, was einem gut tut. Man muss niemandem mehr gefallen und niemandem mehr etwas beweisen. Stattdessen geht der Blick mehr nach innen. Denn was bringt der schönste Schein, wenn im Inneren gähnende Leere herrscht?
  • 10. Zeit für die Familie

    10. Zeit für die Familie

    ©Pixabay

    Reisen, in Museen und ins Theater gehen, ... all das sind wundervolle Erfahrungen. Doch für manche Menschen muss es nicht immer die große weite Welt sein. Gerade im Alter schätzt man die kleinen Dinge wieder, wie zum Beispiel mit den Enkeln auf dem Spielplatz herumzutollen. Die ganze Welt kann auch der eigene Garten und die Familie sein. Wenn man der Schwiegertochter mit den Kindern zur Hand geht oder den Enkeln bei den Deutschhausaufgaben hilft, dann merkt man, dass man immer noch gebraucht wird.
  • Ein Rat zum Schluss: Seien Sie stolz

    Ein Rat zum Schluss: Seien Sie stolz

    ©Shutterstock/Martina Ebel

    Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, dann möchte man ja auch gar keine 20 mehr sein. Denn das hieße auch, wieder dieselben Problem zu haben, die man eigentlich schon durchgestanden hat. Und das würde auch heißen, auf all die wertvollen Erfahrungen zu verzichten, die man im Laufe des Leben gemacht hat. Schließlich wird man mit dem Alter auch reifer und weiser. Warum sollte man also wieder zurück? Letztlich ist es doch so: Jede Falte im Gesicht hat man sich hart erarbeitet. Also sollte man sie auch mit Stolz tragen.
 
 
 

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