Die Kinderfeste waren super
Ingrid Irrlicht und Tochter Zoé
Auch bei der Pantomimin Ingrid Irrlicht und Tochter Zoé Baudissin (14) hängt manchmal der Haussegen schief, weil Zoé altersbedingt auf Eigenleben besteht. Aber letztendlich raufen sich Mutter und Tochter immer wieder zusammen, wobei die vielen Haustiere der Familie stets als eine Art „Blitzableiter“ fungieren. Der mütterliche Beruf hatte natürlich vor allem in der Kindheit unschätzbare Vorteile: „Toll waren für meiner Schwester Oona und mich immer die Kindergeburtstage, die Mama für uns ausgerichtet hat,“ schwärmt Zoé beispielsweise. Ooana ist 20 und studiert inzwischen in Bamberg Wirtschaft – somit ist die „Verstärkung“ gegen die Erziehungsmacht leider für Zoé dahin. „Mit Oona hatte ich aber in der Pubertät auch eine vogelwilde Zeit“ sagt ihre Mutter lächelnd.
Die Pantomimin Anfang 50, deren Familie aus Ungarn stammt, studierte zunächst Literatur in London, kam dort aber schnell mit Pantomimen in Kontakt und war fasziniert. Seit ihrer fundierten Ausbildung ist sie gefragt als „Walking Act“, Pantomimin und Performance-Künstlerin. So auch in Südamerika, ein Kontinent, der ihr und ihrem Mann, dem TV-Dokumentarfilmer Christian Baudissin, schon vom Temperament her sehr liegt. In der Münchner „Villa Kunterbunt“ der Künstlerfamilie leben noch etliche Hunde, sowie Zoés zahme Ratten, sechs an der Zahl. Zoé ist zurzeit „eher genervt“ vom heimischen Künstlermilieu. Als Kind haben sie und ihre Schwester allerdings bei Mamas Acts gern mitgespielt, als Baby-Dinosaurier oder Baby-Ratten in selbst gestalteten Kostümen.